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Drêckbaum bis Drêhdocke (Bd. 1, Sp. 1539 bis 1540)
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Artikelverweis Der Drêckbaum, des -es, plur. die -bäume, ein Baum auf der Insel Java, welcher im Maleiischen Cnyudey heißt, so groß wie ein Eichbaum wird, und fast wie Menschenkoth stinkt.
 
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Drêckig, -er, -ste, adj. et adv. in den niedrigen Sprecharten, mit Koth besudelt; ingleichen schmutzig, unsauber, Niedersächs. drekkerig.
 
Artikelverweis Der
Drêckkäfer, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art Käfer, welche sich aus den Excrementen Pillen macht, und daselbst ihre Eyer leget; Scarabaeus pillularius.
 
Artikelverweis Die
Drêcklilie, plur. die -n, S. Adelung Asphodill Lilie.
 
Artikelverweis Der
Drêckstein, des -es, plur. die -e, S. Adelung Stinkstein.
 
Artikelverweis Der
Drêckvogel, des -s, plur. die -vögel. 1) Ein Afrikanischer Vogel, welcher fast dem Adler gleicht, aber einen Kopf wie ein Wälscher Hahn hat, beständig im Kothe wühlet, und daher sehr stinket. 2) Ein nordischer Vogel, Stercorarius, L. S. Struntjäger.
 
Artikelverweis Die
Drêhbahn, plur. die -en, an einigen Orten, die Bahn, oder der lange ebene Platz, wo die Seiler ihre Seile drehen und schlagen; die Seilerbahn, im Nieders. Reperbaan.
 
Artikelverweis Die
Drêhbank, plur. die -bänke, im gemeinen Leben, die Drechselbank. In weiterer Bedeutung, ein jeder mit einem Drehrade versehener Werktisch, andere Körper umzudrehen, und im Umdrehen zu bearbeiten, dergleichen Drehbänke unter andern

[Bd. 1, Sp. 1540]


auch die Metallarbeiter haben. Bey den Zinngießern heißt sie die Drehlade, bey den Uhrmachern der Drehstuhl, bey den Gürtlern der Drehtisch.
 
Artikelverweis Der
Drêhbaum, des -es, plur. die -bäume, ein horizontal liegender Baum, welcher auf einem Pfahle beweglich ist, vermittelst dessen die Wege für Pferde und Wagen versperret, und nur für Fußgänger gangbar gelassen werden. Hat dieser Baum die Gestalt eines Kreuzes, so heißt er ein Drehkreuz; Niedersächs. Rullboom.
 
Artikelverweis Die
Drêhbrücke, plur. die -n, eine Brücke, deren Joche auf Rollen stehen, und welche sich der Länge nach halb aus einander thut, so daß sich jede Hälfte an die innere Seite des Grabens anlegen lässet. Ingleichen eine Brücke in der Mitte einer andern, welche in der Mitte auf einem Nagel ruhet, und sich vermittelst desselben umdrehen lässet, daß ihre Enden in die Quere zu stehen kommen, Schiffen den Durchgang zu verstatten.
 
Artikelverweis Die
Drêhdocke, plur. die -n, in den Bohrmühlen, eine Docke, welche den Bohrer einschließet, der sich in derselben herum drehet.

 

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