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Mênschenfurcht bis Mênschenmöglich (Bd. 3, Sp. 179)
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Artikelverweis Die Mênschenfurcht, plur. car. die Furcht vor Menschen; zum Unterschiede von der Gottesfurcht. In engerer Bedeutung, die ungeordnete oder unerlaubte Furcht vor Menschen, besonders in der Gottesgelehrsamkeit.
 
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Das Mênschengeboth, des -es, plur. die -e, ein von Menschen herrührendes Geboth, und in engerer Bedeutung, ein solches Geboth, welches dem göttlichen Gesetze widerspricht; ein Wort, welches in der Deutschen Bibel häufiger als außer derselben angetroffen wird. S. Adelung Menschensatzung.
 
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Die Mênschengefälligkeit, plur. inus. die Neigung, andern Menschen, bloß weil sie Menschen sind, gefällig zu werden. In engerer Bedeutung, die ungeordnete, fehlerhafte Bemühung dieser Art.
 
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Die Mênschenhand, plur. die -hände, die Hand eines Menschen, eine menschliche Hand. Am häufigsten im Plural. Von Menschenhänden gemacht, Ps. 115, 4. So etwas können Menschenhände nicht verfertigen.
 
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Der Mếnschenháß, des -sses, plur. car. der Haß gegen andere, bloß weil sie Menschen sind. Daher der Menschenhasser.
   Der Schalksfreund, Filz und Menschenhasser,
   Haged. Wofür doch Menschenfeind üblicher ist.
 
Artikelverweis * Die
Mênschenhêrde, plur. die -n, eine Herde, d. i. bey einander befindliche große Anzahl, von Menschen; ein ungewöhnliches befindliche große Anzahl, von Menschen; ein ungewöhnliches Wort, welches Ezech. 36, 37, 38 vorkommt.
 
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Die Mênschenhülfe, plur. inus. Hülfe, welche uns von andern Menschen geleistet wird. Ps. 60, 13.
 
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Der Mênschenhüther, des -s, plur. inus. ein nur in der Deutschen Bibel, Hiob 7, 20 befindliches Wort, wo es von Gott gebraucht wird, weil er die Menschen in seiner Obhuth hat.
 
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* Das Mênschenkind, des -es, plur. die -er, ein Mensch; ein im Hochdeutschen veraltetes Wort, welches in der Deutschen Bibel sehr häufig angetroffen wird.
 
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Die Mênschenliebe, plur. car. die Liebe gegen andere, bloß weil sie Menschen sind, die Neigung und Fertigkeit, sich an aller Menschen Wohlfahrt zu belustigen, und selbige möglichst zu befördern. Man hat die Lobsprüche der Freundschaft oft auf Kosten der allgemeinen Menschenliebe übertrieben, Gell.
 
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Mênschenmöglich, adj. et adv. welches nur im gemeinen Leben üblich ist. Sich alle menschenmögliche Mühe geben, alle einem Menschen mögliche Mühe; wofür auch nur menschmöglich gebraucht wird.

 

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