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Datiren bis Daube (Bd. 1, Sp. 1415 bis 1416)
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Artikelverweis  Datiren, S. Adelung Datum, Anm.
 
Artikelverweis 
Dato, S. ebendas.
 
Artikelverweis Die
Dattel, plur. die -n, die eyförmige Frucht des Dattelbaumes, welche die Größe einer Pflaume, und einen fleischigen Umschlag hat. Die Kerne, welche in den Morgenländern gemahlen, und wie Mehl gebraucht werden, werden oft auch nur Datteln, häufiger aber Dattelkerne genannt. Der Deutsche Nahme, das Ital. Dattero, und Dattole, das Französ. Dates, das Engl. Date, das Pohln. Daktyl, sind insgesammt aus dem Griech. δακτυλος, welchen Nahmen diese Frucht wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem Finger erhalten hat.
 
Artikelverweis Der
Dattelbaum, des -es, plur. die -bäume, eine Art Palmen mit gefiederten Blättern, deren männliche Blumen einen drey Mahl getheilten Kelch, eine dreyblätterige Krone und drey Staubfäden haben; die Dattelpalme, Phoenix, L. Er wächset in den Morgenländern, besonders aber in Ostindien und Afrika sehr häufig.
 
Artikelverweis Die
Dattelbohne, plur. die -n, eine Art Gartenbohnen, mit schwarzen Flecken, welche in der Gestalt einige Ähnlichkeit mit den getrockneten Datteln haben; Phaseolus humilis, L.

[Bd. 1, Sp. 1416]



 
Artikelverweis Das
Dattelöhl, des -es, plur. inus. ein Öhl, welches aus den Kernen der Datteln gepresset, und von den Indianern statt der Butter gegessen wird; Palmöhl.
 
Artikelverweis Die
Dattelpalme, plur. die -n, S. Adelung Dattelbaum.
 
Artikelverweis Die
Dattelpflaume, plur. die -n, die Frucht eines ausländischen Baumes, welcher in Virginien, Indien und Italien wächset, und Früchte bringet, die den Datteln und Pflaumen ähnlich sind, und dieser Baum selbst; Diospyro, L. Franz. Le Plaqueminier, oder Piaqueminier, Engl. the Pishamin, Persimon, oder Pitchumon Tree.
 
Artikelverweis Die
Dattelschnêcke, plur. die -n, eine Art Landschnecken, welche sich in die härtesten Steine einfressen, und einer Dattel nicht unähnlich sehen; Dactylus.
 
Artikelverweis Das
Datum, subst. indecl. im gemeinen Leben, der Tag und das Jahr der Ausfertigung einer Urkunde oder der Unterschrift eines Briefes. Der Brief ist, nach dem Datum zu urtheilen, schon alt. Das Datum darunter setzen. Die figürliche Redensart, sein ganzes Datum auf etwas setzen, oder stellen, seine Hoffnung, gehöret in die niedrigsten Sprecharten.
   Darein er gar sein Datum setzt,
   Hans Sachs. Anm. Dieses Wort ist das Latein. Datum, welches Wort man in den mittlern Zeiten der Meldung des Ortes und der Zeit der Ausfertigung einer Urkunde oder eines Briefes vorzusetzen pflegte. Im Oberdeutschen nennet man das Datum eines Briefes oder einer Schrift, die Gabe derselben. Im gemeinen Leben gebraucht man auch die dritte Endung dieses Wortes für jetzt. Ich habe es bis dato noch nicht erfahren können, bis jetzt. Auch das Verbum datiren, das Jahr und den Monathstag einer Schrift beyfügen, im mittlern Lateine datare, ist im gemeinen Leben sehr üblich. Der Wechsel ist falsch datirt.
 
Artikelverweis Die
Daube, plur. die -n, die Seitenbreter eines runden hölzernen Gefäßes. Ein Faß in Dauben schlagen, es zerschlagen.
   Anm. In Niedersachsen lautet dieses Wort Deve, im Franz. Douve, in welcher Sprache auch addouber so wie im Italiän. addobare, aufputzen bedeutet. Bey dem Pictorius heißt eine Daube Dauge, bey dem Dasypodius Duge, womit auch das Holl. Duyge und mittlere Latein. Doga überein kommt. Da die Dauben im Niedersächs. auch Stäbe, im Engl. Staves, im Schwed. und Isländ. Staf heißen, so scheinet es, daß beyde Wörter bloß durch den Zischlaut von einander unterschieden sind. S. Adelung Stab, Stuppe und Zuber.

 

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