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Cubēbe bis Cúrcuma (Bd. 1, Sp. 1354 bis 1355)
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Artikelverweis Die Cubēbe, plur. die -n. 1) Die größte Art Rosinen, welche von Damascus in Syrien, am häufigsten aber von der Insel Cypern zu uns gebracht wird, und im gemeinen Leben auch Cibeben heißt. Da Frisch in einer alten Handschrift diese Rosinen unter dem Nahmen Kyper-Beer gefunden hat, so ist zu vermuthen, daß der Nahme Cubebe oder Cibebe von dem Nahmen der Insel Cypern abstammet. 2) Eine Art Gewürz, welches dem Pfeffer gleicht, nur daß die Körner größer und von Farbe aschgrau sind. Es hat einen scharfen Geschmack, der dem Geschmacke des Pfeffers gleicht, und ist die Beere eines Baumes, der auf der Insel Java in Ostindien wächset; Myrtus Pimenta, L. Die Frucht wird im gemeinen Leben auch Schwanzpfeffer genannt, weil die Körner gemeiniglich noch ihre Stiele bey sich haben; ingleichen auch Schwindelkörner, wegen ihrer Kraft wider den Schwindel. Das Wort Cubebe, oder Quabebe, soll im Arabischen Gewürz bedeuten. Im Ital. lautet es gleichfalls Cubebe.
 
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Cubik, Cubisch, S. in K.
 
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Cucumer, S. Adelung Gurke.
 
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Die Cultūr, plur. inus. die Veredlung oder Verfeinerung der gesammten Geistes- und Leibeskräfte eines Menschen oder eines Volkes, so daß dieses Wort so wohl die Aufklärung, die Veredelung des Verstandes durch Befreyung von Vorurtheilen, als auch die Politur, die Veredlung und Verfeinerung der Sitten, unter

[Bd. 1, Sp. 1355]


sich begreift. Aus dem Latein. Cultura und Französ. Culture, welche zunächst den Feldbau bedeuten.
 
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Cupelle, S. 2 Capelle.
 
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Cupola, S. Adelung Kuppel.
 
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Cupresse, S. Adelung Cypresse.
 
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Die Cūr, plur. die -en, aus dem Latein. Cura. 1) Die Wiederherstellung, die Heilung eines Kranken, ohne Plural. Jemanden in die Cur nehmen. Sich zu einem Arzte in die Cur begeben. Einen Kranken in der Cur haben. 2) Der Fall, da ein Kranker wieder zu seiner Gesundheit gebracht worden. Außerordentliche Curen thun, von einem Arzte. 3) Der Gebrauch solcher Mittel, die zur Wiederherstellung der Gesundheit dienen, ohne Plural. Eine Cur gebrauchen. Die Cur schlägt wohl an. Die Brunnen-Cur, Bade-Cur u. s. f.
 
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Cüraß, S. Adelung Küraß.
 
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Curator, S. Adelung Vormund.
 
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Die Cúrcuma, oder Cúrcumey, plur. car. die gelbe Wurzel eines Ostindischen Gewächses, welche so wohl in der Färberey, gelb damit zu färben, als auch in der Arzeney gebraucht wird. Die Pflanze, Curcuma, L. wird im Deutschen auch Gurkumey, Gelbwurz und Schwalbenwurz, in Ostindien aber Caha oder Kua genannt. Crucum, wovon auch das Latein. Crocus, Safran, abstammet, soll im Arabischen eine Benennung mehrerer gelben Wurzeln seyn.

 

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