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Cāp-Spêrling bis Caraffīne (Bd. 1, Sp. 1305 bis 1307)
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Artikelverweis Der Cāp-Spêrling, des -es, plur. die -e, eine Art Sperlinge mit einem gelben Schnabel, schwarzen Kopfe, Halse und Brust,

[Bd. 1, Sp. 1306]


und röthlichen Flügeln und Rücken, welche auf dem Vorgebirge der guten Hoffnung angetroffen werden; Passer Capensis, L.
 
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Die Captūr, plur. inus. in den Rechten, die Verhaftnehmung eines Schuldners oder Verbrechers; aus dem Latein. Captura. Die Captur wider jemanden ergehen lassen, verhängen. Daher der Captur-Befehl, der Befehl, jemanden in Verhaft zu nehmen.
 
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Der Capucīner, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art Mönche von dem Orden des heil. Franciscus, von der engern Observanz, welche sich nicht balbiren, mit bloßen Füßen gehen, und grobe graue Kutten mit spitzigen Kappen tragen. Von diesen spitzigen Kappen, im mittlern Latein. Capucia, welche Bruder Matthäus von Bassy im 13ten Jahrhunderte an die Stelle der runden Kappen der Franciscaner setzte, aber dadurch einen großen Streit unter ihnen veranlassete, welchen selbst Clemens V. nicht schlichten konnte, haben sie auch ihren Nahmen. Daher der Capuciner-Orden, das Capuciner-Kloster, der Capuciner-Mönch, das Capuciner-Tuch, grobes graues Tuch, woraus die Kutten der Capuciner gemacht werden u. s. f.
 
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Die Capūsche, plur. die -n, ein Kragen an den Mänteln der Mannspersonen und an weiblichen Kleidern, welcher über den Kopf gezogen werden kann; aus dem alten Franz. Capuche, jetzt Capuchon.
 
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Capút, adv. aus dem Franz. capot, welches nur im gemeinen Leben üblich ist. Caput gehen, verloren gehen, niedergemacht, zu Grunde gerichtet werden. Einen caput machen, ihn in Ansehung seines Nahrungsstandes verderben, oder zu Grunde richten. Im Französischen ist dieses Wort eigentlich im Piketspiele üblich, wo einen andern caput machen eben so viel ist, als ihn matsch machen. Auch im Wendischen ist caput so viel als verloren.
 
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Der Capútt, des -es, plur. die -e. 1) Eine Kappe. So führet diesen Nahmen noch die Kappe der Minirer, mit welcher sie die Haare und den Hals vor der Erde verwahren. 2) Ein Rock mit einer Kappe. Dergleichen grobe Caputte tragen die Seeleute über ihrer gewöhnlichen Kleidung. Ingleichen, ein schlechter Oberrock mit einer Kappe, welchen man im Regen, auf Reisen u. s. f. trägt; ein Caputt-Rock.
   Doch Stutzer lehrten ihn bald den Caput verachten,
   Zachar. Aus dem Franz. Capot, und Ital. Capotto.
 
Artikelverweis Die
Capūze, plur. die -n, in Niedersachsen, eine Art eines Reisehutes, welcher herunter gelassen und zu einer Kappe gemacht werden kann, den Hals und das Gesicht vor der Witterung zu bewahren; Nieders. Kabuus-Hood. Aus dem Lat. Caputium, welches eine solche Kappe bedeutete, wovon auch das Engl. Capouch und das Franz. Capuce abstammen.
 
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Die Cāp-Wachtel, plur. die -n, eine Art Wachteln mit einem breiten gelben Streifen an den Seiten des Kopfes, einem grünen braun geschuppten Rücken, und einem blauen Steiße; Coturnix Capensis, Kl. Sie wird auf dem Vorgebirge der guten Hoffnung angetroffen.
 
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Der Carabīner, des -s, plur. ut nom. sing. ein kurzes Feuergewehr mit einem Luntenschlosse, welches ehedem eine Art der leichten Reiterey führete, die daher in Frankreich Carabiniers hießen. Diese Feuergewehre, sind veraltet, denn die heutigen Carabiner sind kurze, drey Fuß lange, gezogene Feuerröhre, welche die Kugel sehr weit tragen. Die Reiter führen sie an dem Carabiner-Haken angemacht, rechter Hand neben sich in dem Carabiner-Schuhe.
   Anm. Im Französ. heißt dieses Gewehr Carabine, im Ital. Carabino, im Engl. Carabine. Es ist noch ungewiß, ob das

[Bd. 1, Sp. 1307]


Gewehr von den folgenden leichten Reitern, oder diese von jenem den Nahmen haben. Die gemeinste Meinung ist, daß die Carabiniers durch eine sonst eben nicht ungewöhnliche Verwechselung des l und r, von der bekannten leichten Calabrischen Reiterey abstammen, so daß im Franz. Carabin aus Calabrin oder Calabrien geworden. Im 14ten Jahrhunderte geschiehet einer Art Gewehres Meldung, welche Chavarina genannt wird, nach welchem, dem du Fresne zu Folge, nachmahls die Carabiner benannt worden.
 
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Der Carabinier, (sprich Carabinjē,) des -s, plur. die -s, ein leichter Reiter, welcher mit einem Carabiner bewaffnet ist. Gegenwärtig werden sie wohl mit den Dragonern einerley seyn, obgleich der Nahme noch bey verschiedenen Armeen üblich ist. Aus dem Franz. Carabin, und Carabinier. Die Carabiniers waren eigentlich Spanische oder vielmehr Navarrische Reiter, welche zuerst unter den Königen von Navarra, Jean d'Albret, und Antoine de Bourbon, in Frankreich bekannt wurden, und nachmahls auch in Deutschland Beyfall fanden.
 
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Die Caraffīne, plur. die -n, eine kleine gläserne Flasche mit einem engen Halse, Wasser, Essig, Öhl oder Wein bey der Mahlzeit darin vorzusetzen.
   Der Schenktisch lächelt zwar auch in Strephons prächtigem Saale,
   Aus heitern Caraffinen dir zu,
   Zachar. Aus dem Ital. Caraffa, Caraffina und Franz. Caraffe. Caraffon aber ist in der letztern Sprache eine große dicke gläserne Bouteille mit einem langen Halse. Das Dän. Karaffe bedeutet gleichfalls eine Flasche mit einem langen Halse.

 

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