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Dostenkraut bis 1. Der Dráche (Bd. 1, Sp. 1530 bis 1531)
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Artikelverweis Das Dostenkraut, des -es, plur. inus. S. das vorige.
 
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1. Der Dotter, des -s, plur. inus. an einigen Orten, ein Nahme der Trespe, welcher vermuthlich aus Dort oder Dorten verderbt ist. S. der Dort.
 
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2. Der Dotter, des -s, plur. inus. in einigen gemeinen Mundarten, ein Nahme des Stechapfels, der unstreitig aus der Lateinischen Benennung dieser Pflanze Datura gemacht ist. S. Adelung Stechapfel.
 
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3. Der Dotter, des -s, plur. inus. in einigen Gegenden, diejenige Pflanze, welche am häufigsten Flachsseide, Cuscuta, L. sonst aber auch Flachsdotter, Leindotter, Filzkraut genannt wird. S. Adelung Flachskraut. Da sie einen gelben Samen hat, welcher der Farbe des Eydotters gleicht, so haben einige behaupten wollen, daß diese Ähnlichkeit Anlaß zu der Benennung gegeben. Stinner leitet hingegen den Nahmen von dem Holländischen touteren, zittern, her, weil diese schwache Pflanze von jedem Lüftchen beweget wird. Im Englischen heißt sie gleichfalls Dodder und Dodder-grass. S. das folgende.
 
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4. Der Dotter, des -s, plur. ut nom. sing. das Gelbe in einem Eye, welches bestimmter ein Eydotter genannt wird.
   Anm. Im Oberdeutschen lautet dieses Wort Totter, Toter, im Ital. aber Tuorto, welches Ferrarius auf eine sehr unwahrscheinliche Art von Toralus, der Kern des Holzes, ableitet. Den meisten Niedersachsen ist dieses Wort unbekannt. Der Dotter heißt bey ihnen Döl. Beyder Abstammung ist ungewiß. Da im Schwed. taet, und im Isländ. thiettr, dicht, thietta in der letztern Sprache aber verdicken, und Thiette dicke Milch, coagulum, bedeutet, so stehet es dahin, ob nicht der Dotter davon benannt worden, da er doch in Vergleichung mit dem Weißen, ein coagulum ist. In den niedrigsten Sprecharten wird auch der verdickte Auswurf aus der Nase ein Dotter genannt. Da das Labkraut, Galium, L. im Schwedischen Taetgraes heißt, weil es die Milch gerinnen macht, so würde dieses Wort alsdann auch eine bequeme Ableitung für den Deutschen Nahmen der Cuscuta an die Hand geben, wenn nur ihre coagulirende Kraft erst erweislich wäre. S. 3 Dotter.
 
Artikelverweis Die
Dotterblume, plur. die -n, ein Nahme, welchen vornehmlich zwey Arten gelber Blumen haben, und die Pflanzen, die sie hervorbringen. 1) Die Caltha palustris, L. welche auch Wiesenblume, Bachblume, Kühblume, Mattenblume, Ringelblume, Butterblume, Schmalzblume u. s. f. genannt wird. 2) Das Leontodon Taraxacum, L. welches sonst auch Löwenzahn, Mönchskopf, Butterblume, Schmalzblume genannt wird. Beyde Pflanzen haben wohl von ihren gelben Blumen, die der Farbe des Eydotters gleich kommen, den Nahmen.
 
Artikelverweis Das
Dotterbrot, des -es, plur. die -e, eine Art Zuckergebackenes, welches aus Zucker und Eydottern verfertiget wird.
 
Artikelverweis 
Dottergêlb, adj. et adv. der gelben Farbe des Eydotters gleich.
 
Artikelverweis Das
Dotterkraut, des -es, plur. inus. an einigen Orten eine Benennung des wilden Senfes. S. Adelung Senf.
 
Artikelverweis Die
Dotterweide, plur. die -n, eine Art Weiden, welche sich durch ihre orange-gelbe Rinde von allen übrigen Arten unterscheidet,

[Bd. 1, Sp. 1531]


daher sie auch die gelbe Weide, ingleichen die Goldweide genannt wird; Salix vitellina, L.
 
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1. Der Dráche, des -n, plur. die -n, in einigen Gegenden, ein Nahme des Änterichs. Man hat verschiedene Spuren, daß dieses Wort ehedem nicht nur das männliche Geschlecht der Thiere, sondern auch überhaupt einen Mann, und besonders einen tapfern Mann bedeutet habe. S. Adelung Änterich, ingleichen Ihre Gloss. v. Drake. In dem Salischen Gesetze ist Drace ein junges Schwein.

 

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