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Dêckenríß bis Dêckrasen (Bd. 1, Sp. 1431)
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Artikelverweis Der Dêckenríß, des -sses, plur. die -sse, in der Baukunst, ein Riß, oder eine Zeichnung der Decken in den Zimmern eines Gebäudes, wie sie sich von unten darstellen.
 
Artikelverweis Das
Dêckenstück, des -es, plur. die -e, ein Gemählde an der Decke eines Zimmers; ein Deckengemählde, Franz. Platfond.
 
Artikelverweis Der
Dêcker, des -s, plur. ut nom. sing. der ein Geschäft daraus macht, andere Köper zu decken oder zu bedecken; obgleich dieses Wort selten allein, desto häufiger aber in den Zusammensetzungen Dachdecker, Tafeldecker, Ziegeldecker, Schieferdecker, Bleydecker u. s. f. vorkommt.
 
Artikelverweis Die
Dêckfêder, plir. die -n, in der Naturgeschichte der Vögel, diejenigen kleinen Federn, welche die Flügel und den Schwanz, so wohl oben als unten, bedecken.
 
Artikelverweis Das
Dêckgarn, des -es, plur. die -e, S. Adelung Decknetz.
 
Artikelverweis Die
Dêcklêhne, S. Adelung Deckel.
 
Artikelverweis Der
Dêckmantel, des -s, plur. die -mäntel, eigentlich, ein Mantel, der zur Bedeckung dienet, in welcher Bedeutung es aber nicht üblich ist. Figürlich, der scheinbare Vorwand einer bösen Handlung. Jemanden unter dem Deckmantel der Freundschaft betriegen. Seinen Geitz unter dem Deckmantel der Sparsamkeit verbergen. Er braucht Gottes Langmuth zum Deckmantel seiner Boßheit. S. Adelung Mantel. In der edlern Schreibart gebraucht man dafür lieber Decke.
 
Artikelverweis Das
Dêckmêsser, des -s, plur. ut nom. sing. bey den Kohlenbrennern, ein rundes Messer an einem langen Stiele, die Deckreiser damit von den Bäumen zu reißen, oder zu schneiden.
 
Artikelverweis Das
Dêcknêtz, des -es, plur. die -e, eine Art Netze, Rebhühner, Wachteln u. s. f. damit zu fangen, wenn sie sich unter dem Schnee verborgen haben; das Deckgarn, Nachtgarn, Streichnetz.
 
Artikelverweis Die
Dêckplatte, plur. die -n, eine Art dünner gehauener Steine, Mauern, Thorpfeiler damit vor der Witterung zu bedecken; Decksteine.
 
Artikelverweis Der
Dêckrasen, des -s, plur. ut nom. sing. derjenige Rasen, mit welchem die Wände, Lustberge u. s. f. in den Gärten, und die Böschung des Grabens in dem Festungsbaue bedecket wird;

[Bd. 1, Sp. 1432]


in Niedersachsen Decksotten, Placksotten, von dem Nieders. Sudden, Sodden, Rasen.

 

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