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Dreytausendste bis Driesel (Bd. 1, Sp. 1551 bis 1552)
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Artikelverweis  Dreytausendste, adj. die Ordnungszahl von drey tausend.
 
Artikelverweis 
Dreytheilig, adj. et adv. aus drey Theilen bestehend. Eine dreytheilige Perrücke, welche zwey Theile über die Schultern herab wirft, den dritten aber auf dem Rücken niedersinken lässet.
 
Artikelverweis Der
Dreyzack, des -es, plur. die -e, eine Gabel mit drey Zacken. Aus der Mythologie ist der Dreyzack Neptuns bekannt. So wie das erste Roß muthig hervor sprang, als Neptun mit seinem gewaltigen Dreyzacke in den Sand stach, Raben. Bey dem Opitz der Dreyzankstab. Vermuthlich stellete dieses Unterscheidungszeichen Neptuns ein zum Fischfange gehöriges Werkzeug vor, dergleichen unsere heutigen Aalgabeln oder Dreystachel sind.
 
Artikelverweis 
Dreyzêhen, zusammen gezogen dreyzêhn, eine unabänderliche Hauptzahl, für drey und zehen. Dreyzehn Männer, Ellen, Jahre u. s. f. Einer von dreyzehen. So auch in den Zusammensetzungen dreyzehentägig, dreyzehenjährig u. s. f. Im Niedersächs. lautet diese Zahl dörtein, dortein, im Holländ. dertein, im Angels. dreottyne, im Engl. thirteen.
 
Artikelverweis 
Dreyzêhente, zusammen gezogen dreyzehnte, adj. welches die Ordnungszahl der vorigen ist. Der dreyzehente Mann. Die dreyzehente Frau. Wir haben heut den dreyzehenten, d. i. den dreyzehenten Tag des Monathes.
 
Artikelverweis Der
Dreyzêhner, des -s, plur. ut nom. sing. ein Mitglied eines Collegii von dreyzehen Personen. Dergleichen Dreyzehner

[Bd. 1, Sp. 1552]


gibt es unter andern zu Straßburg, welche die Aufsicht über das Kriegswesen, und über die Befestigung der Stadt haben. Ein ähnliches Collegium ist zu Basel, welches auch der geheime Rath, dessen Mitglieder aber Dreyzehnerherren genannt werden. Es rathschlaget über wichtige Staats- und Kriegssachen.
 
Artikelverweis Der
Dreyzêhnstrahl, des -es, plur. die -e, eine Art der aufgeritzten Seesterne mit dreyzehen Stacheln; Triscaedecactis. S. Adelung Seestern.
 
Artikelverweis Der
Dreyzêhnzopf, des -es, plur. die -zöpfe, eine andere Art Seesterne, und zwar derjenigen, welche mit vielen runden und ganzen Strahlen versehen sind. Sie hat den Nahmen von ihren dreyzehen haarförmigen Zöpfen oder Spitzen.
 
Artikelverweis 
Drīebrāchen, verb. reg. act. welches nur in der Landwirthschaft üblich ist, einen Brachacker zum dritten Mahle pflügen, so wie zwiebrachen, ihn zum zweyten Mahle pflügen bedeutet. Drie bedeutet im Niedersächsischen drey Mahl, und auch im Oberdeutschen ist drier für drey Mahl so ganz unbekannt nicht. S. Adelung Zwier. In einigen Gegenden ist dafür drittarten üblich. S. Ären und Art.
 
Artikelverweis *
Driesch, adj. et adv. ein eigentliches Niedersächsisches Wort, welches eigentlich ungepflügt, brach, bedeutet. Ein Feld driesch liegen lassen, brach. Daher drieschen, einen Brachacker zum ersten Mahle pflügen, brachen, welches auch wendeldrieschen genannt wird. Der Drieschhafer, welcher in ein neu gebrochenes und nur Ein Mahl gepflügtes Grasland gesäet wird.
 
Artikelverweis Der
Driesel, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen gemeinen Mundarten, besonders der Niedersächsischen, eine Scheibe, eine Rolle, dergleichen die Rolle in einem Kloben ist, ein Kreisel, der Wirbel im Meere, und figürlich auch der Schwindel. S. das folgende.

 

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