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Dachspitze bis Dachtraufe (Bd. 1, Sp. 1367 bis 1368)
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Artikelverweis Die Dachspitze, plur. die -n. 1) Die spitzig zulaufende Fläche eines Daches, S. Adelung Dachforst. 2) Eine Säule, welche in die Mitte der Kehlbalken gesetzet wird, bis in die Dachspitze oder den Forst reicht, und auch die Giebelspitze, die Dachstütze genannt wird.
 
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Die Dachsröhre, plur. die -n, bey den Jägern, das Loch, welches zu dem Kessel, oder dem eigentlichen Lager des Dachses führet, ein Stück des Dachsbaues ist, und im gemeinen Leben das Dachsloch genannt wird.
 
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Der Dachsschliefer, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Dachshund.
 
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Die Dachsschwarte, plur. die -n, bey den Jägern, die Haut oder das Fell von einem Dachse; S. Adelung Schwarte.
 
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Der Dachstein, des -es, plur. die -e. 1) Ein jeder Stein, mit welchem ein Dach gedecket wird. Daher werden nicht nur die Dachziegel, sondern auch die für die Dächer bestimmten Schiefer Dachsteine genannt. 2) Im Bergbaue, eine Steinart, welche einem Erze oder andern Gesteine zum Dache dienet, ohne Plural. So wird in dem Bottendorfischen Kupferbergwerke in Thüringen, das fünfte Lager, welches auf dem weißen und schwarzen Schiefer lieget, Dachstein genannt.
 
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Das Dachstroh, des -es, plur. car. Stroh, womit man schlechte Häuser oder Gebäude decket.

[Bd. 1, Sp. 1368]



 
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Der Dachstuhl, des -es, plur. die -stühle. 1) Dasjenige Zimmerwerk, welches unter das Sparrwerk eines Daches gesetzet wird, dasselbe tragen zu helfen; ein Stuhl. Ein stehender Dachstuhl, wenn er aus gerade stehenden Säulen bestehet. Ein liegender Dachstuhl, wenn diese Stützen schräge stehen und mit Balken und Kreuzbändern verbunden werden. Daher die Dachstuhlfette, S. Adelung Dachfette; die Dachstuhlsäule, plur. die -n, die Stützen oder Säulen eines Dachstuhles, welche die Stuhlfetten tragen, die Stuhlsäulen; die Dachstuhlschwelle, die Stuhlschwelle, S. Dachschwelle. 2) Der Stuhl, oder das Gerüst, worauf der Schieferdecker seine Arbeit verrichtet.
 
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Die Dachstütze, plur. die -n, S. Adelung Dachspitze.
 
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Dacht, S. Adelung Docht.
 
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Die Dachtel, plur. die -n, im niedrigen Scherze, eine Ohrfeige, Nieders. Tachtel; vielleicht von denken, gedacht, gleichsam ein Denkzettel.
 
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Die Dachtraufe, plur. die -n, das von einem Dache herab fallende Regen- oder Schneewasser, ohne Plural; im Oberdeutschen die Dachtröpfe. Ingleichen die Röhre, vermittelst deren man dieses Wasser von den Dächern ableitet, die Dachrinne, und der unterste Rand des Daches, welcher über der Wand eines Gebäudes vorraget, die Traufe; im Nieders. Öse, Altfriesisch Osa.

 

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