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Cardināls-Birn bis Carmelīter-Geist (Bd. 1, Sp. 1308 bis 1309)
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Artikelverweis Die Cardināls-Birn, plur. die -en, eine Art wohl schmeckender Birnen, welche ihren Nahmen von dem Cardinal Nic. de Cusa hat, der sie 1451 zu Magdeburg an der Tafel des Erzbischofs Friedrich so lecker fand, daß er sie feyerlich einsegnete.
 
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Die Cardināls-Blume, plur. die -n, eine Pflanze mit einem aufrechten Stamme, und einer an dessen Spitze befestigten Blumentraube; Lobelia Cardinalis, L. Sie ist aus Virginien zu uns gebracht worden, und hat den Nahmen von der hochrothen Farbe ihrer Blume bekommen, die der Farbe der Cardinals-Hüte gleicht.
 
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Der Cardobenedícten, des -s, plur. inus. eine aus dem Latein. Carduus benedictus zusammen gezogene Benennung einer Pflanze, Centaurea Benedicta, L. Der Same und die Blätter werden in verschiedenen Krankheiten als eine heilsame Arzeney gebraucht.
 
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Caressiren, verb. reg. act. schmeicheln, liebkosen; ohne Noth aus dem Franz. caresser.
 
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Der Carfiōl, des -es, plur. inus. eine in einigen, besonders Oberdeutschen Gegenden, übliche Benennung des Blumenkohles, die vermuthlich aus dem Ital. Cavolo-fiore, Blumenkohl, verderbt ist. In der Schweiz lautet dieser Nahme Kardiviol.
 
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Cärimonie, S. Adelung Ceremonie.
 
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Cariole, S. Adelung Carriole.
 
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Carl, ein Mannsnahme, welcher mit dem Worte Kerl einerley ist, und eigentlich einen Mann bedeutet, aber so fern es ein Nahme

[Bd. 1, Sp. 1309]


ist, sein C von den ältesten Zeiten an behauptet hat, daher auch alle neuere Versuche, die Schreibart dieses Wortes mit einem K allgemein zu machen, vergebens gewesen sind. Im Lateine der mittlern Zeiten ist Carlus und Carolus daraus geworden. S. Adelung Kerl.
 
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Der Carmelīt, des -en, plur. die -en, oder der Carmelīter, des -s, plur. ut nom. sing. ein Mönch von dem Carmeliter-Orden, welches einer der vier Bettelorden ist, der seinen Nahmen von dem Berge Carmel in Syrien hat. Daher der Carmeliter-Mönch, das Carmeliter-Kloster, die Carmeliter-Nonne, u. s. f.
 
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Die Carmelīter-Birn, plur. die -en, eine Art mittelmäßig großer, kurzer und rundlicher Birnen, welche gelblich-grün und saftig ist, und im August reifet; in andern Gegenden die Kaiserinn, ingleichen Magdalenen-Birn, Franz. Citron des Carmes, St. Madelaine.
 
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Der Carmelīter-Geist, des -es, plur. inus. in den Apotheken, ein zusammen gesetztes Melissenwasser, welches aus Melissen, Citronenschalen, Coriander, Muskaten, Nelken, Zimmet u. s. f. mit Weingeist und Melissenwasser destilliret wird.

 

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