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Cacāo bis Calander (Bd. 1, Sp. 1292 bis 1293)
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Artikelverweis Der Cacāo, indecl. plur. car. oder die Cacāo-Bōhne, plur. die -n, der dichte, trockne, fettige Samenkern eines Amerikanischen Baumes, welcher, wenn er geröstet wird, einen der vornehmsten Bestandtheile der Chocolate abgibt. Die Bohnen geben zugleich ein fettes und süßes Öhl, welches nach dem erkalten so dick wie Seife wird, und Cacao-Butter heißt. Der Cacao-Baum heißt nach dem Linné Theobroma.
 
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Cáchelot, S. Adelung Pottfisch.
 
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Der Cadếtt, des -s, oder -en, plur. die -en, von dem Franz. Cadet; ein junger von Adel, welcher zu Kriegsdiensten gebildet wird. Daher das Cadetten-Haus, in welchem sie erzogen werden; das Cadetten-Corps, das ganze Corps solcher Cadetten; der Cadetten-Prediger u. s. f. Das Franz. Cadet bedeutet eigentlich einen jüngern Bruder. Wird es von jungen Edelleuten gebraucht, so bezeichnet es solche, welche sich freywillig und ohne Gold unter die Armee begeben, die Kriegskunst zu erlernen.
 
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Cadúck, adj. et adv. aus dem Latein. caducus, welches in den Rechten von solchen unbeweglichen Gütern gebraucht wird, welche dem Land- und Lehnsherrn durch Felonie des Besitzers, durch Erblosigkeit oder andere Umstände anheim fallen. Caducke Güter, Bona caduca, welche zuweilen auch wohl caducirte Güter genannt werden. Das Gut ist caduck geworden, ist dem Landesherren anheim gefallen. Im mittlern Lateine hießen dergleichen Güter unter andern auch Efcaetae, und wenn sie durch Felonie verwirkt wurden, Bausitae, im Deutschen aber, wie aus dem Haltaus erhellet, niederfällige Güter. Figürlich bedeutet dieses Wort im gemeinen Leben so viel als hinfällig, gebrechlich, verloren, zu Grunde gerichtet. Die Sache ist caduck, d. i. verloren, gegangen. Er ist caduck, er ist in Ansehung seines Nahrungszustandes zu Grunde gerichtet. Sein Glück ist caduck, hat ein Ende. Die Franzosen gebrauchen ihr caduc auf eben diese Art.
 
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Caffe, S. Adelung Kaffeh.
 
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Cafiller, S. Adelung Kafiller.
 
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Der Cáftan, des -es, plur. die -e, ein langer weiter Oberrock ohne Falten, dergleichen die Türken und übrigen Morgenländer zu tragen, und als Geschenke auszutheilen pflegen. In Deutschland führet diesen Nahmen zuweilen auch ein leichter Überwurf, der mit einem Leibe und engen Ärmeln versehen ist, dessen sich die Mannspersonen um der Bequemlichkeit willen statt eines Schlafrockes bedienen. In einigen Gegenden lautet dieses Wort auch Caster.
   Anm. Es ist wohl kein Zweifel, daß wir dieses Wort von den Italiänern bekommen haben, bey denen Caffetano, Caftano, in gleicher Bedeutung üblich ist, eine Art Kleidung zu bezeichnen, die sie mit dem Nahmen zugleich aus der Levante eingeführet haben. Indessen kommen Cabanus und Capa in den mittlern Zeiten schon von einer ähnlichen Kleidung vor. Das Schwedische Kåfta, Böhmische Kaftank, und Pohlnische Kaftan, haben wohl auch keinen andern Ursprung, ungeachtet Herr Ihre das erstere entweder von Capa, oder von dem Griech. καππατια ableitet. S. Adelung Kappe.
 
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Cajüte, S. Adelung Kajüte.
 
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Der Calamánk, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, ein wollener ein- oder mehrfärbiger Zeug, welcher aber doch mehr gestreift als geblümt ist. Daher ćalamanken, das Bey- und Nebenwort, von Calamank. Der geblümte Calamank auf Damastark ist jetzt unter dem Nahmen des wollenen Damastes am bekanntesten.
   Anm. Im mittlern Lateine kommt Calamaucus für eine aus Kamehlhaaren verfertigte Art der Hüte oder Mützen mehrmals

[Bd. 1, Sp. 1293]


vor, welches durch Versetzung aus Camelaucus entstanden ist, welches in eben derselben Bedeutung vorkommt. S. des du Fresne Glossar. bey dem Worte Camelaucus. Vermuthlich ist hieraus das Franz. Calamanque entstanden, weil man diesen Zeug anfänglich aus Kamehl- oder Ziegenhaaren webte. Man hat in der Handlung noch eine andere Art Zeuge, welche Calamande, Calamandre, oder Calmandar genannt wird, sehr glänzend ist, einen Faden hat, der kreuzweise gehet, und gemeiniglich ganz von Wolle gemacht wird, die man aber auch oft mit Seide und Ziegenhaaren zu vermengen pflegt. Diese Art Zeug ist in den Niederlanden und Frankreich sehr bekannt. S. auch Camelot.
 
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Caland, S. Adelung Kaland.
 
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Der Calander, S. Adelung Galander.

 

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