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Drucktafel bis Drumm (Bd. 1, Sp. 1562 bis 1563)
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Artikelverweis Die Drucktafel, plur. die -n, die Oberdeutsche Benennung derjenigen Tafel, welche in Niedersachsen Beilketafel genannt wird; ingleichen die Art des Spieles, welches auf dieser Tafel gespielet wird, das Druckspiel, in dieser Letzten Bedeutung aber ohne Plural. In den gemeinen Mundarten Trocktafel, Trockspiel. S. Adelung Beilketafel.
 
Artikelverweis Das
Druchwêrk, des -es, plur. die -e, überhaupt eine jede Maschine, welche durch den Druck eine gewisse Wirkung hervor bringet. Besonders eine Maschine, das Wasser vermittelst eines Druckes in die Höhe zu treiben. Eine solche Maschine bestehet aus zwey Stiefelröhren, in welche das Wasser durch das Aufziehen des Druckstämpels gezogen, und durch dessen Niederdrücken in die Höhe getrieben wird.
 
Artikelverweis Die
Druckzange, plur. die -n, in den Schmelzhütten, eine Zange, vermittelst welcher die Körner aus der Kapelle gehoben werden, und welche auch die Probierzange, ingleichen die Kornzange heißt.
 
Artikelverweis Der
Drud, des -en, plur. die -en, Fämin. die Drude, plur. die -n, ein nur noch unter dem großen Haufen Oberdeutschlandes übliches Wort, theils einen Hexenmeister und eine Hexe, theils einen schädlichen Geist, einen Kobold, ein Gespenst, theils aber auch den so genannten Alp auszudrucken, welcher letztere daher auch das Druddrücken, der Nachttrutten, der Trutte oder Trutten genannt wird. S. Adelung Alp. Gemeiniglich glaubt man, daß dieses Wort von dem folgenden Druide abstamme. Allein es ist sehr wahrscheinlich, daß es von demselben völlig verschieden ist. Bey dem Ulphilas ist thriutan, im Schwed. tryta, abmatten, Beschwerde, Verdruß verursachen, welches Wort selbst hierher gehöret, und sich bloß durch den Oberdeutschen Zischlaut unterscheidet. Im Nieders. bedeutet Drus den Teufel, und in einigen Gegenden auch eine Hexe.
 
Artikelverweis Der
Drudenbaum, des -es, plur. die -bäume, unter dem großen Haufen, besonders Oberdeutschlandes, ein Benennung verschiedener Bäume, besonders verschiedener großer Eichbäume, die dem Aberglauben merkwürdig sind, weil die Druden oder Hexen ihre Zusammenkünfte unter denselben halten sollen.
 
Artikelverweis Der
Drūdenbúsch, des -es, plur. die -bsche, bey dem Oberdeutschen Pöbel, verwickelte in einander gewachsene Zweige eines Baumes oder Strauches, mit welchen man ehedem allerley Aberglauben getrieben; in andern Gegenden Alpruthen, im Nieders. Marentakken. S. Adelung Alpruthe.
 
Artikelverweis Der
Drūdenfūß, des -es, plur. die -füße. 1) Eine fünf- oder sechseckige Figur, welche sonst auch Alpfuß genannt wird; S. dieses Wort. 2) Im gemeinen Leben einiger Gegenden, eine Benennung des Bärlappes, Lycopodium, L. weil es auch zu allerley Aberglauben gemißbraucht wird. S. Bärlapp.
 
Artikelverweis Das
Drudenstück, des -es, plur. die -e, bey den Fleischern, ein gewisses Stück Fleisch an dem untern Buge eines Ochsen.
 
Artikelverweis Der
Druīde, des -n, plur. die -n, in dem ehemaligen heidnischen Europa, besonders in dem alten Gallien, eine Benennung der Priester. Da über diese Priester und ihre Benennung so viel geschrieben worden, so ist es unnöthig, solches hier zu wiederhohlen, zumahl da man von der Abstammung eines so alten Wortes nichts anders als Muthmaßungen beybringen kann. Die wahrscheinlichste ist immer noch die, welche dieses Wort von dem alten Drott, Druth, Herr, ableitet, welches mit der Ehrfurcht, welche

[Bd. 1, Sp. 1563]


die alten Deutschen und nordischen Einwohner für ihre Priester hatten, gar wohl überein kommt, zumahl da der gemeine Mann, besonders in katholischen Lädern, seine Geistlichen noch jetzt κατ' εξοχν Herren zu nennen pfleget. S. Adelung Ihre Gloss. v. Drott. Eine minder wahrscheinliche, aber doch sehr gemeine Meinung, leidet dieses Wort von dem alten Dru, Deru, im Wend. Drewo, Drewko, das Holz, ein Baum, und besonders ein Eichbaum, Griech. δρυς, ab, weil die Druiden ihren Gottesdienst nicht in Tempeln, sondern unter geheiligten Bäumen verrichteten.
 
Artikelverweis 
Drum, S. Adelung Darum.
 
Artikelverweis Der
Drumm, die Drümmer, S. in T.

 

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