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Dingepfennig bis Dingmann (Bd. 1, Sp. 1501)
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Artikelverweis * Der Dingepfennig, des -es, plur. die -e, S. Adelung Angabe.
 
Artikelverweis *
Dingflüchtig, adj. et adv. in den Rechten zuweilen noch, den Gerichten entflohen. Er ist dingflüchtig geworden, ist den Gerichten entflohen. Ein Dingflüchtiger. Das Hauptwort die Dingflucht war ehedem gleichfalls üblich. S. 1 Ding.
 
Artikelverweis * Der
Dingfrieden, des -s, plur. car. in einigen, besonders Niedersächsischen Gegenden, zuweilen noch die Unverletzlichkeit der Gerichtsstellen. Den Dingfrieden brechen. S. 1 Ding.
 
Artikelverweis * Das
Dinggericht, des -es, plur. die -e, an einigen Orten, ein Dorf- oder Bauerngericht, worin besonders die Rügen angebracht werden. S. Adelung Feldgericht. Gericht scheinet in dieser Zusammensetzung bloß eine Erklärung des unbekannt gewordenen Wortes Ding zu seyn.
 
Artikelverweis * Der
Dinggräf, des -en, plur. die -en, in den obigen Gegenden, der Vorsteher, oder Richter in einem Dinggerichte, der an andern Orten auch ein Bauermeister heißt.
 
Artikelverweis * Der
Dinghof, des -es, plur. die -höfe. 1) Ein Ort, wo der Gerichtsherr den Landleuten das Recht spricht, an einigen Orten; von Ding, das Gericht. Daher der Dinghofsherr, der Besitzer eines solchen Gerichtes; der Dinghofsmann, dessen Beysitzer, welche in Schleßwig Dinghörer, an andern Orten auch Dingmänner genannt werden. 2) Ein Hof, der einem Lehensmanne mit der Bedingung verliehen wird, etwas bestimmtes davon zu leisten, oder sich widrigen Falls einer gewissen Strafe zu unterwerfen; Curia dominicalis, von Ding, ein Vertrag. In der Schweiz, Elsaß und am Niederrheine sind dergleichen Höfe noch sehr häufig. Besonders führen daselbst diesen Nahmen diejenigen Höfe, auf welchen die so genannten Kutscherzinsen haften. Am Niederrheine wird oft eine jede Meierey, ein jeder leibeigener Hof, ein Dinghof genannt.
 
Artikelverweis * Der
Dinghörer, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Dinghof 1.
 
Artikelverweis * Der
Dingkauf, des -es, plur. die -käufe, an einigen Orten, ein außerordentliches Gericht, welches auf Kosten des Klägers gehalten und dadurch gleichsam gekaufet wird; S. 1 Ding.
 
Artikelverweis 1. *
Dinglich, adj. et adv. gerichtlich, zum Gericht gehörig, ein Wort, welches im Hochdeutschen völlig veraltet ist; S. 1 Ding.
 
Artikelverweis 
2. Dinglich, adj. et adv. von Ding, so fern es eine Sache, im Gegensatze einer Person ausdruckt, in den Rechten, was einem Dinge oder einer Sache zukömmt, im Gegensatze des Persönlichen. Das dingliche Recht, jus reale. Einige Sprachlehrer haben auch das ungewisse Geschlecht das dingliche nennen wollen. Allein da die Voraussetzung sehr unrichtig war, so haben sie auch wenig Beyfall damit gefunden.
 
Artikelverweis * Der
Dingmann, des -es, plur. die -leute, S. Adelung Dinghof 1.

 

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