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Corrếct bis Credếnzen (Bd. 1, Sp. 1352 bis 1353)
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Artikelverweis  Corrếct, -er, -este, adj. et adv. aus dem Latein. correctus, den Regeln einer Kunst gemäß, frey von Fehlern; besonders von der Sprache und Schrift, richtig, sprachrichtig. Daher die Corectheit, die Richtigkeit, Sprachrichtigkeit, Abwesenheit aller Sprach- Schreib- und Druckfehler; der Corrếctor, des -s, plur. die -tōres, oder -tōren, derjenige, welcher die Correctheit des Druckes besorget; die Correctūr, diese Besorgung.
 
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Der Correspondếnt, des -en, plur. die -en, der mit einem andern im Briefwechsel stehet. Die Correspondếnz, plur. die -en, der Briefwechsel, ohne Plural; ingleichen gewechselte Briefe selbst. Correspondiren, Briefe wechseln. Alles aus dem correspondere der mittlern Lateiner.
 
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Der Corsār, des -en, plur. die -en, Seeräuber, und dessen Schiff, besonders ein Seeräuber von den Barbarischen Küsten am Mittelländischen Meere, und hernach auch ein jeder, der ohne Erlaubniß mit seinem Schiffe auf den Raub ausgehet, ein unprivilegirter Caper. Man hat allerley wunderliche Ableitungen von diesem Worte versucht. Da es in Italien von den Afrikanischen Seeräubern am frühesten gebraucht worden, aus welcher Sprache auch die spätern Griechen ihr Κ##ρσαριος entlehnet haben, so ist wohl das natürlichste, es von dem Italiänischen Corso, ein Lauf, Latein. Cursus, abzuleiten, zumahl da in eben dieser Sprache correr il mare, auch das Meer in räuberischer Absicht durchstreifen, und Corso einen solchen Streifzug selbst bedeutet, so wie man im Deutschen das Zeitwort auslaufen auf ähnliche Art gebraucht; daher hier weder an die Corsen, noch an die Curen oder Curländer weiter zu gedenken ist. Im Französischen lautet dieses Wort Corsaire, im Italiänischen Corsaro, Corsale.
 
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Das Corsếtt, des -es, plur. die -e, ein Stück der Frauenzimmer-Kleidung, welche in einem nach dem Leibe gemachten Oberkleide mit Ärmeln und kurzen Schößen bestehet.
   Wie schalkhaft verräth
   Das knappe Corset,
   Das schließende Mieder
   Die schlankesten Glieder!
   Weise. Aus dem Französ. Corset, und dieß von dem Ital. Corsetto, welches das Diminut. von Corazza, ein Brustharnisch, ist. S. Adelung Küraß.
 
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Cossath, S. Kossath.
 
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Der Courīer, oder Curier, des -s, plur. ut nom. sing. aus dem Französ. Courier, und dieß von courir, laufen, ein geschwinder Bothe, welcher sich zu seinem hurtigern Fortkommen der Postpferde bedienet. Der Cabinetts-Courier, der aus dem Cabinette verschickt wird. In der letzten Hälfte des funfzehenten Jahrhundertes druckte man einen Courier im Oberdeutschen durch Schnellläufel aus. Der Ausdruck eilender Bothe oder

[Bd. 1, Sp. 1353]


Eilbothe, durch welchen einige Neuere das ausländische Wort verdrängen wollen, drücket den Begriff nur halb aus.
 
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Das Couvếrt, des -es, plur. die -e, aus dem Französ. Couvert. 1) Der Umschlag eines Briefes. Daher couvertiren, mit einem solchen Umschlage versehen. 2) Das für Eine Person gehörige Speisegeräth, als Serviette, Teller, Löffel, Messer u. s. f. das Gedeck. Eine Tafel von zwanzig Couverten, von zwanzig Gedecken, auf zwanzig Personen. Gleichfalls aus dem Franz. Couvert, so fern dasselbe auch ein Tischtuch bedeutet; vermuthlich, weil ehedem ein jeder Gast seinen eigenen Tisch, und folglich auch sein eigenes Tischtuch hatte, welchen Gebrauch Tacitus schon von den alten Deutschen anmerket.
 
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Covent, S. Adelung Kofent.
 
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Die Cravāte, plur. die -n. 1) Bey den Jägern, ein Tuchlappen oder langer Riemen, der allzu hitzigen Hunden um den Hals gehänget wird, damit sie im Laufen darauf treten, und sich aufhalten müssen; aus dem Franz. Cravate, und Italiän. Cravata, Caravata, ein Halstuch, eine Halsbinde. In einer Urkunde von 1375 bey dem Carpentier bedeutet Cravatus mit Eisen beschlagen. Vermuthlich gehöret hierher, 2) auch der Ausdruck der Böttcher, da sie einen allzu weiten Reif einen Crabaten nennen. Denn an die Kroaten, wie einige behaupten, ist hier wohl nicht zu denken.
 
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Die Creatur, S. Adelung Kreatur.
 
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Credếnzen, verb. reg. act. aus dem Ital. credenzare, die Speisen und das Getränk vorher kosten, ehe man sie einem andern zum Genusse darreicht, welches ehedem an den Höfen üblich war, wo solches von den Mundschenken und Vorschneidern geschahe, die daher auch Credenzer hießen.
   Und bringet und credenzt die aufgetragnen Speisen,
   Haged. Daher der Credenz-Teller, auf welchem der Mundschenk den Wein credenzte, und überhaupt, ein Teller, auf welchem man jemanden etwas darreicht; der Credenz-Tisch, Ital. Credenza, Credenziera, ein Schenktisch, ein künstlicher Schrank mit einem Tische, die Geräthschaften zum Trinken darin aufzustellen und aufzubewahren; im mittlern Lat. Credentia, und Credenzinus. Von einer andern Bedeutung des Wortes Credenza, im mittlern Latein. Credencia, bedeutet Credenz-Schreiben, oder Creditiv, so viel als das Beglaubigungsschreiben, besonders eines Gesandten oder Ministers.

 

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