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Cónto bis Convếnt (Bd. 1, Sp. 1348 bis 1349)
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Artikelverweis Das Cónto, plur. ut nom. sing. ein aus dem Ital. Conto entlehntes und bey den Kaufleuten eingeführtes Wort, eine Rechnung auszudrucken. Daher das Conto-Buch, das Rechnungsbuch, u. s. f.
 
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Das Contōr, des -es, plur. die -e, gleichfalls aus dem Italiän. Contoro, bey den Kaufleuten, die Schreibstube. In Ostindien führen auch die Niederlagen und Handlungshäuser der Europäer in fremden Gebiethe diesen Nahmen. Nach dem Franz. Comptoir, lautet dieses Wort auch zuweilen im Deutschen Comptor oder Comtor.
 
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Cóntraband, adj. et adv. aus dem Ital. contrabando, einem Verbothe zuwider, doch nur von der verbothenen Einfuhre fremder Waaren. Contrabande Waaren, die wider das Verboth

[Bd. 1, Sp. 1349]


eingeführet werden, oder von denen die gesetzte Abgabe nicht entrichtet wird. Das ist contraband, ist im Handel und Wandel verbothen. Die letzte Hälfte dieses Wortes ist unser altes Deutsches Bann, ein Verboth. Nach dem Franz. Contrebande, lautet es auch zuweilen contrebano.
 
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Contráct, adj. et adv. aus dem Lat. contractus, widernatürlich zusammen gezogene Glieder habend, durch lange anhaltende Verkürzung der Sehnen und Muskeln an den obern und untern Gliedern unbeweglich. Contract seyn. Ein contracter Mensch. Daher die Contractūr, diese widernatürliche Beschaffenheit der Glieder.
 
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Der Contráct, des -es, plur. die -e, aus dem Latein. Contractus, ein Vertrag, eine freywillige Verbindung zu gegenseitigen Pflichten, im gemeinen Leben. Ein schriftlicher, ein mündlicher Contract. Einen Contract mit jemanden machen. Der Kauf-Contract, Mieth-Contract, Zins-Contract, Pacht-Contract u. s. f.
 
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Der Contrást, des -es, plur. die -e, in den schönen Künsten, die Mannigfaltigkeit in den Bildern und Vorstellungen, in Beziehung auf ihre Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit, ohne Plural. Wenn z. B. von drey Figuren in einem Gemählde, die eine von vorn, die andere von hinten, und die dritte von der Seite vorgestellet wird, so entstehet daraus ein Contrast. In engerer Bedeutung, die Verbindung zweyer dem Anscheine nach entgegen gesetzter Vorstellungen, um die eine durch die andere anschaulicher zu machen. Das ist freylich ein seltsamer Contrast! Die Vernunft und die Narrheit! Zwey allerliebste Gegenbilder! Weiße. Ingleichen solche Bilder und Vorstellungen selbst, mit dem Plural. Daher das Verbum contrastiren, so wohl als ein Neutrum, eine jede Figur muß mit den andern Figuren ihrer Gruppe contrastiren, d. i. anders gestellet, angeordnet u. s. f. seyn; als auch als ein Activum, den Contrast, d. i. Mannigfaltigkeit, und in engerer Bedeutung, Gegenbilder hervor bringen. Aus dem Französ. und Italiän. Contraste und Contrasto, welches wieder aus dem Latein. contra statio zusammen gesetzet ist, und eigentlich Entgegenstellung bedeutet.
 
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Contreband S. Adelung Contraband.
 
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Die Contributiōn, plur. die -en, aus dem Latein. Contributio, überhaupt eine jede Abgabe, welche außer den Kammereinkünften, von den Unterthanen zu den Bedürfnissen eines Landes gegeben wird; die Steuer. Contribution geben. Eine Contribution ausschreiben. Besonders, die Auflage, die ein Feind in Kriegeszeiten auf ein Land oder auf eine Stadt macht; die Kriegessteuer. Eine Stadt, ein Land in Contribution setzen, mit Contribution belegen.
 
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Die Contúsche, plur. die -n, aus dem Französ. Contouche, ein kurzer Schlafrock der Mannspersonen, noch mehr aber, ein kurzes, weites fliegendes Überkleid des andern Geschlechtes, welches nicht so weit über die Hüften reicht. Frisch glaubt, daß die ehemahlige Medische Kleidung, welche unter dem Nahmen κανθος bekannt war, zu dieser Benennung Anlaß gegeben.
 
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Die Conveniếnz, S. Adelung Anständigkeit.
 
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Der Convếnt, des -es, plur. die -e, aus dem Latein. Conventus, überhaupt eine jede Zusammenkunft. Besonders ist diese Benennung in den Klöstern üblich, die Versammlung der Mönche in Klosterangelegenheiten zu bezeichnen, und den Ort, wo sie sich versammeln. In dieser Bedeutung kommt Convent schon im Schwabenspiegel vor; anderwärts findet man um eben diese Zeit auch das Wort Sammung. Daher der Conventuāl, oder die Conventuāle, ein Mönch oder Nonne, welche in dem

[Bd. 1, Sp. 1350]


Convente Sitz und Stimme hat, ein Convent-Bruder, oder Convent-Schwester, im Gegensatze der gemeinen oder untern Ordensglieder.

 

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