Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Masthafer bis Mastkorn (Bd. 3, Sp. 105 bis 106)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Masthafer, des -s, plur. inus. derjenige Hafer, welcher an einigen Orten dem Herren des Waldes für die zur Mast in denselben eingefehmten Schweine anstatt des Mastgeldes gegeben wird.
 
Artikelverweis 
Der Masthirt, des -en, plur. die -en, derjenige Hirt, welcher auf die zur Mast eingefehmten Schweine Acht hat.

[Bd. 3, Sp. 106]



 
Artikelverweis 
Das Mastholz, des -es, plur. die -hölzer. 1) Holz, d. i. Bäume, deren Früchte zur Mast dienlich sind, dahin besonders die Eichen, Buchen, Kastanien und Haseln gehören; wo der Plural nur von mehrern Arten üblich ist. 2) Ein gehölz, in welchem dergleichen Mastholz wächset; die Mastwaldung.
 
Artikelverweis 
Das Masticot, S. Adelung Massicot.
 
Artikelverweis 
Der Mastix, plur. car. ein hartes, dürres, sprödes und blaßgelbes Harz, welches einen balsamischen Geschmack und angenehmen Geruch hat, aus dem Mastixbaume rinnet und in durchsichtigen Körnern von der Insel Chio zu uns gebracht wird. Aus dem Griech. μασιχε, Lat. Mastiche, Ital. Mastice, Franz. Mastic, im Alban. Mastich. Figürlich wird auch eine Art Kitt, deren sich die Bildhauer bedienen, die Stücken einer Bildsäule damit zu vereinigen, und welche aus Pech, Wachs und Ziegelmehl bereitet wird, Mastix genannt: vermuthlich, weil man sich ehedem statt desselben dazu des Mastix bediente. Ein anderer Mastix der Mahler, die Ritzen eines Gemähldes zu verschmieren, wird aus Mahlerfirniß, Kreide und Glätte bereitet.
 
Artikelverweis 
Der Mastixbaum, des -es, plur. die -bäume, ein Baum, welcher zu dem Geschlechte der Pistacien gehöret, in den wärmern Ländern Europens einheimisch ist, und den obigen Mastix liefert; Pistacia Lentiscus L.
 
Artikelverweis 
Das Mastixkraut, des -es, plur. inus. in einigen Gegenden, ein Nahme des Katzenkreutes, Teucrium Marum L. welches an andern Marum, und wegen seines balsamischen Geruches auch Amberkraut oder Ambrakraut genannt wird.
 
Artikelverweis 
Das Mastkalb, des -es, plur. die -kälber, S. Adelung Mastgans.
 
Artikelverweis 
Der Mastkeil, des -es, plur. die -e, im Schiffbaue, Enden von Mastwangen, die Schiffe damit zu füttern, damit die Bäume nicht zu weit stehen. S. Adelung Mastwange.
 
Artikelverweis 
Der Mastkorb, des -es, plur. die -körbe, auf den Schiffen, eine runde aus starken Balken verfertigte und mit einem Geländer versehene Scheibe oben an dem Mastbaume, die Wände des zweyten Übersatzes daran zu befestigen, Schildwache darauf zu halten u. s. f. In der Niederdeutschen Schiffersprache auch der Mars. S. 1. Mast.
 
Artikelverweis 
Das Mastkorn, des -es, plur. die -körner, von den Hämorrhoiden herrührende dunkelblaue Knoten an und in dem Mastdarme, aus welchen gemeiniglich Blut fließet.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: