Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Dóppel-Fagótt bis Doppellauter (Bd. 1, Sp. 1519 bis 1520)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Dóppel-Fagótt, des -es, plur. die -e, ein Fagott, der noch unter das tiefste C gehet, im Gegensatze des Chor-Fagottes, oder Choristen-Fagottes. Gehet er eine Quinte tiefer, oder bis in das F, so heißt er ein Quint-Fagott; gehet er aber nur bis in das G unter dem großen C, so wird er ein Quart-Fagott genannt.
 
Artikelverweis Die
Doppelflinte, plur. die -n, eine Flinte mit zwey Läufen.
 
Artikelverweis Die
Doppelfuge, plur. die -n, in der Musik, eine Fuge, in welcher noch ein anderer schicklicher Satz mit dem Hauptsatze verbunden wird.
 
Artikelverweis Die
Doppelgeige, plur. die -n, ein Nahme, welchen zuweilen die Viole d'amour im Deutschen führet.
 
Artikelverweis Das
Doppelgold, des -es, plur. car. bey den Goldschlägern, eine Sorte sehr starker Goldblätter, messingene und eiserne Arbeiten damit über dem Feuer zu vergolden.
 
Artikelverweis Der
Doppelhaken, des -s, plur. ut nom. sing. eine größten Theils veraltete Art schwerer Feuerröhre mit einem Luntenschlosse,

[Bd. 1, Sp. 1520]


welche bis 8 Loth Bley schießen. Sie werden bey dem Abfeuern durch eine Gabel unterstützt, und in der gehörigen Lage erhalten. Sie führen diesen Nahmen zum Unterschiede von den Hakenbüchsen, welche nur 4 Loth schießen. S. Adelung Haken. Nieders. Duppelhake, Böhm. Tuplhak.
 
Artikelverweis Die
Doppelharfe, plur. die -n, eine Art großer Harfen, welche bis 43 starke messingene Saiten hat.
 
Artikelverweis Der
Doppelhäuer, des -s, plur. ut nom. sing. im Bergbaue, ein Häuer, welcher anstatt vier Stunden, sechs bis acht Stunden an der Arbeit ist, und 27 Groschen Lohn bekommt. S. Häuer.
 
Artikelverweis 
Doppelhêrzig, adj. et adv. für falsch; ein Wort welches nur selten gebraucht wird, so wie das davon gemachte Hauptwort die Doppelherzigkeit, plur. inus.
 
Artikelverweis Der
Doppellaut, des -es, plur. die -e, in der Sprachkunst, ein doppelter Laut, ein Diphthong, d. i. ein Laut, der aus zwey Selbstlauten entstehet, wenn sie mit Einer Öffnung des Mundes ausgesprochen werden, und gleichsam in Einen Laut zusammen fließen. Dergleichen Doppellaute sind ai, ay, au, äu, ei, ey, eu, weil beyde Selbstlaute deutlich gehöret werden, aber doch in Einen Laut zusammen schmelzen. Nach diesem Begriffe fallen also nicht nur aa, ee und ie aus der Zahl der Doppellaute weg, weil sie, so wie ah, eh, Zeichen gedehnter Selbstlaute sind, sondern auch ä, ö und ü, weil sie wahre einfache Laute sind. S. Adelung Aa, Ä und Ie.
 
Artikelverweis Der
Doppellauter, des -s, plur. ut nom. sing. das Zeichen eines Doppellautes, dergleichen ai, ay, au u. s. f. sind, so fern sie als Zeichen betrachtet werden. S. Adelung Laut und Lauter.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: