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Cāp-Wachtel bis Carcer-Öhl (Bd. 1, Sp. 1306 bis 1308)
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Artikelverweis Die Cāp-Wachtel, plur. die -n, eine Art Wachteln mit einem breiten gelben Streifen an den Seiten des Kopfes, einem grünen braun geschuppten Rücken, und einem blauen Steiße; Coturnix Capensis, Kl. Sie wird auf dem Vorgebirge der guten Hoffnung angetroffen.
 
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Der Carabīner, des -s, plur. ut nom. sing. ein kurzes Feuergewehr mit einem Luntenschlosse, welches ehedem eine Art der leichten Reiterey führete, die daher in Frankreich Carabiniers hießen. Diese Feuergewehre, sind veraltet, denn die heutigen Carabiner sind kurze, drey Fuß lange, gezogene Feuerröhre, welche die Kugel sehr weit tragen. Die Reiter führen sie an dem Carabiner-Haken angemacht, rechter Hand neben sich in dem Carabiner-Schuhe.
   Anm. Im Französ. heißt dieses Gewehr Carabine, im Ital. Carabino, im Engl. Carabine. Es ist noch ungewiß, ob das

[Bd. 1, Sp. 1307]


Gewehr von den folgenden leichten Reitern, oder diese von jenem den Nahmen haben. Die gemeinste Meinung ist, daß die Carabiniers durch eine sonst eben nicht ungewöhnliche Verwechselung des l und r, von der bekannten leichten Calabrischen Reiterey abstammen, so daß im Franz. Carabin aus Calabrin oder Calabrien geworden. Im 14ten Jahrhunderte geschiehet einer Art Gewehres Meldung, welche Chavarina genannt wird, nach welchem, dem du Fresne zu Folge, nachmahls die Carabiner benannt worden.
 
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Der Carabinier, (sprich Carabinjē,) des -s, plur. die -s, ein leichter Reiter, welcher mit einem Carabiner bewaffnet ist. Gegenwärtig werden sie wohl mit den Dragonern einerley seyn, obgleich der Nahme noch bey verschiedenen Armeen üblich ist. Aus dem Franz. Carabin, und Carabinier. Die Carabiniers waren eigentlich Spanische oder vielmehr Navarrische Reiter, welche zuerst unter den Königen von Navarra, Jean d'Albret, und Antoine de Bourbon, in Frankreich bekannt wurden, und nachmahls auch in Deutschland Beyfall fanden.
 
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Die Caraffīne, plur. die -n, eine kleine gläserne Flasche mit einem engen Halse, Wasser, Essig, Öhl oder Wein bey der Mahlzeit darin vorzusetzen.
   Der Schenktisch lächelt zwar auch in Strephons prächtigem Saale,
   Aus heitern Caraffinen dir zu,
   Zachar. Aus dem Ital. Caraffa, Caraffina und Franz. Caraffe. Caraffon aber ist in der letztern Sprache eine große dicke gläserne Bouteille mit einem langen Halse. Das Dän. Karaffe bedeutet gleichfalls eine Flasche mit einem langen Halse.
 
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Carat, S. Adelung Karat.
 
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Die Caravane, S. in K.
 
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Die Caravếlle, plur. die -n, eine Art noch am meisten in Portugall üblicher Schiffe, mit einem viereckigen Hintertheile und kurzen Bauchstücken. Sie sind rund wie die Flüten, führen drey bis vier dreyeckige Segel, haben keinen Mastkorb, an dessen Statt aber Kreuzhölzer, welche oben durch den Mast gehen, und halten gemeiniglich 120 bis 140 Tonnen, werden aber unter allen Schiffen für die besten Segler gehalten. In Frankreich führet eine Art kleiner Schiffe von 25 bis 30 Tonnen, welche an den Küsten auf den Untiefen auf den Häringsfang ausgehen, gleichfalls den Nahmen der Caravellen. Franz. Caravelle, Ital. Caravella, Span. Caravala, Engl. Caravell, Wallis. Corwl, Schwed. Krawel, welche das Diminut. von einem alten Worte sind, so noch in den nordischen Mundarten angetroffen wird. Denn das alte Schwed. Karf, das Irländ. Karbh, das Finnische Carvas, Carpas, bedeuten insgesammt ein kleines Schiff. S. Adelung Ihre Gloss. v. Karf und Krawel. Das mittlere Latein. Carabus und Griech. καραβος gehören gleichfalls hierher.
 
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Der Carbúnkel, des -s, plur. ut nom. sing. ein Nahme des scharlachrothen oder hochrothen Rubins; aus dem Latein. Carbunculus, welchen Nahmen er wegen seiner brennenden hochrothen Farbe erhalten, daher er im mittlern Lateine auch nur Carbo heißt. In dem alten Fragmente eines Gedichtes auf Carln den Großen bey dem Schilter, heißt er im Deutschen schon Karbunkel. Von der Farbe werden auch gewisse bösartige, mit heftigen Schmerzen verbundene Blutschwären Carbunkeln genannt; Anthraces.
 
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Die Carcásse, plur. die -n, aus dem Französ. Carcasse, ein Geripp. 1) Das drähterne Geripp zu den gesteckten Hauben des andern Geschlechtes. 2) In der Geschützkunst, längliche oder runde Kugeln, welche mit Handgranaten, Kugeln u. s. f. gefüllet und mit einem eisernen Gerippe zur Festigkeit versehen

[Bd. 1, Sp. 1308]


werden; eine Brandkugel. 3) Das Geripp eines Schiffes auf dem Stapel. Im Ital. ist Carcasso gleichfalls ein Gerippe.
 
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Das Cárcer, des -s, plur. ut nom. sing. aus dem Latein. das Gefängniß auf Schulen und Universitäten.
 
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Carcer-Öhl, S. Gardseer-Öhl.

 

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