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Cüraß bis Cústos (Bd. 1, Sp. 1355 bis 1356)
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Artikelverweis  Cüraß, S. Adelung Küraß.
 
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Curator, S. Adelung Vormund.
 
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Die Cúrcuma, oder Cúrcumey, plur. car. die gelbe Wurzel eines Ostindischen Gewächses, welche so wohl in der Färberey, gelb damit zu färben, als auch in der Arzeney gebraucht wird. Die Pflanze, Curcuma, L. wird im Deutschen auch Gurkumey, Gelbwurz und Schwalbenwurz, in Ostindien aber Caha oder Kua genannt. Crucum, wovon auch das Latein. Crocus, Safran, abstammet, soll im Arabischen eine Benennung mehrerer gelben Wurzeln seyn.
 
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Curd, S. Adelung Conrad.
 
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Cürē, S. Adelung Kireh.
 
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Curiren, verb. reg. act. im gemeinen Leben, heilen, die verlorne Gesundheit wieder herstellen; bey dem Willeram arzenen, und im Oßnabrückischen noch jetzt assen, von Asse, ein Arzt. S. Adelung Cur.
 
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Die Currếnde, plur. die -n, aus dem Lat. currere. 1) Auf dem Lande in einigen Gegenden, der Umlauf in Kirchensachen, welcher von den Küstern und Schulmeistern von einem Dorfe zu dem andern getragen wird; ingleichen die blecherne Schachtel oder Büchse, worin derselbe verwahret wird. 2) Als ein Collectivum, arme Schüler, welche auf den Gassen um ein Almosen singen, und deren ganze Anstalt. In die Currende gehen, einer dieser Schüler seyn. Daher ein Currendāner, oder Currende-Schüler, der in die Currende gehet.
 
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Currếnt, adj. et adv. gleichfalls aus dem Lat. currere, oder Ital. corrente. Currente Waare, welch im Gebrauche gänge und gebe ist. Noch mehr aber in einigen Zusammensetzungen. Current-Geld, eine gemeine gangbare Münze, welche im täglichen Handel und Wandel üblich ist, im Gegensatze des Wechsel- und harten oder Species-Geldes. Scheidemünze, oder Münzsorten, die noch keinen Groschen gelten, werden gleichfalls nicht mit unter dem Nahmen des Current-Geldes begriffen. Die Current-Schuld, plur. die -en, in den Rechten, eine Schuld, die nicht verbrieft ist, sondern von täglichen Ausgaben herrühret, und daher bey einem Concurs-Prozesse in der letzten Ordnung stehet. Der Current-Gläubiger, der Gläubiger solcher Schulden. Die Current-Schrift, die laufende Schrift, so wie man sie schreibt, im Gegensatze der Kanzelleyschrift, und Fractur. Im gemeinen Leben lautet dieses Beywort oft Currant, als wenn es von dem Französ. courir wäre; aber alsdann müßte es courant geschrieben werden.
 
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Der Curschmid, S. Adelung Fahnenschmid.

[Bd. 1, Sp. 1356]



 
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Die Cursiv-Schrift, plur. inus. aus dem mittlern Lat. Cursiva Scriptura, eine geschobene Lateinische Schrift, die der geschriebenen, welche man im Deutschen Current-Schrift nennet, gleich kommt. Aldus Manutius soll diese Schrift zuerst in die Druckerey eingeführet haben, daher sie von dem Orte seines Aufenthaltes anfänglich auch die Venetianische Schrift hieß. Wenn das Wort Schrift in dieser Zusammensetzung gegossene Buchstaben bedeutet, so ist auch der Plural üblich. Cursiv wird auch allein als ain Nebenwort gebraucht. Das ist cursiv.
 
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Der Cústos, plur. ut nom. sing. oder die Custōdes, bey den Buchdruckern, die Sylbe oder das Wort, welches bey dem Schlusse einer Seite am Ende der Zeile besonders gesetzt wird, und den Anfang der folgenden Seite zeiget; der Blatthüther, Franz. le Reclame. Aus dem Lat. Custos.

 

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