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Causen bis Cementīr-Büchse (Bd. 1, Sp. 1316 bis 1317)
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Artikelverweis Causen, sing. inus. nichtige Ausflüchte, in der niedrigen Sprechart; vermuthlich aus dem Franz. Cause, ein Rechtshandel. Daher ein Causen-Macher, ein Mensch, welcher sich mit solchen Ausflüchten zu behelfen, eine Sache dadurch zu verwirren sucht; besonders ein solcher gewissenloser Advocat.
 
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Die Cautēl, plur. die -en, aus dem mittlern Latein. Cautela, Behuthsamkeit, Vorsicht, besonders in Verträgen, und die Sätze und Worte, worin eine solche Behuthsamkeit enthalten ist.
 
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Die Cautiōn, plur. die -en, aus dem mittlern Latein. Cautio, Bürgschaft. Caution machen, Bürge werden, ingleichen einen Bürgen für sich verschaffen. S. Adelung Bürgschaft. Juratorische Caution, ein Eid vor Gericht, daß man das halten wolle, was einem befohlen wird.
 
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Die Cēder, plur. die -n, ein prächtiger und angenehmer Baum, welcher zu dem Geschlechte der Fichten gehöret, bündelweise zusammen gesetzte spitzige Nadeln hat, und auf den Gebirgen Libanon, Taurus und Amanus, noch häufiger aber in Afrika wächset; Pinus Cedrus, L. Zum Unterschiede von den folgenden Ceder-Arten nennet man diese echte Ceder auch die Ceder von Libanon. Daher das Cedern-Holz, der Cedern-Baum, das Cedern-Öhl, das Cedern-Harz u. s. f. Wegen einiger Ähnlichkeit sind von den neuern Schriftstellern des Pflanzenreiches noch verschiedene andere Arten von Blumen und Sträuchen Cedern genannt worden. Dahin gehöret die Sibirische Ceder, Pinus Cembra, L. welche in Sibirien, der Schweiz und Tyrol wächset; S. Adelung Zirbelnuß. Die Amerikanische Ceder, Thuja occidentalis, L. S. Lebensbaum. Die rothe Ceder, oder Virginische Ceder, welche nebst den folgenden zu dem Geschlechte des Wachholders gehöret, Juniperus Virginiana, Mill. ein bräunliches wohl riechendes Holz hat, und zu einer ziemlichen Höhe wächset. Die Carolinische Ceder, Juniperus Caroliniana, Mill. welche in Carolina wächset und von der vorigen noch verschieden ist. Die Phönicische Ceder, Juniperus Phoenicea, L. welche gelbliche Beeren träget und im Oriente wächset. Die Lycische Ceder, Junipera Lycia, L. welche in Sibirien angetroffen wird und große Beeren hat. Die Spanische Ceder, Juniperus Hispanica, Mill. mit schwarzen Beeren. Die Bermudische Ceder, Juniperus Bermudiana, L. Die Ceder von Barbados, Juniperus Barbadensis, L. Auch eine Art Cupressen, welche gleich einer Tanne zu einem hohen Baume wächset, von welcher eigentlich unser heutiges schönes wohl riechendes feines Cedern-Holz kommt, und welche in Nord-Amerika angetroffen wird, ist unter dem Nahmen der weißen Ceder, Cupressus thyoides, L. bekannt.
   Anm. Der Nahme ist zunächst aus dem Latein. Cedrus. In der Bibel geschiehet der Ceder von Libanon sehr oft Meldung; allein alsdann gebraucht Luther dieses Wort zuweilen im männlichen Geschlechte, der Ceder. Da das Ital. Cedro auch eine Citrone, und einen Citronen-Baum bedeutet, so wird unter Cedro und Cedern-Öhl, oft nichts anders als der Extract oder das Öhl von Citronen verstanden.
 
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Cēdern, adj. et adv. von Cedern, dazu gehörig. Cederne Bäume, 2 Sam. 5, 11 und 1 Kön. 9, 11 ist im Deutschen ungebräuchlich. Cederne Bolen, Hohel. 8, 9. Cederne Balken, Kap. 1, 17. Cederne Breter, 1 Kön. 7, 2-12 u. s. f.
 
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Celle, S. Adelung Zelle.
 
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Das Cemếnt, des -es, plur. von mehrern Arten die -e. 1) Bey den Mäurern, eine Art festen Mörtels, welcher besonders

[Bd. 1, Sp. 1317]


im Wasserbaue und an feuchten Orten gebraucht wird. In weiterer Bedeutung werden auch manche Arten des Kittes, Gefäße, die im Feuer aushalten sollen, damit zu bestreichen, ein Cement genannt. 2) In der Chymie und bey verschiedenen Metallarbeitern ist es ein nagendes Pulver, welches zum Cementiren gebraucht wird; das Cement-Pulver. S. Adelung Cementiren.
   Anm. Dieses Wort ist aus dem Latein. Caementum, welches schon bey den Römern von einem aus zerstoßenen Steinen zubereiteten Mörtel gebraucht wurde, und von caedere, für caedimentum, herkommen soll. Im gemeinen Leben ist es im Deutschen auch männlichen Geschlechtes. In der zweyten Bedeutung ist es spätern Ursprunges.
 
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Die Cemếnt-Büchse, plur. die -n, ein flacher irdener Tiegel, worin das Gold cementiret wird; die Cementir-Büchse.
 
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Das Cemếnt-Feuer, des -s, plur. inus. ein Kohlenfeuer, welches in einem Kreise um die Cement-Büchse gemacht wird, um solche nach und nach zu erhitzen. In weiterer Bedeutung wird in der Chymie ein jedes Kohlenfeuer, welches im Kreise um ein Gefäß gemacht wird, ein Cement-Feuer, oder Cementir-Feuer genannt.
 
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Cementiren, verb. reg. act. 1) Vermittelst eines Cementes, d. i. Mörtels oder Kittes, verbinden. Noch mehr aber, 2) in der Chymie und bey verschiedenen Metallarbeitern, vermittelst eines Cementes, d. i. nagenden trockenen Körpers, beitzen lassen. So wird das Gold cementiret, wenn man es mit einem aus fressenden Salzen bestehendes Cement-Pulver bestreuet, und brennet, theils um es zu reinigen, theils aber auch dessen Farbe erhöhen. Cementiren bedeutet daher bey Metallen nichts anders als beitzen, und beitzen lassen, nur daß es vermittelst trockener Körper geschiehet. Die Alchymisten cementiren auf ähnliche Art das Silber, um dessen Goldgehalt zu erhöhen. In weiterer Bedeutung gebraucht man dieses Wort auch von dem Eisen, wenn es in einem kupferhaltigen Wasser geheitzet und dadurch als Kupfer dargestellet wird. S. Cement-Kupfer. So auch die Cementirung.
 
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Cementīr-Büchse, Cementīr-Feuer, S. Adelung Cement-Büchse u. s. f.

 

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