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Concordánz bis Cónrad (Bd. 1, Sp. 1346 bis 1347)
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Artikelverweis Die Concordánz, plur. die -en, aus dem mittlern Latein. concordantia, ein Buch, worin alle Wörter der Bibel nach den Stellen, worin sie stehen, aufgeführet sind, um durch ihre Vergleichung den Sinn derselben zu erforschen; da man denn so wohl Verbal- als Real-Concordanzen hat.
 
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Das Concordāt, des -es, plur. die -e, aus dem mittlern Lat. Concordatum, überhaupt ein jeder Vertrag oder Vergleich. Besonders sind in der Geschichte verschiedene Verträge weltlicher Mächte mit dem Papste über die Vergebung der geistlichen Pfründen unter dem Nahmen der Concordate bekannt. Dahin gehöret das Concordat, welches 1447 und 1448 von dem Kaiser Friedrich III. mit den Päpsten Eugenio IV. und Nicolao V. geschlossen wurde; das Concordat in Frankreich, zwischen Francisco I. und dem Papste Leo X. von 1516, und andere mehr.
 
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Der Concubināt, des -es, plur. die -e, der Zustand, da man mit einer Person ehelich lebet, ohne mit derselben ehelich verbunden zu seyn; in der Straßburgischen, Polizeyordnung, die Unche.
 
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Die Concubīne, plur. die -n, aus dem mittlern Lat. Concubina, eine Person weiblichen Geschlechtes, mit welcher man ehelich lebet, ohne nach den Gebräuchen der Kirche ehelich mit derselben verbunden zu seyn; eine Beyschläferinn, mit einem Französischen Worte, eine Maitresse.
 
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Der Concúrs, des -es, plur. die -e, aus dem mittlern Lat. Concursus, eine Zusammenkunft, in den Rechten, die Vereinigung mehrerer Gläubiger, ihre Forderungen von einem Schuldner gerichtlich beyzutreiben. Es wird mit ihm wohl zu einem Concurse kommen. Es sind dieß Mahl viele Concurse ausgebrochen, viele solche Fälle. Einen Concurs machen, von dem gemeinschaftlichen Schuldner, wenn er denselben veranlasset. Daher der Concurs-Prozeß, das in solchen Fällen übliche gerichtliche Verfahren; die Concurs-Masse, das noch übrige Vermögen des gemeinschaftlichen Schuldners.
 
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Der Condītor, des -s, plur. die -s, aus dem Latein. und Ital. condire, würzen, einmachen, der ein Geschäft daraus macht, allerley Sachen in Zucker einzumachen; ein Zuckerbäcker Canditer. Daher die Conditorēy, an den Höfen, die Werkstatt eines Conditors, und die dazu gehörigen Personen. S. Adelung Candiren.
 
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Das Confếct, des -es, plur. inus. als ein Collectivum, aus Zucker gebackene Speisen, Zuckergebackenes; ingleichen mit Zucker eingemachte eßbare Dinge, mit einem Französischen Worte Confitüren, und in weiterer Bedeutung auch wohl der ganze Nachtisch, mit Einschluß des Obstes u. s. f. Aus dem Latein. conficere, bedeutete im mittlern Lateine Confectio eine durch die Kunst zubereitete Arzeney. Doch kommt um das Jahr 1333 Confectae bey dem du Fresne schon von Früchten vor, die mit Zucker eingemacht worden.
 
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Die Conferếnz, plur. die -en, aus dem Franz. Conference, und mittlern Latein. Conferentia, eigentlich eine jede Zusammenkunft zur gemeinschaftlichen Berathschlagung oder Unterhandlung, und diese Berathschlagung selbst. Conferenz halten, berathschlagen, unterhandeln. Mit jemanden in Conferenz treten. Die Conferenz eröffnen. An einigen Höfen wird die Versammlung der Staats- oder Cabinetts-Minister über Landesangelegenheiten gleichfalls eine Conferenz genannt. Daher der ConferenzRath,

[Bd. 1, Sp. 1347]


der Conferenz-Minister, ein Rath oder Minister, der bey dergleichen Conferenzen den Zutritt hat.
 
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Confisciren, verb. reg. act. aus dem Latein. confiscare, dem Fisco oder öffentlichen Schätze einverleiben, doch nur von den Gütern eines Verbrechers oder Straffälligen; einziehen. Eines Vermögen, contrabande Waaren confisciren. Daher die Confiscation, die Einziehung.
 
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Der Congrếß, des -sses, plur. die -sse, aus dem Latein. Congressus, eigentlich eine jede Zusammenkunft, wie Conferenz. Besonders wird die Zusammenkunft der Minister oder Gesandten mehrerer Fürsten oder Mächte zu Berichtigung einer gemeinschaftlichen Angelegenheit ein Congreß genannt. Daher ein Friedens-Congreß, Theilungs-Congreß, Gränz-Congreß u. s. f.
 
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Cónrad, ein alter Deutscher Mannsnahme, dessen erste Hälfte von können oder auch von kühn abstammet, und einen mächtigen oder kühnen Rathgeber bedeutet, wie das Griech. Thrasybulus. Kunz, Kurd, im Nieders. Koord, in den mittlern Zeiten Cono, Cuno, Chuono, Chunzo, Conzo, Chuzo, Cozzilo, u. s. f. sind bloße Verkürzungen dieses Nahmens. S. Frischens Wörterbuch.

 

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