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Mauersalz bis 2. Die Mauke (Bd. 3, Sp. 116 bis 117)
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Artikelverweis Das Mauersalz, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, eine des Langensalzes, welches sich in den Auswitterungen an alten Mauern, Kalksteinen und kalkartigen Schiefern ansetzet, und daher auch Kalksalz genannt wird; Nitrum calcareum, Nitrum marmoris.
 
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Der Mauersand, des -es, plur. car. ein Steinsand mit groben Körnern in der Größe der Hirse, so wie ihn die Maurer zum Mauern gebrauchen.
 
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Der Māuerschóß, des -sses, plur. die -sse, eine Art des Schosses, welchen die Stände in der Mark Brandenburg von ihren Bürgern einnehmen, und welcher vermuthlich zu Unterhaltung der Stadtmauern verwendet wird.
 
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Die Mauerschwalbe, plur. die -n, eine ganz schwarze Schwalbe mit weißer Kehle, welche an den Mauern bauet, und daher auch Steinschwalbe und Kirchschwalbe genannt wird, Hirundo muraria Klein. Hirundo Apus L. An andern Orten führet sie den Nahmen der Gerschwalbe, Gierschwalbe, Spierschwalbe.
 
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Der Mauersinter, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. eine Art eines weißen und zerbrechlichen Sinters, welcher entstehet, wenn das durch- oder hinzu gedrungene Wasser den Kalk an den Gewölben und Mauern auflöset, und ihn hernach wieder fallen lässet.
 
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Der Mauerspêcht, des -es, plur. die -e, eine Art Spechte, welche wenig größer als ein Sperling ist, einen langen schwarzen Schnabel und kurze schwarze Füße, auf dem Rücken graue, am Halse und Bauche aber weißliche Federn, und einen kurzen Schwanz hat. Er hält sich in den Städten und alten Mauern auf, wo er sich von den daselbst befindlichen Würmern nähret.
 
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Der Mauerstein, des -es, plur. die -e, ein Stein, welcher zum Mauern gebraucht wird, besonders in engerer Bedeutung von den gebrannten Steinen dieser Art, Mauerziegel; zum Unterschiede von den Dachsteinen oder Dachziegeln.
 
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Das Mauerwêrk, des -es, plur. inus. ein gemauertes Werk, ein aus Steinen, welche mit Mörtel, Kalk oder einer andern bindenden Materie verbunden worden, bestehendes Werk.

[Bd. 3, Sp. 117]



 
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Der Mauerziegel, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Mauerstein.
 
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1. Die Mauke, plur. inus. eine Krankheit der Pferde, da sie einen Schaden am Fessel bekommen, welcher sich durch eine kleberige, stinkende und scharfe Feuchtigkeit äußert, die immer weiter um sich frißt, und endlich das Pferd lahm macht; die Struppe, Franz. la Malandre, la Peigne, la Grape, welche aber mit der Rappe nicht verwechselt werden muß. Im Dän. gleichfalls Mauke, im Schwed. Sprit, Nieders. Muke. In einigen gemeinen Mundarten, z. B. zu Dresden, ist die Mauke eine fehlerhaft Speise, z. B. eine zu dicke Biersuppe. Eben daselbst führet diesen Nahmen auch ein zurück gelegtes aufgespartes Geld. In andern Gegenden werden die Blattläuse und noch andere Insecten Mauken genannt.
 
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2. Die Mauke, plur. die -n, in der Landwirthschaft einiger Gegenden, eine Art kleinen Ungeziefers, welches von grüner Farbe und kleiner als ein Erdfloh ist, und sich gern an die Rosensträuche, Artischocken und andere Gartengewächse anleget. Hier gehöret es unstreitig zu dem Geschlechte des Wortes Mücke, S. dasselbe.

 

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