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Deichselarm bis Deichselstein (Bd. 1, Sp. 1439 bis 1440)
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Artikelverweis Der Deichselarm, des -es, plur. die -e, zwey hölzerne Arme an dem Vorderwagen, zwischen welchen die Deichsel befestiget wird; die Vorderarme, zum Unterschiede von den Hinterarmen.
 
Artikelverweis Das
Dēichselblếch, des -es, plur. die -e, ein Blech, mit welchem die Deichsel eines Wagens vorn beschlagen wird.
 
Artikelverweis Das
Deichseleisen, des -s, plur. ut nom. sing. ein eiserner Steigbügel, welcher den rechten Fuß der Fuhrleute vor der Beschädigung von der Deichsel verwahret.
 
Artikelverweis Das
Deichselgêld, des -es, plur. von mehrern Summen, die -er, an einigen Orten in Sachsen, dasjenige Geld, welches den

[Bd. 1, Sp. 1440]


Frohnfuhren, wenn sie über Nacht ausbleiben, zur Zehrung und zum Stallgelde gegeben wird, und ungefähr 5 Gr. für den Wagen beträgt.
 
Artikelverweis Die
Deichselkêtte, plur. die -n, eine Kette, vermittelst welcher die Brustkette der Pferde an die Deichsel gehängt wird; die Haltkette, weil sie zugleich zur Aufhaltung des Wagens dienet.
 
Artikelverweis Der
Deichselnagel, des -s, plur. die -nägel, ein eiserner Nagel oder Bolzen, womit die Deichsel an die Deichselarme befestiget wird.
 
Artikelverweis Der
Deichselpfênnig, des -es, plur. die -e, an eingen Orten, eine Art Zoll oder Brückengeld von dem Fuhrwesen, welcher oft in Distelpfennig verderbt wird.
 
Artikelverweis Das
Dēichselpfrd, des -es, plur. die -e, ein Pferd, welches neben der Deichsel ziehet; das Stangenpferd, im Gegensatze der Riemenpferde, welche von der Deichsel gehen.
 
Artikelverweis Das
Deichselrêcht, des -es, plur. die -e, das Recht, die Deichsel seines Wagens durch ein Loch in der Scheuer in des Nachbars Hof oder Garten zu stecken.
 
Artikelverweis Der
Deichselring, des -es, plur. die -e, ein eiserner Ring, vermittelst dessen die Deichselkette an die Deichsel gesteckt wird. Ingleichen ein Ring, welcher die Deichsel mit den Deichselarmen vereiniget.
 
Artikelverweis Der
Deichselstein, des -es, plur. die -e, in einigen Gegenden, z. B. in Thüringen, Steine, mit welchen die Fahrwege, so weit sie seitwärts ausgetrieben werden können, in der Mitte bezeichnet werden.

 

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