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Druckjahr bis Drud (Bd. 1, Sp. 1561 bis 1562)
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Artikelverweis Das Druckjahr, des es, plur. die -e, das Jahr, in welchem ein Buch gedruckt worden. So auch der Druckort, die Druckkosten u. s. f.
 
Artikelverweis Das
Druckpapier, des -es, plur. von mehrern Arten, die -e, ungeleimtes Papier, so wie es gemeiniglich zum Drucke der Bücher gebraucht wird; im Gegensatze des Schreibpapieres.
 
Artikelverweis Die
Druckpumpe, im gemeinen Leben, Druckelpumpe, plur. die -n, eine Pumpe, welche man niederdrücken muß, besonders in den Bergwerken.
 
Artikelverweis Die
Druckschrift, plur. die -en, in einigen gemeinen Mundarten, besonders Oberdeutschlandes, eine gedruckte Schrift; im Gegensatze der Handschriften.

[Bd. 1, Sp. 1562]



 
Artikelverweis 
Drucksen, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben. S. Adelung Drücken 2. 7).
 
Artikelverweis Das
Druckspiel, des -es, plur. inus. S. Adelung Drucktafel.
 
Artikelverweis Der
Druckstämpel, des -s, plur. ut nom. sing. in den Wasserkünsten, ein Stämpel, durch dessen Niederdrücken das Wasser in die Höhe getrieben wird. S. Druckwerk.
 
Artikelverweis Die
Drucktafel, plur. die -n, die Oberdeutsche Benennung derjenigen Tafel, welche in Niedersachsen Beilketafel genannt wird; ingleichen die Art des Spieles, welches auf dieser Tafel gespielet wird, das Druckspiel, in dieser Letzten Bedeutung aber ohne Plural. In den gemeinen Mundarten Trocktafel, Trockspiel. S. Adelung Beilketafel.
 
Artikelverweis Das
Druchwêrk, des -es, plur. die -e, überhaupt eine jede Maschine, welche durch den Druck eine gewisse Wirkung hervor bringet. Besonders eine Maschine, das Wasser vermittelst eines Druckes in die Höhe zu treiben. Eine solche Maschine bestehet aus zwey Stiefelröhren, in welche das Wasser durch das Aufziehen des Druckstämpels gezogen, und durch dessen Niederdrücken in die Höhe getrieben wird.
 
Artikelverweis Die
Druckzange, plur. die -n, in den Schmelzhütten, eine Zange, vermittelst welcher die Körner aus der Kapelle gehoben werden, und welche auch die Probierzange, ingleichen die Kornzange heißt.
 
Artikelverweis Der
Drud, des -en, plur. die -en, Fämin. die Drude, plur. die -n, ein nur noch unter dem großen Haufen Oberdeutschlandes übliches Wort, theils einen Hexenmeister und eine Hexe, theils einen schädlichen Geist, einen Kobold, ein Gespenst, theils aber auch den so genannten Alp auszudrucken, welcher letztere daher auch das Druddrücken, der Nachttrutten, der Trutte oder Trutten genannt wird. S. Adelung Alp. Gemeiniglich glaubt man, daß dieses Wort von dem folgenden Druide abstamme. Allein es ist sehr wahrscheinlich, daß es von demselben völlig verschieden ist. Bey dem Ulphilas ist thriutan, im Schwed. tryta, abmatten, Beschwerde, Verdruß verursachen, welches Wort selbst hierher gehöret, und sich bloß durch den Oberdeutschen Zischlaut unterscheidet. Im Nieders. bedeutet Drus den Teufel, und in einigen Gegenden auch eine Hexe.

 

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