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Buttergebacken bis Bútterstêcher (Bd. 1, Sp. 1283 bis 1284)
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Artikelverweis  Buttergebacken, adj. et adv. welches doch nur als ein Substantiv üblich ist. Das Buttergebackene, oder Buttergebackenes, Backwerk oder Kuchen, wozu der Teig mit heißer Butter angemacht, oder mit vieler Butter vermenget wird.

[Bd. 1, Sp. 1284]



 
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Die Butterhose, plur. die -n, eine Hose, d. i. ein kleines längliches enges Faß voller Butter, oder welches zur Aufbehaltung der Butter bestimmt ist. Daher Hosenbutter, welche in solchen Hosen aufbehalten worden. S. Adelung Hose.
 
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Das Butterkraut, des -es, plur. inus. eine Benennung des Fettkrautes oder der Schmerwurz, Pinguicula vulgaris, L. deren Blätter mit einem fettigen Wesen überzogen sind, welches die Milch sehr dick gerinnen macht. S. Adelung Fettkraut.
 
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Die Buttermilch, plur. car. diejenige säuerliche Milch, welche übrig bleibt, wenn die Butter aus der Sahne geschieden ist; Nieders. Bottermelk, Karnmelk, Karmelk, Holl. Botermelck, in Franken Schlägelmilch.
 
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Buttern, verb. reg. neutr. mit haben. 1. Durch beständige Bewegung der Sahne Butter hervor bringen. Die Magd buttert. Wir werden morgen buttern. 2. Zur Butter werden. Wenn man Zucker in das Butterfaß wirft, so buttert die Sahne nicht. Daher auch die figürliche niedrige Art des Ausdruckes, es will nicht buttern, es will mit der Sache nicht fort.
   Anm. Im Nieders. lautet dieses Wort bottern. Wenn Butter von batten, schlagen, oder butten, stoßen, abstammete, so würde buttern füglich das Frequentativum von einem dieser Zeitwörter seyn können; denn es ist bekannt, daß Buttern nichts anders ist, als ein wiederhohltes Stoßen oder Schlagen. Die Niedersächsische und die mit ihr verwandten Mundarten haben noch ein anderes Wort, diese Verrichtung zu benennen, welches karnen lautet, im Dän. klärne, im Schwed. kerno, im Angels. cernan, im Holländ. kernen, im Engl. to churn, im Finnischen kirna. Daher heißt ein Butterfaß im Nieders. Karne, im Angels. Cerene, im Engl. Churn oder Chern, im Holländ. Kern, im Schwed. Kerna, und im Esthnischen Kirnu. Skinner leitet dieses Wort von cernere, abscheiden, her, Junius von κιρναω, mischen, Wachter von einem gewissen alten curo, schlagen, und Ihre von Quern, eine Mühle, und Quirl. Aber man kann hier immer bey dem bekannten Worte Kern stehen bleiben, indem die Butter doch nichts anders ist, als der Kern der Milch.
 
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Das Butteröhl, des -es, plur. inus. in den Apotheken, ein aus Butter und Ziegelmehl destillirtes Öhl.
 
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Die Butterrolle, plur. die -n, in der Landwirthschaft, eine Rolle, oder hölzerne Maschine, wo man durch Hin- und Wiederschieben eines an einer Welle befestigten Schwängels den Butterstängel auf und niederziehen, und also Butter verfertigen kann.
 
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Die Butterschminke, plur. inus. ein Nahme des Orlean, weil man damit die Butter zu färben pflegt.
 
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Die Butterschnitte, plur. die -n, S. Adelung Butterbämme.
 
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Der Butterstämpel, des -s, plur. ut nom. sing. der Stämpel oder Stiel mit einer runden, starken, durchlöcherten Scheibe am Ende, womit die Sahne auf und niedergestoßen und dadurch die Butter aus derselben geschieden wird; der Butterstiel, Buttersterl.
 
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Der Bútterstêcher, des -s, plur. ut nom. sing. ein vorn mit Zähnen versehener gerippter Spatel, die Butter in Gestalt dünner Blätter aus einem Fasse heraus zu stechen.

 

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