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Deichrolle bis 1. Die Deichsel (Bd. 1, Sp. 1438 bis 1439)
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Artikelverweis Die Deichrolle, plur. die -n, S. Adelung Deichbuch.
 
Artikelverweis Die
Deichrüge, plur. die -n, die Mängel, welche die Deichschauer an jemandes Deichpfande gewahr werden.
 
Artikelverweis Das
Deīchschārt, des -es, plur. die -e, ein Einschnitt in den obern Theil des Deiches zur Viehtrift.
 
Artikelverweis Der
Deichschatz, des -es, plur. inus. der Beytrag an Gelde zur Unterhaltung eines Deiches.
 
Artikelverweis Die
Deichschau, plur. die -en, oder die Deichschauung, plur. die -en, die jährliche Besichtigung der Deiche und Dämme, welche von den Deichbeamten geschiehet. In dem Oldenburgischen werden des Jahres zwey Hauptdeichschauungen von dem Oberlanddrosten und Deichgräfen gehalten; außerordentliche geschehen in nöthigen Fällen. Daher das Deichschauungs-Protokoll; der Deichschauer, S. Adelung Deichbeschauer.

[Bd. 1, Sp. 1439]



 
Artikelverweis Der
Deichschlag, des -es, plur. die -schläge, derjenige Theil eines Deiches, welchen eine Gegend, oder auch ein Deichhalter im gehörigen Stande erhalten muß, und der mit eingeschlagenen Pfählen bemerket ist. Im Oldenburgischen hat jede Vogtey ihren Deichschlag, welcher wieder in besondere Erbpfänder vertheilet ist; S. Adelung Deichpfand und Schlag.
 
Artikelverweis Der
Deīchschóß, des -sses, plur. die -sse, ein Schoß, welcher zur Erhaltung eines Deiches gesammelt wird.
 
Artikelverweis Der
Deichschulze, des -n, plur. die -n, an einigen Orten, ein Aufseher über das Deichwesen.
 
Artikelverweis Der
Deichschütz, des -en, plur. die -en, oder der Deichschütter, des -s, plur. ut nom. sing. ein Unterbedienter, der das Vieh, wenn es unbefugter Weise auf den Deichen weidet, pfändet und eintreibet; von dem Nieders. schudden, schutten, pfänden. S. Schütz.
 
Artikelverweis Der
Deichseigener, des -s, plur. ut nom. sing. der Eigener oder Besitzer eines Antheiles an einem Deiche; ein Deichhalter.
 
Artikelverweis 
1. Die Deichsel, plur. die -n, eine kurzstielige Axt, horizontal damit zu hauen, verschiedener Holzarbeiter. Die Zimmerleute haben so wohl eine Flachdeichsel, welche gerade ist, als auch eine Hohldeichsel, deren Schneide krumm gebogen ist, etwas damit auszuhöhlen. Bey den Stellmachern ist sie gleichfalls krumm, bey den Sattlern aber gerade. Auch die Bötticher gebrauchen dieses Werkzeug.
   Anm. In den gemeinen Mundarten lautet dieses Werkzeug Dechsel, Dessel, Dissel, Distel, und ist in einigen Gegenden auch männlichen Geschlechtes. In den Monseeischen Glossen kommt Dehsala schon für eine Art vor. Das Böhmische Tesla und Tesak bedeutet eine Deichsel der Sattler und Wagener. Im Dänischen ist Dixel ein Handbeil. Es scheinet, daß dieses Wort auch zu dem alten diken, graben, aushöhlen, stechen, gehöret, von welchem Worte auch Deich, Stachel, stechen, und so viele andere Wörter abstammen. Die Endsylbe ist die Ableitungssylbe -el, ein Werkzeug zu bezeichnen.

 

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