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Dreyhäller bis Dreylauter (Bd. 1, Sp. 1548 bis 1549)
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Artikelverweis Der Dreyhäller, des -s, plur. ut nom. sing. an einigen Orten, z. B. in Hollstein, eine Scheidemünze, welche drey Häller gilt; ein Dreyling, in Schlesien ein Dreyer.
 
Artikelverweis 
Dreyhauig, adj. et adv. in der Landwirthschaft, was drey Mahl gehauen werden kann. Dreyhauige Wiesen, welche wegen ihrer

[Bd. 1, Sp. 1549]


Fruchtbarkeit drey Mahl gemähet werden können; an andern Orten dreymähdig, verderbt dreymättig.
 
Artikelverweis Die
Dreyheit, plur. die -en, ein seltenes Wort, nach der Analogie von Einheit. 1) Der Zustand, da ein Ganzes aus drey Theilen bestehet; ohne Plural. 2) Ein aus drey Theilen bestehendes Ganzes; Lat. Trias.
 
Artikelverweis Der
Dreyhêrr, des -en, plur. die -en, ein Mitglied eines Collegii von drey Personen; in den gemeinen Mundarten ein Dreyerherr. Das Triumvir der Römer haben einige Neuere durch Dreyherr zu übersetzen gesucht.
 
Artikelverweis 
Dreyhêrrig, im gemeinen Leben auch dreyherrlich, dreyherrisch, adj. et adv. drey verschiedene Herren habend. Ein dreyherriges Dorf. Der Ort ist dreyherrig, auch wenn die Oberherrschaft nur in einer gemeinschaftlichen Gerichtsbarkeit bestehet. In Oberdeutschland gibt es mehrere dreyherrige Herrschaften, wo einer den Wildbann, ein anderer die Fraiß und Cent, und ein dritter die landesfürstliche Obrigkeit besitzet.
 
Artikelverweis 
Dreyhundert, richtiger drey hundert, getheilt; S. die Orthographie.
 
Artikelverweis 
Dreyhundertste, adj. die Ordnungszahl von drey hundert.
 
Artikelverweis 
Dreyjährig, adj. et. adv. drey Jahre alt. Ein dreyjähriges Kind. Ein dreyjähriger Wein; im Oberdeutschen ein Dreyfirner.
 
Artikelverweis Der
Dreyklang, des -es, plur. die -klänge, in der Tonkunst, eine Zusammensetzung von drey verschiedenen Klängen, welche rein zusammen klingen; Trias harmonica.
 
Artikelverweis Der
Dreylaut, des -es, plur. die -e, in der Sprachkunst, ein zusammen gesetzter Laut, wo drey verschiedene Selbstlaute mit Einer Öffnung des Mundes ausgesprochen werden, und gleichsam in Einen Laut zusammen schmelzen; ein Triphthong. Diejenigen, welche ä, ö und ü für Doppellaute halten, geben äu, äi, äy für Dreylaute aus. Allein bey Ä ist schon gezeiget worden, daß ä, ö, ü einfache Selbstlaute sind; die vorgegebenen Dreylaute sind also auch nichts weiter als Doppellaute, und andere Dreylaute hat die Deutsche Sprache, wenigstens die Hochdeutsche Mundart, nicht.
 
Artikelverweis Der
Dreylauter, des -s, plur. ut nom. sing. das Zeichen eines Dreylautes. S. das vorige, ingleichen Laut und Lauter.

 

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