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Cabinếtts-Rath bis Cáftan (Bd. 1, Sp. 1291 bis 1292)
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Artikelverweis Der Cabinếtts-Rath, des -es, plur. die -Räthe, ein fürstlicher geheimer Rath, welcher an den Berathschlagungen in dem Cabinette seines Herren Antheil hat. Die heutigen Cabinetts-Minister wurden ehedem nur Cabinetts-Räthe genannt.
 
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Das Cabinếtts-Siegel, des -s, plur. ut nom. sing. das Siegel eines Fürsten, dessen er sich in seinen Zimmern bedienet. Ingleichen, das Siegel des Cabinettes, so fern mit diesem Worte ein geheimes Collegium angedeutet wird.
 
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Das Cabinếtts-Stück, des -es, plur. die -e, eine Seltenheit der Natur oder Kunst, welche würdig ist, in einem Cabinette aufbewahret zu werden.
 
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Cabiskraut, S. Adelung Kopfkohl.

[Bd. 1, Sp. 1292]



 
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Der Cacāo, indecl. plur. car. oder die Cacāo-Bōhne, plur. die -n, der dichte, trockne, fettige Samenkern eines Amerikanischen Baumes, welcher, wenn er geröstet wird, einen der vornehmsten Bestandtheile der Chocolate abgibt. Die Bohnen geben zugleich ein fettes und süßes Öhl, welches nach dem erkalten so dick wie Seife wird, und Cacao-Butter heißt. Der Cacao-Baum heißt nach dem Linné Theobroma.
 
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Cáchelot, S. Adelung Pottfisch.
 
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Der Cadếtt, des -s, oder -en, plur. die -en, von dem Franz. Cadet; ein junger von Adel, welcher zu Kriegsdiensten gebildet wird. Daher das Cadetten-Haus, in welchem sie erzogen werden; das Cadetten-Corps, das ganze Corps solcher Cadetten; der Cadetten-Prediger u. s. f. Das Franz. Cadet bedeutet eigentlich einen jüngern Bruder. Wird es von jungen Edelleuten gebraucht, so bezeichnet es solche, welche sich freywillig und ohne Gold unter die Armee begeben, die Kriegskunst zu erlernen.
 
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Cadúck, adj. et adv. aus dem Latein. caducus, welches in den Rechten von solchen unbeweglichen Gütern gebraucht wird, welche dem Land- und Lehnsherrn durch Felonie des Besitzers, durch Erblosigkeit oder andere Umstände anheim fallen. Caducke Güter, Bona caduca, welche zuweilen auch wohl caducirte Güter genannt werden. Das Gut ist caduck geworden, ist dem Landesherren anheim gefallen. Im mittlern Lateine hießen dergleichen Güter unter andern auch Efcaetae, und wenn sie durch Felonie verwirkt wurden, Bausitae, im Deutschen aber, wie aus dem Haltaus erhellet, niederfällige Güter. Figürlich bedeutet dieses Wort im gemeinen Leben so viel als hinfällig, gebrechlich, verloren, zu Grunde gerichtet. Die Sache ist caduck, d. i. verloren, gegangen. Er ist caduck, er ist in Ansehung seines Nahrungszustandes zu Grunde gerichtet. Sein Glück ist caduck, hat ein Ende. Die Franzosen gebrauchen ihr caduc auf eben diese Art.
 
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Caffe, S. Adelung Kaffeh.
 
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Cafiller, S. Adelung Kafiller.
 
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Der Cáftan, des -es, plur. die -e, ein langer weiter Oberrock ohne Falten, dergleichen die Türken und übrigen Morgenländer zu tragen, und als Geschenke auszutheilen pflegen. In Deutschland führet diesen Nahmen zuweilen auch ein leichter Überwurf, der mit einem Leibe und engen Ärmeln versehen ist, dessen sich die Mannspersonen um der Bequemlichkeit willen statt eines Schlafrockes bedienen. In einigen Gegenden lautet dieses Wort auch Caster.
   Anm. Es ist wohl kein Zweifel, daß wir dieses Wort von den Italiänern bekommen haben, bey denen Caffetano, Caftano, in gleicher Bedeutung üblich ist, eine Art Kleidung zu bezeichnen, die sie mit dem Nahmen zugleich aus der Levante eingeführet haben. Indessen kommen Cabanus und Capa in den mittlern Zeiten schon von einer ähnlichen Kleidung vor. Das Schwedische Kåfta, Böhmische Kaftank, und Pohlnische Kaftan, haben wohl auch keinen andern Ursprung, ungeachtet Herr Ihre das erstere entweder von Capa, oder von dem Griech. καππατια ableitet. S. Adelung Kappe.

 

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