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Maststall bis Materialist (Bd. 3, Sp. 107)
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Artikelverweis Der Maststall, des -es, plur. die -ställe, ein für das Mastvieh bestimmter Stall, ein Stall in welchem Vieh gemästet wird.
 
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Die Mastung, plur. inus. ein auch für Mast übliches Wort, es mag nun die zur Mast dienlichen Waldfrüchte, oder auch die Handlung des Fettmachens, das Mästen bedeuten. In einigen Gegenden wird auch ein Gehölz, worin sich viele Mast befindet, die Mastung genannt, so wie im Österreichischen die Eichelmast besonders unter diesem Nahmen bekannt ist. Es ist kein Verbale wie Mästung, sondern die Endsylbe ist hier die Ableitungssylbe -ing oder -ung.
 
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Das Mastvieh, des -es, plur. inus. ein Collectivum, gemästetes, oder zur Mast aufgestelltes Vieh zu bezeichnen.
 
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Die Mastwaldung, plur. die -en, S. Adelung Mastholz.
 
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Die Mastwange, plur. die -n, im Schiffbaue, Wangen, d. i. runde und von innen eben so ausgehöhlte lange Stücken Holz, welche man zur Verstärkung des Mastbaumes auf beyden Seiten an denselben befestiget.
 
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Die Mastzeit, plur. die -en, die Zeit, zu welcher das Vieh auf die Mast gestellet, oder zur Mast in die Wälder eingefehmet wird.
 
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Der Matadōr, des -s, plur. die -e, ein ursprünglich Spanisches Wort, welches eigentlich einen Mörder bedeutet, aber mit den Französischen Kartenspielen auch in Deutschland bekannt geworden, gewisse Arten der höchsten Blätter in manchen Kartenspielen zu bezeichnen. Figürlich pflegt man daher auch im gemeinen Leben einen Mann von vorzüglichen Reichthume, Ansehen oder Gewalt, einen Matador zu nennen.
    Arbas; doch auch der ist dir ein Matador,
   Haged.
 
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* Die Matätiche, plur. die -n, ein nur in Schlesien bekanntes Wort, wo gewisse Holzflöße, welche aus Oberschlesien die Oder herunter kommen, diesen Nahmen führen. Es ist ohne Zweifel ein Slavonisches Wort.
 
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Die Mater, plur. die -n, das Lat. Mater, Mutter, mit welchem Worte die Schraubemutter oder Schraubenhülfe an der Buchdruckpresse belegt wird.
 
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Die Materiālien, sing. inus. aus dem mittlern Lat. Materialia, den zu einer Arbeit nöthigen rohen Stoff zu bezeichnen. Bau-Materialien, d. i. Holz, Steine, Kalk. Schreibe-Materialien, Federn, Tinte und Papier. Die Materialien der Mahler sind Farben, Pinsel und Firniß, der Bildhauer Stein und Holz u. s. f.
 
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Der Materialist, des -en, plur. die -en, aus dem mittlern Lat. Materialista. 1) Derjenige, welcher mit Material-Waaren handelt; ein Material-Händler, Material-Krämer, ein Spezerey-Händler, worin auch die Gewürzkrämer oder Würzkrämer gehören. 2) In der Philosophie sind die Materialisten eine Secte, welche nichts als bloße Körper zugeben, das Daseyn der Seelen und Geister läugnen, und sie für eine bloß körperliche Kraft halten. Ihre Lehrgebäude wird der Materialismus genannt.

 

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