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Dompfaff bis Donlaite (Bd. 1, Sp. 1514 bis 1515)
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Artikelverweis Der Dompfaff, des -en, plur. die -en. 1) In den niedrigsten Mundarten, ein Domherr; Nieders. Dompape. 2) Figürlich, besonders in Niedersachsen, ein Sangvogel, welchen Klein zu den Dickschnäblern, andere aber zu den Finken rechnen, und der im Hoch- und Oberdeutschen unter dem Nahmen Gimpel am bekanntesten ist; Pyrrhula, L. Den Nahmen eines Dompfaffen, oder Domherren hat er seinem schwarzen Scheitel zu danken, welcher ihm das Ansehen einer schwarzen Kappe gibt Wegen der rothen Brust, die das Männchen hat, wird er auch Blutfink, Goldfink, Rothfink, Rothschlägel, Rothgimpel, Rothvogel, wegen seines Geschreyes im Oberdeutschen auch Hahle und Quetsch, sonst aber auch Lohfink, Lüch, Laubfink, vielleicht, weil er streicht, wenn das Laub abfällt, im Engl. Bullfinch, Alp oder Nope, im Franz. Pivoine, genannt.
 
Artikelverweis Der
Dōmprōpst, des -es, plur. die -pröpste, der Propst an einem Domstifte, S. Adelung Propst.
 
Artikelverweis Die
Domschnêpfe, plur. die -n, eine Art Schnepfen mit einem flachen und am Ende niedergebogenen Schnabel; Falcinellus, L. Dän. Ryle.
 
Artikelverweis Das
Domstift, des -es, plur. die -e, eine Domkirche mit allem ihrem Zubehör. Ingleichen ein Dom Capitel und dessen Bischof oder Erzbischof, als ein Ganzes betrachtet. S. Adelung Stift.
 
Artikelverweis Der
Donāt, des -es, plur. die -e, eine Lateinische Sprachlehre für Schulen, von dem Aelius Donatus, einem Sprachlehrer des 4ten Jahrhundertes, dessen Grammatik viele Jahrhunderte hindurch in den Schulen üblich war. Daher der Donat-Schnitzer, ein Fehler wider die Lateinische Sprachlehre.
 
Artikelverweis Das
Donbrêt, des -es, plur. die -er, im Bergbaue, Breter, welche in einem donlegen Schachte die Länge nach auf das Liegende befestiget, und auf die Donhölzer angenagelt werden. S. Adelung Donholz und Donlege.
 
Artikelverweis Die
Done, S. Adelung Dohne.
 
Artikelverweis Das
Dōnsách, des -es, plur. die -fächer, in dem Bergbaue, die Weite zwischen einem Donholze zu dem andern in donlegen Schächten. S. das folgende, ingleichen Donlege.
 
Artikelverweis Das
Donholz, des -es, plur. die -hölzer. 1) Diejenigen Hölzer, welche in donlegen Schächten quer auf das Liegende befestiget werden, die Donbreter oder Donlatten darauf anzunageln. 2) In den Schmelzhütten sind es starke Zimmerhölzer auf dem Pfalbaume und unter dem Rahmstücke, worauf die Bälge liegen und fallen. Sie gehen donlege, d. i. allmählich schräge nieder, und werden in der gemeinen Mundart der Bergleute auch Dombhölzer, Domhölzer, genannt.

[Bd. 1, Sp. 1515]



 
Artikelverweis Die
Donlage, plur. die -n. 1) In dem Bergbaue, die abhängige Richtung eines Ganges oder einer andern Fläche; ohne Plural. S. Adelung Donlege. 2) Eine abhängige Fläche selbst.
 
Artikelverweis Die
Donlaite, plur. die -n, in dem Bergbaue, Latten, welche in donlegen Schächten der Länge nach auf die Donhölzer angenagelt werden, damit vermittelst derselben die Kübel desto leichter herauf gezogen werden können. S. das folgende.

 

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