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Dienstbothe bis Dienstgêld (Bd. 1, Sp. 1489)
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Artikelverweis Der Dienstbothe, des -n, plur. die -n, eine Person männlichen oder weiblichen Geschlechtes, welche sich gegen Kost und Lohn zu niedrigen häuslichen Diensten verpflichtet. Er ist mein Dienstbothe, sie ist mein Dienstbothe. Die Dienstbothen, das Gesinde. Nieders. Deenstbade, Deenstbar. Es scheinet, daß man mit diesem Worte eigentlich auf die Verbindlichkeit dieser Personen gesehen, sich von ihrer Herrschaft verschicken zu lassen.
 
Artikelverweis Der
Dienstbrief, des -es, plur. die -e. 1) Bey einigen Handwerkern, ein schriftliches Zeugniß, daß ein Gesell wirklich bey einem Meister gedienet, oder gearbeitet habe; die Kundschaft. 2) Im gemeinen Leben zuweilen auch eine Bestellung oder Urkunde, worin jemanden ein Dienst, d. i. ein Amt, versprochen wird.
 
Artikelverweis Der
Diēnstdrếscher, des -s, plur. ut nom. sing. auf dem Lande einiger Gegenden, ein Drescher, welcher dem Gutsherren zur Frohne dreschen muß.
 
Artikelverweis Der
Diensteifer, des -s, plur. car. der Eifer, seinem Dienste, d. i. seinem Amte, nach seinen Obliegenheiten ein Genüge zu thun. Zuweilen auch der Eifer, andern zu dienen, d. i. ihnen Gefälligkeiten zu erweisen.
 
Artikelverweis 
Dienstergêben, -er, -ste, adj. et adv. welches nur zuweilen in den Unterschriften der Briefe an Geringere gebraucht wird, geneigt zu dienen. Ich bin ihr dienstergebener, oder dienstergebenster Diener.
 
Artikelverweis 
Dienstfêrtig, -er, -ste, adj. et adv. fertig, d. i. bereit und geneigt, andern zu dienen, d. i. ihnen auch mit eigner Mühe und Beschwerde Gefälligkeiten zu erweisen. Ein dienstfertiger Mensch. Er hat ein dienstfertiges Gemüth.
 
Artikelverweis Die
Dienstfertigkeit, plur. car. die Bereitwilligkeit, andern auch ohne Vergeltung Gefälligkeiten zu erweisen.
 
Artikelverweis 
Dienstfreundlich, adj. et adv. ein widersinnig zusammen gesetztes Wort, welches auch nur von der niedrigen Höflichkeit im gemeinen Leben gebraucht wird. Mein Bruder lässet dich dienstfreundlich grüßen, freundlich mit Erbiethung seiner Dienste.
 
Artikelverweis 
Dienstfrey, adj. et adv. von gewissen Diensten befreyet. Ein dienstfreyes Gut, welches keine Frohn- und Hofdienste zu leisten hat.
 
Artikelverweis 
Dienstgeflissen, adj. et adv. S. Adelung Dienstbeflissen.
 
Artikelverweis Das
Dienstgêld, des -es, plur. von mehrern Summen, die -er, an einigen Orten dasjenige Geld, welches die Bauern anstatt der zu leistenden Frohndienste an die Grundherrschaft bezahlen. In den Churbraunschweigischen Landen führet auch dasjenige Geld, welches die Juden den geschlossenen adeligen Gerichten für den Schutz entrichten müssen, diesen Nahmen.

 

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