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Diamánt bis Dianen-Amsel (Bd. 1, Sp. 1474 bis 1475)
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Artikelverweis Der Diamánt, des -es, plur. die -en, der schwereste, festeste und durchsichtigste Edelstein, welcher daher auch für den kostbarsten unter allen gehalten wird, gemeiniglich ohne alle Farbe, wie helles Wasser ist, zuweilen aber doch in alle übrige Farben spielet. Der Böhmische, unechte oder occidentalische Diamant, im Gegensatze des echten oder orientalischen, ist nichts anders als ein harter, wasserheller, durchsichtiger Quarz oder Kiesel. Nach der verschiedenen Art ihn zu schleifen, bekommt er verschiedene besondere Nahmen. S. Adelung Brillant, Dickstein, Tafelstein, Rautenstein und Rosenstein.
   Anm. dieses Wort ist aus dem Griech.αδαμας, aus welchem die Deutschen, Franzosen, Holländer, Pohlen, Ungarn und Böhmen, mit Wegwerfung des α, Diamant gemacht haben. Vor Alters sagte man im Deutschen auch Ademant, wovon noch Demant hin und wieder üblich ist. In einigen Mundarten lautet der Plural auch die Diamante, oder die Demante.

[Bd. 1, Sp. 1475]



 
Artikelverweis Das
Diamantbort, des -es, plur. inus. ein unreiner Diamant, besonders wenn er gepülvert ist, da denn dieses Pulver zum Schleifen des reinen Diamantes gebraucht wird. Die letzte Hälfte scheinet das Nieders. Bord, Rand, zu seyn, weil dieser unreine Diamant von vielen für die Mutter des reinen gehalten wird, das Wort selbst aber aus Holland herstammet.
 
Artikelverweis Die
Diamantdruse, oder Demantdruse, plur. die -n, bey den Liebhabern des Mineralreiches, eine abgestümpfte Quarzdruse, wo die Quarze keine Spitzen haben, und bald stehen, bald liegen; von einiger Ähnlichkeit mit den Diamanten.
 
Artikelverweis 
Diamanten, oder Demanten, adj. et adv. von Diamanten, oder mit Diamanten besetzt. Ein diamantenes Kreuz. Diamantene Halsbänder. Ein diamantener Ring. Figürlich, in der höhern Schreibart, glänzend, ingleichen sehr hart, unverletzlich. Er (der Winter) deckt den donnernden Strom mit diamantenem Schilde, Raml.
 
Artikelverweis Das
Diamantengewicht, des -es, plur. inus. eine Art des Gewichtes, welches in dem Edelsteinhandel gebraucht wird, und wo vier Gran ein Karat machen.
 
Artikelverweis Die
Diamantgrube, oder Demantgrube, plur. die -n, ein Flötz, in welchem echte Diamanten gebrochen werden.
 
Artikelverweis Die
Diamantkugel, oder Demantkugel, plur. die -n, bey den Liebhabern des Mineralreiches, eine Art runder hohler Steine, welche inwendig mit klaren Krystallen, welche den Diamanten gleichen, besetzt sind.
 
Artikelverweis Die
Diamantmutter, oder Demantmutter, plur. die -mütter, eine Steinart, welche inwendig echte oder unechte Diamanten enthält.
 
Artikelverweis Der
Diamantschneider, oder Demantschneider, des -s, plur. ut nom. sing. ein Steinschneider, welcher vornehmlich Diamanten bearbeitet.
 
Artikelverweis Die
Diāne, plur. inus. in dem Kriegeswesen einiger Provinzen, der Trommelschlag bey anbrechendem Tage, welcher am häufigsten die Reveille genannt wird; aus dem Französischen und Spanischen Diane, Diana, und dieß von dem Span. Dia, der Tag, dies.
 
Artikelverweis Die
Dianen-Amsel, plur. die -n, bey den Schriftstellern des Naturreiches, eine Art Amseln oder Drosseln, welche unter dem Nahmen der Ringeldrossel am bekanntesten ist; S. dieses Wort.

 

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