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Christ-Monath bis Chrysoberyll (Bd. 1, Sp. 1332 bis 1333)
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Artikelverweis Der Christ-Monath, des -es, plur. die -e, der letzte Monath im Jahre, in welchen das Christ- oder Weihnachtsfest fällt; mit einem Römischen Nahmen der December. S. dieses Wort.
 
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Die Christ-Nacht, plur. die -Nächte, die Nacht unmittelbar vor dem Christ-Tage.
 
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Chrístoph, gen. -s, dat. -en, ein Mannsnahme, welcher aus den Griech. χριστοφορος abgekürzet ist, und jemanden bedeutet, der Christum im Herzen träget. In den gemeinen Mundarten lautet dieser Nahme Christoffel, Töffel, im Nieders. Stoffer und Stoffel, im Engl. aber Keter und Kit. In der Reichsstadt Aachen bedeutet dieses Wort so viel als Constabler. Diese Stadt ist in neun Grafschaften getheilet, deren jeder ein Christoffel, oder wie er auch ehedem hieß, ein Kerstoffel vorgesetzet ist, der die Aufsicht in weltlichen Sachen über seine Grafschaft führet. S. Adelung Constabler.
 
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Der Christ-Schein, des -es, plur. die -e, in den Kalendern, der Neumond im Christmonathe oder December. S. Adelung Schein.
 
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Die Christ-Stolle, plur. die -n, eine gewöhnliche Butterstolle, so fern sie vornehmlich zum Weihnachtsfeste gebacken wird; ein Christ-Weck.
 
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Der Christ-Tag, des -es, plur. die -e, der Tag, da in der christlichen Kirche das Gedächtniß der Geburt Christi gefeyert wird, der Weihnachtstag; besonders der erste Tag des Weihnachtsfestes.
 
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Christus, S. Adelung Christ.
 
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Die Christ-Wurz, oder Christ-Wurzel, plur. inus. eine Art der Niesewurz, deren gelbe Blume auf dem Blatte sitzet, und die in Italien einheimisch ist; Helleborus hyemalis, L. Sie hat den Nahmen von ihrer frühen Blüthe, weil sie schon um die Zeit des Christfestes zu blühen pflegt. Auch die schwarze Niesewurz, Helleborus niger, wird um ihrer frühen Blüthe willen zuweilen Christwurz genannt.
 
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Die Chrōnik, (sprich Kronik,) plur. die -en, aus dem Lat. und Greich. Chronicon, ein Geschichtbuch, welches die Begebenheiten eines Landes oder eines Ortes nach der Folge der Jahre ordnet. Die Bücher der Chronik, ein Nahme zweyer biblischen Bücher des alten Testamentes.
 
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Die Chronologīe, (sprich Kronologie,) plur. die -en. 1) Die Wissenschaft die Zeit auszumessen und ihre Theile von einander zu unterscheiden; ohne Plural. In engerer Bedeutung, die Wissenschaft,

[Bd. 1, Sp. 1333]


die Begebenheiten so zu ordnen, wie sie der Zeit nach auf einander gefolget sind. 2) Ein Buch, welches diese Wissenschaft lehret, oder auch die Zeitfolge der Begebenheiten bestimmet. Zuweilen, 3) auch die Zeitfolge selbst. Das ist wider die Chronologie, das ist wider die Ordnung, in welcher die Begebenheiten auf einander gefolget sind. Daher der Chronolōge, des -n, plur. die -n, der diese Wissenschaft verstehet. Chronolōgisch, adj. et adv. der Zeitordnung gemäß und dazu gehörig Chronologische Tabellen, welche die Begebenheiten der Geschichte nach ihrer Zeitfolge darstellen.
 
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Der Chrysoberyll, des -es, plur. die -e, ein Beryll, welcher bey seiner meergrünen Farbe in das Goldgelbe spielet; aus dem Griech. χρυσος, Gold. Einige rechnen ihn zu den Chrysolithen.

 

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