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Mastfêder bis Mastix (Bd. 3, Sp. 105 bis 106)
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Artikelverweis Die Mastfêder, plur. die -n, kleine, kurze und fette Federn, welche sich auf einem Flecke über dem Steiße einer Gans beysammen befinden, und welche man ihnen auszurupfen pfleget, wenn man sie auf die Mast stellet. Von dem veralteten Beyworte mast, fett. S. 2. Mast Anm.
 
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Der Mastflêck, des -es, plur. die -e, in der Landwirthschaft Obersachsens, fette Stellen in dem Acker, welche überflüssigen Dünger bekommen haben, und solchen durch den starken und dicken Wuchs des darauf stehenden Getreides verrathen; geile Flecke. Von dem Beyworte mast, fett, S. 2. Mast Anm.
 
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Die Mastgans, plur. die -gänse, eine Gans, welche gemästet wird, welche sich in oder auf der Mast befindet. So auch Mastkalb, Mastkuh, Mastochs, Mastschwein.
 
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Die Mastgefälle, sing. inus. die Gefälle, d. i. Einkünfte von der Holzmast in einem Walde.
 
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Das Mastgêld, des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -er, dasjenige Geld, welches man für die Mästung zahmer Thiere bezahlet. In engerer Bedeutung, dasjenige Geld, welches der Eigenthumsherr eines Waldes für die in denselben zur Mast getriebenen Schweine erhält; das Fehmgeld, der Mastschilling.
 
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Die Mastgerêchtigkeit, plur. inus. S. Adelung Mastrecht.
 
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Der Masthafer, des -s, plur. inus. derjenige Hafer, welcher an einigen Orten dem Herren des Waldes für die zur Mast in denselben eingefehmten Schweine anstatt des Mastgeldes gegeben wird.
 
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Der Masthirt, des -en, plur. die -en, derjenige Hirt, welcher auf die zur Mast eingefehmten Schweine Acht hat.

[Bd. 3, Sp. 106]



 
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Das Mastholz, des -es, plur. die -hölzer. 1) Holz, d. i. Bäume, deren Früchte zur Mast dienlich sind, dahin besonders die Eichen, Buchen, Kastanien und Haseln gehören; wo der Plural nur von mehrern Arten üblich ist. 2) Ein gehölz, in welchem dergleichen Mastholz wächset; die Mastwaldung.
 
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Das Masticot, S. Adelung Massicot.
 
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Der Mastix, plur. car. ein hartes, dürres, sprödes und blaßgelbes Harz, welches einen balsamischen Geschmack und angenehmen Geruch hat, aus dem Mastixbaume rinnet und in durchsichtigen Körnern von der Insel Chio zu uns gebracht wird. Aus dem Griech. μασιχε, Lat. Mastiche, Ital. Mastice, Franz. Mastic, im Alban. Mastich. Figürlich wird auch eine Art Kitt, deren sich die Bildhauer bedienen, die Stücken einer Bildsäule damit zu vereinigen, und welche aus Pech, Wachs und Ziegelmehl bereitet wird, Mastix genannt: vermuthlich, weil man sich ehedem statt desselben dazu des Mastix bediente. Ein anderer Mastix der Mahler, die Ritzen eines Gemähldes zu verschmieren, wird aus Mahlerfirniß, Kreide und Glätte bereitet.

 

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