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Mêlkschämel bis Menêrle (Bd. 3, Sp. 173 bis 174)
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Artikelverweis Der Mêlkschämel, des -s, plur. ut nom. sing. ein Schämel, worauf sich die melkende Person während des Melkens setzet; der Melkstuhl, wenn es ein Stuhl ist.
 
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Das Mêlkvieh, des -es, plur. inus. ein Collectivum, alles Vieh zu bezeichnen, welches wirklich gemolken wird, und wohin die Melkkühe, Melkschafe und Melkziegen gehören.
 
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Der Mellān, oder die Mellāne, eine Art Raubvögel, siehe Milane.

[Bd. 3, Sp. 174]



 
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Die Melodīe, (dreysylbig,) plur. die -n, (viersylbig,) in der Musik, die einfache Verbindung mehrerer Töne, so fern sie den Grund einer völligen Zusammenstimmung ausmachen. In engerer Bedeutung, diese Verbindung mehrerer Töne, so fern ein gewisser Text darnach gesungen wird; ehedem die Weise, die Sangweise, Gesangweise. Die Melodie eines Liedes. Es ist aus dem Lat. Melodia, und dieß aus dem Griech. μελοδειν. Daher melōdisch; in dieser Zusammenstimmung gegründet.
 
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Die Melōne, plur. die -n, die gemeiniglich länglich runde, süße, eßbare Frucht einer Pflanze, welche zu dem Geschlechte der Gurken gehöret, und diese Pflanze selbst; Cucumis Melo L. Dieses Gewächs ist bey uns ausländisch, obgleich dessen wahres Vaterland noch unbekannt ist. Der Nahme ist aus dem Ital. Mellone und dieser aus dem Lat. Melopepo. Im Oberdeutschen wird die Frucht und ihre Pflanze auch Plotzer und Plützer genannt. Man behauptet, daß dieses Gewächs den Nahmen von der Insel Melos im Archipelago habe, von welcher es zuerst nach Italien soll seyn gebracht worden, wenn nicht vielmehr der süße Geschmack der Frucht zu der Benennung Anlaß gegeben hat; von dem Lat. Mel, Griech. μελι, Honig. Im Böhm. heißt sie Melaun.
 
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Die Melonendistel, plur. die -n, eine Art Disteln, welche auf den Felsen des wärmern Amerika wohnet, und deren Pflanze einer Melone gleicht; Cactus mamillaris und Cactus Melocactus L.
 
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Die Melōnenpfebe, plur. die -n, eine Art Kürbisse mit einem aufrechten Stamme, lappigen Blättern, und einer eingedruckten knotigen Frucht; Cucurbita Melopepo L. Von dem Oberd. Pfebe, Kürbiß. Im Hochdeutschen könnte man sie Melonenkürbiß nennen.
 
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Die Melōte, S. Adelung Melilote.
 
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Die Mêmel, plur. die -n, im gemeinen Leben einiger Gegenden, besonders Niedersachsens, ein Nahme der Mehlmilben, welche an andern Orten Memern heißen.
 
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Die Mêmme, S. Adelung Mämme.
 
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* Die Menêrle, plur. die -n, im gemeinen Leben einiger Gegenden, ein Nahme der Maserle, Acer campestre L. aus welchem Worte Menerle vermuthlich verderbt ist. In andern Gegenden sagt man dafür Mewerle.

 

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