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Dêckgarn bis Dêckwêrk (Bd. 1, Sp. 1431 bis 1432)
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Artikelverweis Das Dêckgarn, des -es, plur. die -e, S. Adelung Decknetz.
 
Artikelverweis Die
Dêcklêhne, S. Adelung Deckel.
 
Artikelverweis Der
Dêckmantel, des -s, plur. die -mäntel, eigentlich, ein Mantel, der zur Bedeckung dienet, in welcher Bedeutung es aber nicht üblich ist. Figürlich, der scheinbare Vorwand einer bösen Handlung. Jemanden unter dem Deckmantel der Freundschaft betriegen. Seinen Geitz unter dem Deckmantel der Sparsamkeit verbergen. Er braucht Gottes Langmuth zum Deckmantel seiner Boßheit. S. Adelung Mantel. In der edlern Schreibart gebraucht man dafür lieber Decke.
 
Artikelverweis Das
Dêckmêsser, des -s, plur. ut nom. sing. bey den Kohlenbrennern, ein rundes Messer an einem langen Stiele, die Deckreiser damit von den Bäumen zu reißen, oder zu schneiden.
 
Artikelverweis Das
Dêcknêtz, des -es, plur. die -e, eine Art Netze, Rebhühner, Wachteln u. s. f. damit zu fangen, wenn sie sich unter dem Schnee verborgen haben; das Deckgarn, Nachtgarn, Streichnetz.
 
Artikelverweis Die
Dêckplatte, plur. die -n, eine Art dünner gehauener Steine, Mauern, Thorpfeiler damit vor der Witterung zu bedecken; Decksteine.
 
Artikelverweis Der
Dêckrasen, des -s, plur. ut nom. sing. derjenige Rasen, mit welchem die Wände, Lustberge u. s. f. in den Gärten, und die Böschung des Grabens in dem Festungsbaue bedecket wird;

[Bd. 1, Sp. 1432]


in Niedersachsen Decksotten, Placksotten, von dem Nieders. Sudden, Sodden, Rasen.
 
Artikelverweis Das
Dêckreisig, des -es, plur. car. oder die Deckreiser, sing. inus. bey den Kohlenbrennern, die Äste und Reiser, mit welchen ein Kohlenmeiler bedecket wird.
 
Artikelverweis Der
Dêckstein, des -es, plur. die -e, S. Adelung Deckplatte. In den Schmelzhütten heißt derjenige Stein, welcher über das Kreuz der Anzucht geleget wird, gleichfalls der Deckstein.
 
Artikelverweis Das
Dêckwachs, des -es, plur. car. bey den Kupferstechern, eine Mischung von Wachs, Terpenthin u. s. f. die fehlerhaften Stellen einer Platte vor dem Ätzen damit zu bedecken oder bestreichen.
 
Artikelverweis Das
Dêckwêrk, des -es, plur. die -e, in dem Festungsbaue, alles dasjenige, wodurch das Innere der Laufgräben dem Anblicke des Feindes entzogen wird; das Blendwerk, Franz. Blindes. Gemeiniglich bestehet es aus Querbalken, welche über die Laufgräben gedecket werden. In dem Wasserbaue ist es eine Art von Bühnenbau, abhängige Ufer gegen das Wasser zu beschützen, zum Unterschiede von dem Packwerke.

 

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