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Dreyangel bis Dreyêck (Bd. 1, Sp. 1546)
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Artikelverweis Der Dreyangel, S. Adelung Triangel.
 
Artikelverweis Der
Dreyband, des -es, plur. inus. im gemeinen Leben, eine Benennung verschiedener Waaren, vermuthlich, weil sie ein dreyfaches Band haben, oder drey Mahl gebunden sind. So wird z. B. die beste Sorte des Steiermärkischen Stahles im Handel und Wandel Dreyband genannt. Eben diesen Nahmen führet auch eine Art des Liefländischen Flachses, welcher in kleinen Rollen, deren 12 bis 13 auf ein Schiffpfund gehen, aus Riga gebracht wird, und ein Ausschuß aus dem Rakitscher und Paternoster-Flachse ist.
 
Artikelverweis Der
Dreybätzner, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Oberdeutschen Gegenden, eine Silbermünze, welche drey Batzen oder vier Groschen gilt.
 
Artikelverweis 
Dreybeinig, adj. et adv. drey Beine habend. S. Adelung Dreyfuß.
 
Artikelverweis Das
Dreyblatt, des -es, plur. inus. bey einigen Schriftstellern des Pflanzenreiches, ein Geschlechtsnahme aller derjenigen Pflanzen, welche ein dreyfaches Blatt aus Einem Stiele haben, und deren meiste Arten auch Klee genannt werden; Trifolium, L. Bauh. et Tabern. Auch eine Spielart des Zweyblattes, welche in den Wäldern und auf den Wiesen wächset, wird wegen ihres dreyfachen Blattes mit diesem Nahmen beleget; Ophris trifolia, L. Großes Dreyblatt oder der Bischofshut ist das Epimedium, L.
 
Artikelverweis 
Dreybohrig, adj. et adv. im gemeinen Leben, drey Mahl gebohret. So werden diejenigen Röhren zu den Wasserleitungen, deren Öffnung 31/2 Zoll im Durchmesser hält, dreybohrige Röhren genannt. S. Einbohrig, Zweybohrig, Vierbohrig.
 
Artikelverweis Das
Dreyding, des -es, plur. die -e, an einigen Orten, z. B. in Schlesien, ein Dorfgericht, in welchem geringe Sachen entschieden werden; entweder weil es aus drey Personen bestehet, oder weil es ehedem drey Mahl im Jahre gehalten wurde.
 
Artikelverweis 
Dreydoppelt, adj. et adv. im gemeinen Leben, so viel als dreyfach. Bey dem Worte doppelt ist bereits angemerket worden, daß dreydoppelt eigentlich sechsfach bedeuten müßte. Allein die Deutschen haben hierin schon die Lateiner zu Vorgängern, die ihr tergeminus und quadrigeminus eben so gebrauchten.
 
Artikelverweis Der
Dreydraht, des -es, plur. von verschiedenen Arten, die -e, im gemeinen Leben, ein dreydrähtiger Zeug, der mit drey Mahl so viel Fäden gewebet wird, als die gemeine Leinwand. S. Adelung Drillich.
 
Artikelverweis 
Dreydrähtig, adj. et adv. aus drey Drahten, d. i. Fäden zusammen gesponnen Dreydrähtige Strümpfe, welche aus solchen Fäden gewirket worden.
 
Artikelverweis Das
Dreyêck, des -es, plur. die -e, in der Geometrie, eine Figur, welche von drey Seiten eingeschlossen ist, und daher drey Ecken hat; nach dem Lateinischen ein Triangel. Ein geradliniges Dreyeck, welches drey gerade Linien hat. Ein krummliniges Dreyeck, dessen Seiten krumme Linien sind. Ein gleichschenkeliges Dreyeck, wenn zwey Seiten gleiche Länge haben. Ein gleichseitiges Dreyeck, wenn alle drey Seiten gleich sind.

[Bd. 1, Sp. 1547]


 

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