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Drếscher bis Drếschwagen (Bd. 1, Sp. 1543 bis 1544)
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Artikelverweis Der Drếscher, des -s, plur. ut nom. sing. der die Kornfrüchte durch Dreschen aus dem Getreide bringt; Nieders. Drosker, Döscher, Angels. Daerskere.
 
Artikelverweis Das
Drếscherhaus, des -es, plur. die -häuser, das Wohnhaus eines Dreschers. Zuweilen in engerer Bedeutung, ein Haus, dessen Besitzer dem Grundherren um einen geringern Lohn zu dreschen verbunden ist.
 
Artikelverweis Die
Drếscherhêbe, plur. die -n, S. das folgende.
 
Artikelverweis Der
Drếscherlohn, des -es, plur. car. was den Dreschern für ihre Arbeit gegeben wird. Bekommen sie statt dieses Lohnes einen gewissen Theil der ausgedroschenen Früchte, so wird selbiger an einigen Orten, z. B. der Laufitz, auch die Drescherhebe genannt. S. Adelung Hebe.
 
Artikelverweis * Der
Drếscherstaub, des -es, plur. car. der Staub von dem ausgedroschenen Getreide, die Spreu; ein im Hochdeutschen ungewöhnliches Wort, welches nur 2 Kön. 13, 7, vorkommt.
 
Artikelverweis Der
Drếschflêgel, des -s, plur. ut nom. sing. ein Flegel, die Körner aus den Ähren und Hülsen damit zu schlagen, welcher auch nur schlechthin der Flegel, um Bremen der Flogger, im Oberdeutschen der Drischel, in den Monseeischen Glossen Drischilun, ingleichen der Ackerbolz genannt wird.

[Bd. 1, Sp. 1544]



 
Artikelverweis Der
Drếschknoten, des -s, plur. ut nom. sing. in Thüringen und Obersachsen, die Knoten oder Samenköpfe des männlichen Flachses, weil sie ausgedroschen werden; zum Unterschiede von den Klenge- oder Klingeknoten, den Samenköpfen des weiblichen Flachses, welche nicht gedroschen, sondern so lange an die Sonne gelegt werden, bis sie mit einer Art von Klingen von selbst aufspringen. Jene werden im gemeinen Leben auch Drasch und Draschknoten genannt.
 
Artikelverweis Das
Drếschlein, des -s, plur. ut nom. sing. S. Drechsler.
 
Artikelverweis Die
Drếschmaschine, plur. die -n, eine jede Maschine, das Korn mit leichterer Mühe auszudreschen. Die bekannteste bestehet aus einer Walze, vermittelst deren das Getreide ausgewalzet wird.
 
Artikelverweis Die
Drếschtênne, plur. die -n, eine Tenne, d. i. ein fester Platz zum Dreschen, so wohl auf dem Felde, als in einer Scheuer; Nieders. Droske.
 
Artikelverweis Der
Drếschwagen, des -s, plur. ut nom. sing. ein schwerer Wagen, dessen man sich ehedem bediente, das Getreide aus den Ähren zu bringen, Es. 41, 15.

 

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