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Credīt bis Cubik (Bd. 1, Sp. 1353 bis 1354)
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Artikelverweis Der Credīt, des -s, plur. car. aus dem Franz. Credit, und Ital. Credito, und dieß von dem Lat. credere, glauben. 1) Die Überredung anderer von unserer Glaubwürdigkeit, im gemeinen Leben. Seine Erzählungen finden bey mir keinen Credit, keinen Glauben. Ingleichen, die Überredung anderer von der echten Beschaffenheit einer Sache. Den Credit einer Waare zu erhalten suchen. 2) Besonders, die Überredung anderer von unserm Vermögen, das zu bezahlen, was wir schuldig sind. Der Mann hat guten Credit, man hat von seinem Vermögenszustande einen guten Begriff. Sein Credit hat sich verloren, ist gefallen. Seinen Credit erhalten. 3) In noch engerer Bedeutung, der Borg, oder die Handlung, da man in dieser Überredung einem andern sein Gut anvertrauet. Jemanden Credit geben, ihm Waaren borgen. Waaren auf Credit nehmen, geben. Er hat, oder findet überall Credit, jedermann borgt ihm gern. 4) Ansehen, Macht, überhaupt. Bey Hofe in großem Credit stehen. S. auch das folgende.

[Bd. 1, Sp. 1354]



 
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Der Credīt-Brief, des -es, plur. die -e, ein Brief, der jemanden Credit verschaffet, in der dritten Bedeutung dieses Wortes.
 
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Creditiren, verb. reg. act. Credit geben, in der dritten Bedeutung dieses Wortes. Einem Geld, Waaren creditiren, sie ihm borgen. Bey den Kaufleuten bedeutet dieses Wort auch im engern Verstande zuweilen so viel, als auf die Rechnung des andern zu dessen Forderung schreiben, weil das Credit (den Ton auf der ersten Sylbe, von credo, is, it,) auch diejenige Seite eines Rechnungsbuches bedeutet, auf welcher sich dessen Forderung befindet, im Gegensatze des Debet, so seine Schuld enthält.
 
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Der Crepón, (sprich Crepong,) des -s, plur. inus. eine Art Zeuges, welcher im Deutschen am häufigsten Krepp genannt wird; S. dieses Wort. Aus dem Franz. Crepon. Daher der Crepon-Weber, der Kreppweber.
 
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Crimināl, adj. et adv. aus dem Lat. criminalis, welches aber nur in einigen Zusammensetzungen üblich ist. Das Criminal-Gericht, ein Gericht, welches die Verbrechen der Übelthäter untersucht, im Gegensatze der Civil- oder bürgerlichen Gerichte, das Halsgericht; die Criminal-Jurisdiction diese Gerichtsbarkeit; Criminal-Sachen, welche dahin gehören, welche Leib- und Lebensstrafen betreffen, im Gegensatze der Civil- und bürgerlichen Sachen, peinliche Sachen; S. Adelung Bürgerlich. Wenn dieses Wort außer der Zusammensetzung gebraucht wird, so lautet es gemeiniglich criminếll. Die Sache ist criminell. Eine Sache criminell behandeln.
 
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Critisch, Critisiren, S. in K.
 
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Crocodill, S. Adelung Krokodill.
 
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Das Crucifíx, des -es, plur. die -e, aus dem mittlern Lat. Crucifixum, das Bild Christi am Kreuze, das Bild des gekreuzigten Erlösers.
 
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Crystall, S. Adelung Krystall.
 
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Die Cubēbe, plur. die -n. 1) Die größte Art Rosinen, welche von Damascus in Syrien, am häufigsten aber von der Insel Cypern zu uns gebracht wird, und im gemeinen Leben auch Cibeben heißt. Da Frisch in einer alten Handschrift diese Rosinen unter dem Nahmen Kyper-Beer gefunden hat, so ist zu vermuthen, daß der Nahme Cubebe oder Cibebe von dem Nahmen der Insel Cypern abstammet. 2) Eine Art Gewürz, welches dem Pfeffer gleicht, nur daß die Körner größer und von Farbe aschgrau sind. Es hat einen scharfen Geschmack, der dem Geschmacke des Pfeffers gleicht, und ist die Beere eines Baumes, der auf der Insel Java in Ostindien wächset; Myrtus Pimenta, L. Die Frucht wird im gemeinen Leben auch Schwanzpfeffer genannt, weil die Körner gemeiniglich noch ihre Stiele bey sich haben; ingleichen auch Schwindelkörner, wegen ihrer Kraft wider den Schwindel. Das Wort Cubebe, oder Quabebe, soll im Arabischen Gewürz bedeuten. Im Ital. lautet es gleichfalls Cubebe.
 
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Cubik, Cubisch, S. in K.

 

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