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Córduān bis Corsār (Bd. 1, Sp. 1350 bis 1352)
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Artikelverweis Der Córduān, des -es, plur. inus. außer von mehrern Acten, die -e, eine Art schwarzen Leders, welches vermittelst des Sumachs oder Schmacks und der Galläpfel aus Bock- und Ziegenfellen bereitet wird, und von welchem man zweyerley Arten hat, den glatten oder Glanz-Corduan, der auf der Narbenseite zugerichtet wird, und einen schönen Glanz hat, und den rauchen oder rauchschwarzen Corduan, welcher seine Zurichtung auf der Fleischseite bekommt, und rauch ist. Daher der Corduan-Macher, eine Art Gärber, welche die Häute vermittelst des Sumachs gar machen, und dadurch Corduan hervor bringen.

[Bd. 1, Sp. 1351]



   Anm. Corduanus, Cordewan u. s. f. kommen in dem mittlern Lateine schon seit dem eilften und zwölften Jahrhunderte von solchem Leder vor. Vorher nannte man es auch Cordebisus und Cordoversus. Aus diesem Worte haben die Franzosen ihr Cordouan und die Italiäner ihr Cordouano gemacht. Weil man von den ältesten Zeiten die Schuhe aus diesem Leder verfertigte, so wurden daher die Schuster im mittlern Lateine Cordobanarii, Cordoanerii u. s. f. im Französ. Cordonniers, und im Deutschen ehedem auch Kurdeweren, Kordewaner genannt. Die gemeineste Meinung ist, daß dieses Leder von der Stadt Corduba in Spanien seinen Nahmen hat, wo es ehedem am häufigsten und besten verfertiget wurde, ob man es gleich jetzt überall nachmacht, daher die Schuhe von solchem Leder ehedem auch calcei de Corduba genannt wurden. Allein, da die ganze Gärberey, welche die übrigen Europäer aus Spanien bekommen haben, keine Spanische Erfindung ist, sondern erst durch die Mauren aus Afrika dahin gebracht, auch in dem Oriente schon von den ältesten Zeiten her zu einer weit größern Vollkommenheit gebracht worden, als in Europa, indem in der Türkey Corduane von allen Farben verfertiget werden: so stehet es noch dahin, ob der Ursprung dieses Wortes nicht in dem Arabischen zu suchen ist.
 
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Coriander, S. Adelung Koriander.
 
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Corinthen, S. Korinthen.
 
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Cornelbaum, Cornelkirsche, S. Adelung Kornelle.
 
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Der Cornếtt, des -es, plur. die -e, in dem Kriegswesen, der Fähndrich bey der Reiterey, welcher der dritte Officier bey einer Escadron ist; aus dem Franz. le Cornette, dagegen la Cornette in eben dieser Sprache die Standarte der leichten Reiterey bezeichnet.
 
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Die Cornếtte, plur. die -n, eine Art des Kopfputzes des andern Geschlechtes; gleichfalls aus dem Franz. Cornette. Dieser Kopfputz ist durch die Mode allerley Veränderungen ausgesetzet gewesen, bis er jetzt zu einem Nachtzeuge herab gesunken ist.
 
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Der Cornūt, des -en, plur. die -en, bey den Buchdruckern, ein Lehrling, der nach vollendeten Lehrjahren zwar los gesprochen worden, aber noch kein Gesell ist, als welches er erst durch das so genannte Postulat wird. Daher das Cornuten-Geld, welches ein Cornut von seinem Verdienste wöchentlich an die Gesellen abgeben muß; der Cornuten-Hut, ein mit Hörnern gezierter Hut, welcher ihm bey dem Postulate aufgesetzet und in der Deposition feyerlich abgestoßen wird u. s. f. Aus dem Latein. Cornutus, als eine Anspielung auf die schon von Alters her eingeführten Depositions-Gebräuche. Zuweilen wird ein Cornut auch ein Cornelius genannt, welcher Nahme aber wohl nichts weiter als ein geschmackloses Wortspiel ist. Das Nieders. Kornut, der Camerad eines liederlichen Menschen, ein Mensch von seinem Gelichter, hat hiermit wohl nichts gemein, sondern kommt von dem alten Köhrnote, ein Kohrgenoß, selbst erwählter Freund, her, unter welcher Benennung unter andern auch die Beysitzer des ehemaligen Fehmgerichtes vorkommen. Dahin gehöret auch das Latein. Cornutus, welches in Zankfliets Chronik, von dem Afterbischofe von Lüttich, Dieterich von Perweis, und dessen Anhängern, um das Jahr 1405 gebraucht wird, und welches du Fresne nicht verstanden hat.
 
