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Citiren bis Civīl (Bd. 1, Sp. 1336 bis 1337)
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Artikelverweis  Citiren, verb. reg. act. aus dem Lat. citare und Franz. citer. 1) Kraft habender Gewalt, oder auf eine verbindliche Art, vorladen. So läßt der Richter die Parteyen citiren, vorladen, ihnen vor Gericht zu erscheinen befehlen. Geister citiren, durch Beschwörungsformeln zu erscheinen nöthigen. 2) Anführen. Eine Stelle aus einem Buche citiren, anführen. Daher die Citatiōn, plur. die -en, in beyden Bedeutungen, die Vorladung, Anführung.
 
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Der Cirvonāt, des -es, plur. inus. eingemachte unreife Citronenschalen; aus dem Ital. Citronata. Zuweilen wird auch eine Art reifer Citronen, welche eine grüne Farbe haben, nach

[Bd. 1, Sp. 1337]


dem Muster des Italiänischen, mit diesem Nahmen beleget; allein alsdann ist das Wort zugleich weiblichen Geschlechtes, die Citronate, plur. die -n.
 
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Die Citrōne, plur. die -n, die goldgelbe Frucht des Citronen-Baumes, besonders, wenn sie frisch zu uns gebracht wird, dagegen man die eingesalzenen Früchte dieser Art im Deutschen Limonien zu nennen pfleget. Der Citronen-Baum, Citrus, ist in dem ehemahligen Medien zu Hause, daher die Alten dessen Früchte auch Mala Medica nannten. Er wurde durch die Perser nach Athen, und von da nach Italien gebracht, wo er jetzt sehr häufig wächset. Zu Vergils Zeiten war es noch ein sehr rarer Baum, und zu des Plinii Zeiten wußte man ihn noch nicht aus dem Samen zu ziehen, sondern man mußte die Stämme aus fremden Ländern hohlen. Der Nahme ist vermuthlich morgenländisch, denn in Malabar wird eine gewisse Art Citronen noch jetzt Kidharen und Kitaracn genannt. S. Limonie und Pomeranze.
 
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Das Citrōnen-Brot, des -es, plur. inus. eine Art Zuckergebackenes, zu welchem die äußern Schalen der Citronen auf Zucker abgerieben werden.
 
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Citrōnengêlb, adj. et adv. den Citronen an Farbe gleich.
 
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Das Citrōnen-Kraut, des -es, plur. inus. S. Adelung Melisse. Auch eine Art Thymian, dessen Blätter einen Geruch wie Citronen haben, wird im gemeinen Leben Citronen-Kraut genannt.
 
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Das Citrōnen-Mūß, des -es, plur. inus. in den Küchen, ein Muß, welches aus Zucker, Wein, Eyerdottern und Citronen bereitet wird.
 
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Der Cirtōnen-Wein, des -es, plur. inus. Wein, der mit Citronensaft und Zucker vermengt worden.
 
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Die Citrúlle, plur. die -n, ein Nahme der Wasser-Melonen, aus dem Ital. Cedriuolo, und Franz. Citrouilles. S. Adelung Wassermelone.
 
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Die Cittadếlle, plur. die -n, eine kleine Festung, welche neben einer großen Stadt angeleget wird, die Einwohner im Gehorsam zu erhalten, zuweilen auch eine Festung dadurch zu verstärken. Aus dem Ital. Cittadella, welches das Dimius von Citta, eine Stadt, ist, und eigentlich eine kleine Stadt oder Festung bedeutet; Franz. Citadelle.
 
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Civīl, adj. et adv. welches nur in verschiedenen Zusammensetzungen üblich ist, und alsdann so viel als bürgerlich bedeutet. Die Civil-Obrigkeit, die bürgerliche Obrigkeit, im Gegensatze der Militär-Obrigkeit; der Civil-Bediente, eine obrigkeitliche Person in Civil-Sachen, im Gegensatze der Militär-Bedienten u. s. f.

 

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