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Classisch bis Clystier (Bd. 1, Sp. 1338 bis 1339)
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Artikelverweis  Classisch, adj. et adv. 1) In seiner Art vortrefflich, so daß es andern zum Muster und zur Richtschnur dienen kann; am häufigsten von den Producten des Geistes. Ein classischer Schriftsteller der in seiner Wissenschaft der vornehmste ist, darin andern zur Richtschnur dienet. 2) In engerer Bedeutung sind classische Schriftsteller, welche die Regeln des Schönen, so wohl in Rücksicht auf die Gedanken, als auf den Ausdruck auf das genaueste befolgen, und in so fern andern zum Muster dienen, dergleichen Schriftsteller man auch wohl Classiker zu nennen pflegt. Ein classischer Geschmack, der den möglichsten Grad der Richtigkeit und Feinheit hat.
   Anm. Aus dem Lat. classicus, nicht so fern als dergleichen Schriftsteller in den Schul-Classen gelesen werden, sondern weil in dem alten Rom die obern Classen der Einwohner vorzugsweise classici hießen, zum Unterschiede von den proletariis, oder den Gliedern des gemeinen Volkes.
 
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Claus Clause, S. Klaus, Klause.
 
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Die Claūsel, plur. die -n, aus dem Lat. clausula, ein kurzer Satz, wodurch etwas erkläret, erweitert, und besonders eingeschränket wird. Daher clausuliren, mit solchen Einschränkungen versehen.
 
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Die Clausūr, plur. die -en, aus dem mittlern Latein. Clausura von claudere. 1) In der Römischen Kirche bey einigen Mönchsorden, die Verbindlichkeit, in ihrem Kloster und Zellen eingeschlossen zu bleiben und alle menschliche Gesellschaft zu fliehen. Die Clausur beobachten, halten, dergleichen die Carthäuser und noch einige andere strenge Orden thun müssen. 2) Das Gesperre oder das Beschläge an den Büchern. Daher der Clausūr-Mácher, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art Gürtler, die die Clausuren zu den Büchern verfertigen. 3) Ein Ohr in einem Buche; welches im verächtlichen Verstande ein Eselsohr genannt wird.
 
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Das Clavicýmbel, des -s, plur. ut nom. sing. ein musikalisches Saiten-Instrument, eine Art des Claviers, wo die Saiten von Nabenkielen berühret werden; Ital. Clavicembaio, Franz. Clavecin.

[Bd. 1, Sp. 1339]



 
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Das Clavier, des -es, plur. die -e, aus dem Franz. Clavier, und dieß von dem Latein. clavus, ein Nagel. 1) Bey den Tuchmachern und Tuchscherern, die eisernen Häkchen an den Tuchrahmen, woran die Tücher eingehenket werden, um sie zu einer gleichen Breite zu ziehen. 2) Ein musikalisches Saiten-Instrument, welches durch Claves, worin sich eiserne oder messingene Stifte befinden, geschlagen wird. Der ähnliche Theil an den Orgeln, vermittelst dessen die Orgel gespielet wird, führet gleichfalls den Nahmen eines Clavieres, und in dieser Bedeutung kommt das Latein. Clavile bey dem Carpentier schon im funfzehenten Jahrhunderte vor.
 
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Die Clerisēy, plur. inus. ein Collectivum, die sämmtlichen Geistlichen eines Ortes oder eines Landes auszudrucken, besonders in der Römischen Kirche; die Geistlichkeit. Der Bischof empfing den König an der Spitze seiner Clerisey, seiner Geistlichen. Die regulirte Clerisey, die sämmtlichen Mönche, im Gegensatze der weltlichen Clerisey, die außer den Klöstern lebt. Aus dem Latein. Clerus, Franz. Clergé.
 
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Der Cliếnt, (zweysylbig,) des -en, plur. die -en, Fäminin. die Clientinn, aus dem Lat. cliens. 1) Derjenige, dessen Sache ein Advocat führet, der sich der Fürsprache eines Advocaten überläßt. 2) In weiterer Bedeutung, ein jeder, welcher eines Höhern Schutz oder Fürsprache sucht.
 
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Die Cloāk, plur. die -en, aus dem Lat. Cloaca, ein Ort, wo sich die Unreinigkeiten aus den Häusern sammeln, ingleichen der verdeckte Canal, durch welchen sie abgeleitet werden; oft auch das heimliche Gemach selbst. Unsere Deutschen Mundarten sind reich genug an einheimischen Wörtern diesen Begriff auszudrucken, daher man dieses ausländischen Wortes nicht bedarf. So fern durch Cloak ein Canal zur Ableitung der Unreinigkeiten verstanden wird, heißt sie in Wien eine Mehrung, in Obersachsen eine Schleuße, in Schwaben eine Dohle, oder Dolle, bey dem Pictorius ein Ehgraben, in Straßburg die Lache, in dem 1514 gedruckten Deutschen Livius Tobel, in einem Oberdeutschen Vocabulario von 1482 die Burgstraße, u. s. f. So fern es aber nur eine Grube zur Sammlung der Unreinigkeiten ist, heißt sie eine Schwindgrube, in der niedrigen Mundart eine Schundgrube, im Nieders. eine Göringe. In einem 1477 gedruckten Deutsch-latein. Vocabular. wird tristiga durch eyn volger oder schande, vel cloaca, übersetzt.
 
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Der Clubb, des -s, plur. die -s, eine Gesellschaft mehrerer Personen zu einer gewissen Absicht; ein erst in den neuesten Zeiten ohne alle Noth aus dem Engl. Club erborgtes Wort.
 
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Clystier, S. Adelung Klystier.

 

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