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Der Corporāl, des -s, plur. die -e, ein Unterofficier bey einer Compagnie zu Fuß, und bey den Schiffssoldaten, der unmittelbar unter dem Sergeanten stehet, und zwölf bis fünfzehen Mann unter seiner Aufsicht hat, die daher eine Corporalschaft genannt werden.

[Bd. 1, Sp. 1352]



   Anm. Freylich sollte dieses Wort Caporal lauten, wie es auch in den gemeinen Mundarten ganz richtig ausgesprochen wird, indem es von dem Franz. Caporal und Ital. Caporale kommt, welches wieder von Capo, der Kopf, das Haupt, abstammet, und mit Corpus, der Leib, nichts zu thun hat. Indessen ist das Wort unter dieser Veränderung nicht nur im Deutschen allgemein, sondern auch in andern Sprachen schon alt, indem Corporalis im mittlern Lateine bey dem du Fresne auf ähnliche Art gebraucht wird. Im Englischen lautet es gleichfalls Corporal, und im Französischen zuweilen auch. Caporalis bedeutete ehedem auch einen Anführer höherer Art, wie aus den vom du Fresne angeführten Stellen erhellet.
 
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Corrếct, -er, -este, adj. et adv. aus dem Latein. correctus, den Regeln einer Kunst gemäß, frey von Fehlern; besonders von der Sprache und Schrift, richtig, sprachrichtig. Daher die Corectheit, die Richtigkeit, Sprachrichtigkeit, Abwesenheit aller Sprach- Schreib- und Druckfehler; der Corrếctor, des -s, plur. die -tōres, oder -tōren, derjenige, welcher die Correctheit des Druckes besorget; die Correctūr, diese Besorgung.
 
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Der Correspondếnt, des -en, plur. die -en, der mit einem andern im Briefwechsel stehet. Die Correspondếnz, plur. die -en, der Briefwechsel, ohne Plural; ingleichen gewechselte Briefe selbst. Correspondiren, Briefe wechseln. Alles aus dem correspondere der mittlern Lateiner.
 
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Der Corsār, des -en, plur. die -en, Seeräuber, und dessen Schiff, besonders ein Seeräuber von den Barbarischen Küsten am Mittelländischen Meere, und hernach auch ein jeder, der ohne Erlaubniß mit seinem Schiffe auf den Raub ausgehet, ein unprivilegirter Caper. Man hat allerley wunderliche Ableitungen von diesem Worte versucht. Da es in Italien von den Afrikanischen Seeräubern am frühesten gebraucht worden, aus welcher Sprache auch die spätern Griechen ihr Κ##ρσαριος entlehnet haben, so ist wohl das natürlichste, es von dem Italiänischen Corso, ein Lauf, Latein. Cursus, abzuleiten, zumahl da in eben dieser Sprache correr il mare, auch das Meer in räuberischer Absicht durchstreifen, und Corso einen solchen Streifzug selbst bedeutet, so wie man im Deutschen das Zeitwort auslaufen auf ähnliche Art gebraucht; daher hier weder an die Corsen, noch an die Curen oder Curländer weiter zu gedenken ist. Im Französischen lautet dieses Wort Corsaire, im Italiänischen Corsaro, Corsale.

 

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