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3. Die Druse bis Dt (Bd. 1, Sp. 1563 bis 1564)
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Artikelverweis  3. Die Druse, plur. car. eine bekannte Krankheit der Pferde, bey welcher eine weiße, und oft gelbliche Materie aus der Nase und dem Munde fließet; Franz. la Gourme. Die gutartige Druse, bey welcher sich der Ausfluß aus der Nase nach dem neunten Tage verlieret. Von der Druse, mit der Druse befallen werden. Das Pferd wirft die Druse ab, wenn die Materie dicker wird, welches ein Kennzeichen des bevor stehenden Endes dieser Krankheit ist. Die falsche Druse, die bösartige Druse, bey welcher das Geblüt in ein größeres Verderben übergehet, und die sich gemeiniglich in den Rotz verwandelt. In den gröbern Sprecharten wird auch der Schnupfen bey dem Menschen zuweilen die Druse genannt.
   Anm. Es scheinet, daß dieses Wort von dem vorhin gedachten Zeitworte drusen, fallen, abstamme, weil das Wesen der Druse in dem Ausflusse der Feuchtigkeiten bestehet. Da aber die Druse bey den Pferden gemeiniglich mit Drüsen oder verhärteten Bäulen zwischen den Ganaschen verbunden ist, die Krankheit selbst auch von einigen die Drüse genannt wird, so kann es seyn, daß

[Bd. 1, Sp. 1564]


dieses Wort den nächsten Anspruch auf die Benennung dieser Krankheit hat.
 
Artikelverweis Die
Drüse, plur. die -n, 1) Ein weicher, lockerer und schwammiger Theil an den thierischen Körpern, durch welchen eine Absonderung einiger flüssigen Theile von dem Ganzen geschiehet; Lat. Glandulae, Glandeln. 2) Zuweilen auch, doch am häufigsten in einigen Oberdeutschen Gegenden, ein Geschwür. In dem 1501 zu Rom gedruckten Deutsch-Ital. Vocabulario wird l'apostema durch die truos erkläret. Wenn in jemands Fleisch an der Haut eine Drüse wird, und wieder heilet, 3 Mos 13, 18. Der Herr wird dich schlagen mit Drüsen Egypti, 5 Mos. 28, 27, welche 2 Mos. 9, 9, böse Blattern genannt werden.
   Ich kenn ihn fast vor Narb und Drüsen nicht,
   Gryph. von dem gegeißelten Jesu. 3) Die Drüse an den Pferden, S. 3 Druse.
   Anm. Im Nieders. lautet dieses Wort Dröse, im Osnabrück. Drull, in einigen Oberdeutschen Gegenden Bries, (S. Adelung Bröschen,) in den Monseeischen Glossen Druosi. Drüse scheinet zu Dros, ein Haufe, eine Erhöhung, ein Hügel zu gehören. S. 1 Drossel und 1 Druse.
 
Artikelverweis Die
Drusen, singul. inus. in einigen, besonders Oberdeutschen Gegenden, die Hefen; ingleichen der Überrest von den ausgekelterten Weintrauben, oder den ausgepreßten Oliven, in einigen Gegenden die Triester. Dieses Wort lautet im Holländ. Droessem, im Angels. Dros, Dresten, bey dem Notker Truosen, im Engl. Dregs, im Schwed. Draegg, im Isländ. Dreggiar, im Griech. τρυξ, im mittlern Latein. Drascus.
 
Artikelverweis Die
Drūsenáchse, plur. car. die Achse von gebrannten Weinhefen; oft auch nur die getrockneten Weinhefen, wenn sie gleich nicht gebrennet worden.
 
Artikelverweis Die
Drüsenblume, plur. die -n, bey den neuern Schriftstellern des Pflanzenreiches, der Nahme einer Ostindischen Pflanze, welche an der äußern Spitze der Staubbeutel kugelrunde Drüsen hat; Adenanthera, L.
 
Artikelverweis Der
Drusenkobalt, des -es, plur. inus. im Bergbaue, eine Art Kobaltes, welcher auf der Oberfläche mit vielen kleinen Erhöhungen, gleich einer Quarzdruse, besäet ist.
 
Artikelverweis Der
Drusenmarmor, des -s, plur. inus. eine Art Marmor, welche wegen der versteinerten Schalthiere, die er enthält, gleichfalls eine ungleiche Oberfläche hat, und nur in kleinen Stücken gefunden wird.
 
Artikelverweis 
Drusicht, adj. et adv. nach Art der Drusen, so wohl auf der Oberfläche mit kleinen Anschüssen versehen, als auch hohl, ausgefressen; S. 1 und 2 Druse.
 
Artikelverweis 
Drusig, adj. et adv. mit Drusen versehen, oder mit der Druse behaftet. Ein drusiger Gang, der mit verwittertem Erze angefüllet ist. S. 2 Druse. Ein drusiges Pferd, welches mit der Druse behaftet ist. S. 3 Druse.
 
Artikelverweis 
Drüsig, -er, -ste, adj. et adv. Drüsen habend. Drüsiges Fleisch. Drüsicht würde nur bedeuten, Drüsen ähnlich.
 
Artikelverweis 
Dt, S. Adelung D.

 

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