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Dreybätzner bis Dreyeinig (Bd. 1, Sp. 1546 bis 1547)
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Artikelverweis Der Dreybätzner, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Oberdeutschen Gegenden, eine Silbermünze, welche drey Batzen oder vier Groschen gilt.
 
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Dreybeinig, adj. et adv. drey Beine habend. S. Adelung Dreyfuß.
 
Artikelverweis Das
Dreyblatt, des -es, plur. inus. bey einigen Schriftstellern des Pflanzenreiches, ein Geschlechtsnahme aller derjenigen Pflanzen, welche ein dreyfaches Blatt aus Einem Stiele haben, und deren meiste Arten auch Klee genannt werden; Trifolium, L. Bauh. et Tabern. Auch eine Spielart des Zweyblattes, welche in den Wäldern und auf den Wiesen wächset, wird wegen ihres dreyfachen Blattes mit diesem Nahmen beleget; Ophris trifolia, L. Großes Dreyblatt oder der Bischofshut ist das Epimedium, L.
 
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Dreybohrig, adj. et adv. im gemeinen Leben, drey Mahl gebohret. So werden diejenigen Röhren zu den Wasserleitungen, deren Öffnung 31/2 Zoll im Durchmesser hält, dreybohrige Röhren genannt. S. Einbohrig, Zweybohrig, Vierbohrig.
 
Artikelverweis Das
Dreyding, des -es, plur. die -e, an einigen Orten, z. B. in Schlesien, ein Dorfgericht, in welchem geringe Sachen entschieden werden; entweder weil es aus drey Personen bestehet, oder weil es ehedem drey Mahl im Jahre gehalten wurde.
 
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Dreydoppelt, adj. et adv. im gemeinen Leben, so viel als dreyfach. Bey dem Worte doppelt ist bereits angemerket worden, daß dreydoppelt eigentlich sechsfach bedeuten müßte. Allein die Deutschen haben hierin schon die Lateiner zu Vorgängern, die ihr tergeminus und quadrigeminus eben so gebrauchten.
 
Artikelverweis Der
Dreydraht, des -es, plur. von verschiedenen Arten, die -e, im gemeinen Leben, ein dreydrähtiger Zeug, der mit drey Mahl so viel Fäden gewebet wird, als die gemeine Leinwand. S. Adelung Drillich.
 
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Dreydrähtig, adj. et adv. aus drey Drahten, d. i. Fäden zusammen gesponnen Dreydrähtige Strümpfe, welche aus solchen Fäden gewirket worden.
 
Artikelverweis Das
Dreyêck, des -es, plur. die -e, in der Geometrie, eine Figur, welche von drey Seiten eingeschlossen ist, und daher drey Ecken hat; nach dem Lateinischen ein Triangel. Ein geradliniges Dreyeck, welches drey gerade Linien hat. Ein krummliniges Dreyeck, dessen Seiten krumme Linien sind. Ein gleichschenkeliges Dreyeck, wenn zwey Seiten gleiche Länge haben. Ein gleichseitiges Dreyeck, wenn alle drey Seiten gleich sind.

[Bd. 1, Sp. 1547]



 
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Dreyêckig, adj. et adv. drey Ecken habend. Ein dreyeckiges Prisma. Eine dreyeckige Figur. Ein dreyeckiges Gesicht. Im Oberdeutschen dreyecket, bey dem Stryker dri ecke, im Nieders. dreykantig.
 
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Dreyeinig, adj. et adv. welches nur von dem höchsten Wesen gebraucht wird, dessen drey Personen nur ein einziges Wesen ausmachen. Der dreyeinige Gott. S. Adelung Dreyfaltig. Schon Ottfried gebraucht in dieser Bedeutung das Beywort driunlihho.

 

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