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Distelvogel bis Döbeln (Bd. 1, Sp. 1504 bis 1505)
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Artikelverweis Der Distelvogel, des -s, plur. die -vögel, S. Adelung Distelfink.
 
Artikelverweis Der
Distríct, des -es, plur. die -e, ein Bezirk, eine Gegend, welche unter einem gewissen Gerichtszwange, oder unter eines Gebiethe stehet. Es ist aus dem mittlern Lateinischen Districtus, welches so wohl die Ausübung des Gerichtszwanges und einer jeden oberherrschaftlichen Gewalt, als auch den Bezirk derselben bedeutete. S. des du Fresne Glossar. v. Distringere.
 
Artikelverweis Das
Ditchen, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Brachvogel.
 
Artikelverweis Die
Dithyrámbe, plur. die -n, bey den ältern Griechen, eigentlich ein Gedicht, welches zum Lebe des Bachus an seinen Festen gesungen wurde. Hernach auch in weiterer Bedeutung, eine jede Ode, in welcher eben derselbe erhabene und kühne Schwung herrschet, welcher den eigentlichen Dithyramben eigen war. S. Cicero de opt. gen. dic.
 
Artikelverweis Der
Dīwan, des -s, plur. inus. der Staatsrath des Türkischen Kaisers, in welchem der Groß-Wessir den Vorsitz hat. Vollständig heißt dieser Nahme im Türkischen Gälebe Diwān.
 
Artikelverweis * Der
Dobber, des -s, plur. ut nom. sing. ein nur in Niedersachsen übliches Wort, in der Schifffahrt ein Holz anzudeuten, welches über dem Anker schwimmt, und die Stelle zeiget, wo derselbe lieget. S. 2 Döbel. Gemeiniglich wird dieses Zeichen auch eine Boje genannt; S. dieses Wort.
 
Artikelverweis 
1. Der Döbel, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art eßbarer Weißfische mit einem dicken Kopfe und breiten silberfarbenen Schuppen; Cyprinus Dobula, L. S. Adelung Alant. In Meißen und Brandenburg lautet dieser Nahme mehrentheils Diebel. An einigen Orten heißt dieser Fisch auch Mauser oder Mäuser, weil er Mäuse essen soll, an andern Dickkopf, Bratfisch. Sein Böhmischer Nahme ist Tlausst.

[Bd. 1, Sp. 1505]



 
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2. Der Döbel, des -s, plur. ut nom. sing. im gemeinen Leben, ein Zapfen, ein Pflock. So nennen die Mäurer und andere Arbeitsleute den hölzernen Pflock, welcher in die Mauer getrieben wird, etwas darin zu befestigen, einen Döbel. Bey den Faßbindern sind es stumpfe hölzerne Nägel, womit die Bodenstücke an einander gefüget werden, bey den Steinmetzen eiserne Bolzen, mit welchen auf ähnliche Art die Steine an einander gefüget werden, bey den Wagnern hölzerne Pflöcke, die Felgen eines Rades an einander zu befestigen, bey den Schlössern, ähnliche eiserne Zapfen, welche durch zwey Stücke gehen, die man mit einander vereinigen will, u. s. f. In den gemeinen Mundarten wird dieses Wort bald Debel, bald Diebel, bald aber auch Dobbel ausgesprochen. Vermuthlich gehöret dieses Wort zu einem alten Stamme, der ehedem schlagen bedeutet hat, wie das Griechische τυπτειν und von welchem dupfen, und rüpfen, stopfen, Fußstapfen u. a. m. noch als Intensiva übrig sind. S. auch Dubhammer, Dobber und Dāube. Das Nieders. Tappen, im Hoch- und Oberdeutschen ein Zapfen, scheinet gleichfalls hierher zu gehören, und auch ein Intensivum von dobben, dubben, stechen, stoßen, schlagen, zu seyn.
 
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3. Der oder das Döbel, des -s, plur. car. bey den Landleuten in Obersachsen, eine Art Unkrautes, welches unter dem Getreide, besonders aber unter der Gerste und dem Hafer wächset, und einen dünnen Halm mit einer zweyzeiligen langen Ähre hat.
 
Artikelverweis Der
Döbelboden, des -s, plur. die -böden, im gemeinen Leben, der Fußboden zwischen zwey Stockwerken, wo der Raum zwischen zwey Hauptbalken mit dicht an einander gelegten Balken ausgefüllet ist, welche mit zur Seite eingebohrten Döbeln verbunden werden. So fern ein solcher Boden dem untern Zimmer zur Decke dienet, heißt er auch eine Döbeldecke.
 
Artikelverweis 
Döbeln, verb. reg. act. mit Döbeln verbinden. Ein Faß, oder den Boden eines Fasses döbeln, bey den Faßbindern, die Bodenstücke durch Döbel an einander fügen.

 

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