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Dachshaube bis Dachstroh (Bd. 1, Sp. 1367)
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Artikelverweis Die Dachshaube, plur. die -n, bey den Jägern, ein starkes Garn, in Gestalt eines Sackes, welches vor einem Dachsbaue aufgestellet wird, den Dachs darein zu fangen.
 
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Der Dachshund, des -es, plur. die -e, eine Art kleiner starker Hunde, mit einem langen schmalen Leibe und kurzen eingebogenen Füßen, welche zur Dachsjagd gebraucht werden, dieses Thier in seinem Baue aufzusuchen; im Oberdeutschen Dachsfinder, Dachskriecher, Dachsschliefer, im gemeinen Leben auch ein Dachs, Dächslein, Tächsel.
 
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Das Dáchslóch, des -es, plur. die -löcher, S. Adelung Dachsröhre.
 
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Der Dachspan, des -es, plur. die -späne, Späne, oder dünne gespaltene Breterchen, welche bey einem Ziegeldache unter die Fugen zweyer Ziegel geleget werden, das Regenwasser abzuhalten; im Nieders. Spletten, im Oberdeutschen Spleißen.
 
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Der Dachsparren, des -s, plur. ut nom. sing. schräge stehende Zimmerhölzer oder Balken, welche dem Dache seine Gestalt geben, und auf welche die Dachlatten genagelt werden. S. Adelung Sparren.
 
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Die Dachspitze, plur. die -n. 1) Die spitzig zulaufende Fläche eines Daches, S. Adelung Dachforst. 2) Eine Säule, welche in die Mitte der Kehlbalken gesetzet wird, bis in die Dachspitze oder den Forst reicht, und auch die Giebelspitze, die Dachstütze genannt wird.
 
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Die Dachsröhre, plur. die -n, bey den Jägern, das Loch, welches zu dem Kessel, oder dem eigentlichen Lager des Dachses führet, ein Stück des Dachsbaues ist, und im gemeinen Leben das Dachsloch genannt wird.
 
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Der Dachsschliefer, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Dachshund.
 
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Die Dachsschwarte, plur. die -n, bey den Jägern, die Haut oder das Fell von einem Dachse; S. Adelung Schwarte.
 
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Der Dachstein, des -es, plur. die -e. 1) Ein jeder Stein, mit welchem ein Dach gedecket wird. Daher werden nicht nur die Dachziegel, sondern auch die für die Dächer bestimmten Schiefer Dachsteine genannt. 2) Im Bergbaue, eine Steinart, welche einem Erze oder andern Gesteine zum Dache dienet, ohne Plural. So wird in dem Bottendorfischen Kupferbergwerke in Thüringen, das fünfte Lager, welches auf dem weißen und schwarzen Schiefer lieget, Dachstein genannt.
 
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Das Dachstroh, des -es, plur. car. Stroh, womit man schlechte Häuser oder Gebäude decket.

[Bd. 1, Sp. 1368]


 

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