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Dōm-Dếchant bis Domstift (Bd. 1, Sp. 1513 bis 1514)
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Artikelverweis Der Dōm-Dếchant, des -es, plur. die -e, der Dechant eines Domstiftes, oder in dem Capitel an einer Domkirche. S. Adelung Dechant.
 
Artikelverweis Die
Domfrau, plur. die -en, an einigen Orten so viel als eine Canonissinn oder Chorfrau. Dom wird in dieser Zusammensetzung in weiterer Bedeutung genommen, in welcher zuweilen auch eine Collegial-Kirche ein Dom genannt wird.
 
Artikelverweis Der
Domhêrr, des -en, plur. die -en, eigentlich ein Chor- oder Capitelsherr an einer Domkirche, oder an einer Kirche, an welcher sich ein Erzbischof oder Bischof befindet. In weiterer Bedeutung zuweilen auch ein Chor- oder Stiftsherr an einer Collegial-Kirche, ein Canonicus. Daher domherrlich oder domherrisch, adj. et adv. den Domherren gehörig. Domherrliche oder domherrische Güter. S. auch Dompfaff, ingleichen Canonicus.
 
Artikelverweis Der
Domicellār, des -en, plur. die -en, oder der Domicellar-Herr, des -en, plur. die -en, an einigen hohen Domstiften die jungen Chorherren, welche noch nicht Sitz und Stimme in dem Capitel haben, zum Unterschiede von den Capitular- oder eigentlichen Domherren; aus dem Latein. Domicellus, ein junger Herr.

[Bd. 1, Sp. 1514]



 
Artikelverweis Der
Dominicāner, des -s, plur. ut nom. sing. oder der Dominicaner-Mönch, Fämin. die Dominicanerinn, plur. die -en, oder die Dominicaner-Nonne, ein Mönch, oder eine Nonne von dem Orden des heil. Dominicus, der 1225 gestiftet worden, und theils der Regel des heil. Augustini, theils auch den Vorschriften seines Stifters folget. Zu Paris heißen sie Jacobiner, im Deutschen aber auch Predigermönche. Daher der Dominicaner- Orden, das Dominicaner-Kloster u. s. f.
 
Artikelverweis Der
Dōmino, subst. indecl. ein lustiger Masken-Habit, welcher bis auf die Knöchel gehet. Ehedem war es eine Tracht der Geistlichen im Winter, welche den Kopf und das Gesicht vor der Witterung bedeckte, und nur bis über die Schultern ging; daher sie von den geistlichen Herren im Ital. und Franz. auch den Nahmen Domino bekam. S. des du Fresne Glossar. v. Domino.
 
Artikelverweis Die
Domkirche, plur. die -n, eigentlich eine Kirche mit einem Dome, d. i. einer Kuppel; doch nur noch figürlich, eine Kirche, an welcher sich ein Bischof oder Erzbischof befindet. S. Adelung Dom.
 
Artikelverweis Der
Dompfaff, des -en, plur. die -en. 1) In den niedrigsten Mundarten, ein Domherr; Nieders. Dompape. 2) Figürlich, besonders in Niedersachsen, ein Sangvogel, welchen Klein zu den Dickschnäblern, andere aber zu den Finken rechnen, und der im Hoch- und Oberdeutschen unter dem Nahmen Gimpel am bekanntesten ist; Pyrrhula, L. Den Nahmen eines Dompfaffen, oder Domherren hat er seinem schwarzen Scheitel zu danken, welcher ihm das Ansehen einer schwarzen Kappe gibt Wegen der rothen Brust, die das Männchen hat, wird er auch Blutfink, Goldfink, Rothfink, Rothschlägel, Rothgimpel, Rothvogel, wegen seines Geschreyes im Oberdeutschen auch Hahle und Quetsch, sonst aber auch Lohfink, Lüch, Laubfink, vielleicht, weil er streicht, wenn das Laub abfällt, im Engl. Bullfinch, Alp oder Nope, im Franz. Pivoine, genannt.
 
Artikelverweis Der
Dōmprōpst, des -es, plur. die -pröpste, der Propst an einem Domstifte, S. Adelung Propst.
 
Artikelverweis Die
Domschnêpfe, plur. die -n, eine Art Schnepfen mit einem flachen und am Ende niedergebogenen Schnabel; Falcinellus, L. Dän. Ryle.
 
Artikelverweis Das
Domstift, des -es, plur. die -e, eine Domkirche mit allem ihrem Zubehör. Ingleichen ein Dom Capitel und dessen Bischof oder Erzbischof, als ein Ganzes betrachtet. S. Adelung Stift.

 

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