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Meierding bis Meiern (Bd. 3, Sp. 154 bis 155)
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Artikelverweis Das Meierding, des -es, plur. die -e. 1) Von Ding, ein Gericht, in einigen Niedersächsischen Gegenden, ein besonderes Gericht über die Meier, in welchen einige Meier als Beysitzer befindlich sind. 2) Von Ding, ein Gedinge oder Vertrag, eben daselbst, der Vertrag zwischen dem Gutsherren und dem Meier; das Meiergedinge. Daher das Meierdingsrecht, das daraus erwachsende Recht, das Meierdingsland, Land, d. i. Grundstücke, welche diesem Rechte unterworfen sind, das Meierdingsgut, ein Meiergut, oder Bauergut, welches von einem Meier nach Meierdingsrecht besesseb wird, der Meierdingsmann, im Plural, die Meierdingsleute, Meier, Personen, welche dem Meierdingsrechte unterworfen sind. S. 3. Meier 4).
 
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Die Meierey, plur. die -en. 1) * So fern Meier einen vornehmen Beamten bezeichnet, ist Meierey der demselben anvertraute Bezirk. Im Hoch- und Oberdeutschen kommt es in dieser Bedeutung nicht mehr vor, wohl aber in einigen Niederdeutschen

[Bd. 3, Sp. 155]


Gegenden, und besonders in Brabant, wo es so viel als ein Amt, eine Burg mit dem dazu gehörigen Gebiethe ist. 2) Ein zu einem Hauptgute und besonders zur Viehzucht bestimmtes Landgut, welchem ein Meier vorstehet, welches von einem Meier oder Hofmeister im Nahmen des Besitzers verwaltet wird, und welches auch ein Meierhof, ein Meiergut, an andern Orten auch ein Hof schlechthin, ingleichen ein Vorwerk genannt wird; siehe 3. Meier 3). 3) Ein Bauergut, welches einem Meier auf Meierrecht, d. i. gegen einen jährlichen Erb- oder Meierzins, überlassen worden, besonders in einigen Niedersächsischen Gegenden; ein Meierhof, Meiergut.
 
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Das Meiergedinge, des -s, plur. ut nom. sing. Siehe Meierding 2).
 
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Das Meiergut, des -es, plur. die -güter. 1) Ein einem Meier oder Hofmeister anvertrauetes Landgut, S. Adelung Meierey 2). 2) Ein Erbzinsgut, welches von einem Meier besessen wird, siehe Meierey 3).
 
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Der Meierhof, des -es, plur. die -höfe. 1) An einigen Orten, der von einem Haupthofe abhängige Hof, welcher der Aufsicht eines Meiers anvertrauet ist, und in weiterer Bedeutung auch die dazu gehörigen Grundstücke; das Meiergut, die Meierey, an andern Orten ein Vorwerk. S. 3. Meier 3). 2) In einigen Gegenden, ein Bauerhof, welcher von einem Meier auf Meierrecht besessen wird; die Meierstatt. S. 3. Meier 4).
 
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Der Meierich, des -es, plur. inus. ein Nahme verschiedener Pflanzen, S. 2. Meier.
 
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Die Meierjagd, plur. die -en, in einigen Gegenden Niedersachsens, z. B. im Rothenburgischen, eine Jagd, welche der Gutsherr des Jahres zwey Mahl auf den Ländereyen seiner Meier zu halten berechtiget ist.
 
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Das Meierkraut, des -es, plur. inus. ein Nahme verschiedener Pflanzen, S. 2. Meier. Besonders wird das Kraut des Mangoldes oder der Beete, Beta L. in einigen Gegenden, besonders Oberdeutschlandes, Meier, Meierich und Meierkraut genannt. Rothes Meierkraut, weißes Meierkraut. S. 2. Meier Anmerk.
 
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Das Meierland, des -es, plur. die -länder, das zu einem Meierhofe gehörige LAnd, die dazu gehörigen Grundstücke, siehe Meierhof 2).
 
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Das Meierlehen, des -s, plur. ut nom. sing. das Meiergedinge, als ein Lehen betrachtet, ingleichen ein Meiergut, siehe Meierding 2).
 
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Meiern, verb. reg. act. welches aber nur in den Zusammensetzungen bemeiern und abmeiern üblich ist, S. 3. Meier 4).

 

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