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Diamanten bis Dicht (Bd. 1, Sp. 1475)
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Artikelverweis  Diamanten, oder Demanten, adj. et adv. von Diamanten, oder mit Diamanten besetzt. Ein diamantenes Kreuz. Diamantene Halsbänder. Ein diamantener Ring. Figürlich, in der höhern Schreibart, glänzend, ingleichen sehr hart, unverletzlich. Er (der Winter) deckt den donnernden Strom mit diamantenem Schilde, Raml.
 
Artikelverweis Das
Diamantengewicht, des -es, plur. inus. eine Art des Gewichtes, welches in dem Edelsteinhandel gebraucht wird, und wo vier Gran ein Karat machen.
 
Artikelverweis Die
Diamantgrube, oder Demantgrube, plur. die -n, ein Flötz, in welchem echte Diamanten gebrochen werden.
 
Artikelverweis Die
Diamantkugel, oder Demantkugel, plur. die -n, bey den Liebhabern des Mineralreiches, eine Art runder hohler Steine, welche inwendig mit klaren Krystallen, welche den Diamanten gleichen, besetzt sind.
 
Artikelverweis Die
Diamantmutter, oder Demantmutter, plur. die -mütter, eine Steinart, welche inwendig echte oder unechte Diamanten enthält.
 
Artikelverweis Der
Diamantschneider, oder Demantschneider, des -s, plur. ut nom. sing. ein Steinschneider, welcher vornehmlich Diamanten bearbeitet.
 
Artikelverweis Die
Diāne, plur. inus. in dem Kriegeswesen einiger Provinzen, der Trommelschlag bey anbrechendem Tage, welcher am häufigsten die Reveille genannt wird; aus dem Französischen und Spanischen Diane, Diana, und dieß von dem Span. Dia, der Tag, dies.
 
Artikelverweis Die
Dianen-Amsel, plur. die -n, bey den Schriftstellern des Naturreiches, eine Art Amseln oder Drosseln, welche unter dem Nahmen der Ringeldrossel am bekanntesten ist; S. dieses Wort.
 
Artikelverweis Der
Dianen-Baum, des -es, plur. die -Bäume, ein chymisches Product, da man durch ein in Salpeter-Säure aufgelösetes und durch Quecksilber niedergeschlagenes Silber eine baumförmige Zusammenfügung der Silbertheile erhält; von Diane, so ferne dieses Wort bey den Chymisten so viel als Silber bedeutet, der Silberbaum.
 
Artikelverweis 
Dich, der Accus. Singul. des persönlichen Fürwortes du; S. Adelung Du.
 
Artikelverweis 
Dicht, -er, -este, adj. et adv. 1) Eigentlich, dessen Theile genau mit einander verbunden sind. Ein dichter, d. i. fester, Zeug. Eine dichte, derbe, Leinwand. Ein dichter Zaun. Dichtes Holz, welches fest und nicht wurmstichig ist. Das Faß ist nicht dicht, hat Ritzen. Hier will ich die Zweige der Linden zu einer dichten Laube zusammen flechten, Dusch. 2) In weiterer Bedeutung, viele und nahe bey einander befindliche Theile habend. Ein dichter Wald, der aus vielen nahe bey einander stehenden Bäumen bestehet. Unter dem Schatten dichter Bäume, Dusch. Bey frühem Morgen kam der arme Amyntas aus dem dichten Hain, Geßn. Dichtes Haar. Ein dichter Haufen Leute. O du, dessen Wort aus der dichten Finsterniß einen Funken heraus schlug! Ebert. Die dichte Nacht, Dusch.
   Die Fremden besser zu erfreuen,
   Umsteckt der milde Wirth den Tisch mit dichten Meyen,
   Haged.
   Des Lebens Purpur steht, und jeder Saft wird dicht,
   Hall. Im gemeinen Leben ist dafür dick gebräuchlich. Für dichtes Gold, dichtes Silber, 2 Mos. 25, 36. 4 Mos. 10, 2, ist jetzt gediegenes Gold, gediegenes Silber üblicher. 3) Nahe, als ein Nebenwort; doch nur in der Niedersächsischen Mundart. Dicht an dem Rande, Dusch. Einzelne Plagen sind selten, sie folgen einander dicht auf dem Fuße nach, Ebert.
   Der Leichenweg ging dicht an einer Hecke hin,
   Gell. Im Hochdeutschen klingt dieser Gebrauch unangenehm. 4) Figürlich, sehr, in der niedrigen Sprechart. Sich einen dichten Rausch trinken. Jemanden dicht abprügeln.
   Anm. Dicht, dick, gedeihen und gediegen, sind in Ansehung der Abstammung und Bedeutung genau mit einander verwandt. Das Stammwort ist vermuthlich das Goth. thaijan und Angels. thean, aufschwellen, aufquellen, wovon im Nieders. noch dijen in eben derselben Bedeutung üblich ist. In dem Fragmente eines alten Gedichtes auf Carls des Großen Feldzug, bey dem Schilter, kommt thich für dick vor. Im Engl. lautet dicht tight, im Dänischen digt, im Schwed. taet, und im Finnischen tihcu. S. Adelung Dick.

 

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