Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Meerschatten bis Meersênf (Bd. 3, Sp. 140 bis 141)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Meerschatten, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art der Seerappen, welche sehr mager ist, und um Rochelle häufig gefangen wird; Sciaena Umbra L. Franz. Maigre.
 
Artikelverweis 
Der Meerschaum, des -es, plur. inus. 1) Eine vorgegebene weiche, weiße, brüchige Masse, welche aus dem Schaume des salzigen Meerwassers bereitet wird, aber ein Unding ist, indem die Pfeifenköpfe, welche daraus bestehen sollen, und in Semlin u. s. f. sehr häufig verfertiget werden, aus einer Art weichen Speckstenes bestehen, welcher aus Natolien kommt, und die gelbe Farbe durch Sieden in Öhl erhält. Daher das Bey- und Nebenwort meerschaumen, aus Meerschaum verfertiget. Ein meerschaumener Pfeifenkopf. 2) Auch ein nackter Wurm mit Gliedern, welcher sich in dem Meere aufhält, einen erhabenen eyrunden Körper, und Fühlspitzen von verschiedener Gestalt und Anzahl hat; Holothuria L.

[Bd. 3, Sp. 141]



 
Artikelverweis 
Der Meerschäumer, des -s, plur. ut nom. sing. eine etwas anständigere Benennung eines Seeräubers, von der R. A. das Meer schäumen, d. i. auf Beute in der See herum segeln, S. Adelung Schäumen.
 
Artikelverweis 
Die Meerschildkröte, plur. die -n, eine Art großer Schildkröten, welche sich nur in dem gesalzenen Meerwasser aufhalten; zum Unterschiede von den Land- und Flußschildkröten.
 
Artikelverweis 
Der Meerschlägel, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Hammerfisch.
 
Artikelverweis 
Die Meerschlange, plur. die -n, Arten von Schlangen, welche sich nur allein in dem Meere aufhalten; Serpens marinus L. Besonders eine Schlange von ungeheurer Größe, welche sich in dem äußersten Norden aufhalten soll, und in Norwegen Karlswolden und Seewurm genannt wird.
 
Artikelverweis 
Die Meerschnêcke, plur. die -n, Schnecken, welche sich nur allein in dem Meere aufhalten; zum Unterschiede von den Erd-Wege- und Flußschnecken.
 
Artikelverweis 
Die Meerschwalbe, plur. die -n, ein Nahme, welchen die Mewen an einigen Orten führen, S. dieses Wort; ingleichen der Bienenfraß, S. dieses Wort.
 
Artikelverweis 
Der Meerschwamm, des -es, plur. die -schwämme, eine Art zäher, trockener Schwämme, welche im Meere wohnet; zum Unterschiede von den auf dem festen Lande einheimischen Schwämmen. Man bedienet sich dieses Schwammes besonders zum Baden und Wachsen, daher er auch Badeschwamm, gemeiniglich aber auch nur Schwamm schlechthin genannt wird.
 
Artikelverweis 
Das Meerschwein, des -es, plur. die -e. 1) Ein vierzehiges vierfüßiges Thier in der Größe eines jungen Kaninchen, von verschiedener und unbeständiger Farbe, welches fast beständig pfeifet oder wie ein Schwein grunzet; Mus porcellus L. Am häufigsten im Diminut. Meerschweinchen, Meerferkel. Es ist in Guinea und Brasilien einheimisch, und hat die erste Hälfte seines Nahmens daher, weil er über Meer nach Europa gebracht worden, wo es hin und wieder zur Lust aufgezogen wird. 2) Der Delphin oder Tummler, Delphis L. wird an vielen Orten Meerschwein genannt. Ingleichen, 3) der verwandte Braunfisch oder Tonnin, Phocaena L. welcher kürzer und dicker als der Delphin ist und eine stumpfe Schnautze hat. So wie auch, 4) der gleichfalls verwandte Butzkopf oder Nordkaper, Orca L. welcher Dän. Öresvin, in Niederdeutschland aber auch Springer, Springwall heißt.
 
Artikelverweis 
Der Meersênf, des -es, plur. inus. ein Schotengewächs, welches an dem Meerstande aller Theile der alten Welt gefunden wird; Bunias L.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: